Regionen & Vereine

Ferienpass bei der Modellfluggruppe Reichenburg

von Roland Schäuble
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Bereits zum 5. Mal organisierte die Modellfluggruppe Reichenburg am 5. Juli 2008 einen Ferienpass für die Region March/Höfe. 14 Schüler konnten sich dabei mit einem selbstgebauten Wurfgleiter in einem Wettbewerb messen.


Traditionsgemäss organisierte die Modellfluggruppe Reichenburg auch dieses Jahr wieder einen Ferienpass für die Schüler der Region March/Höfe. In den vergangenen Jahren haben wir den Anlass meistens mit verschiedenen Posten organisiert, durch die die Teilnehmer in Gruppen durchgeschleust wurden. Dieses Jahr nutzten wir jedoch die Gunst der Stunde, um mit den von der Modellflug Region Nordostschweiz den Gruppen zur Verfügung gestellten Wurfgleiter-Bausätzen etwas zu unternehmen. Wir pflanten also einen ganzen Tag für die Durchführung des Ferienpasses ein. Am Morgen sollten die Gleiter zusammengebaut werden, um am Nachmittag dann zum Wettbewerbseinsatz zu gelangen.


Vorbereitungen

Bei diesem Wurfgleiter (eigentlich ein Schleudersegler) handelt es sich um das Modell «SAL-Slipper» der Firma Graupner. Unser Obmann bestellte bei der NOS 15 Stück. Ein Exemplar wurde durch unser Mitglied Godi Bachmann im Vorfeld einem ausgiebigen Bau- und Flugtest unterzogen. Er deckte dabei einige kritische Punkte auf, die dank seiner Hilfe dann auch gelöst werden konnten. So wurden als Vorbereitung beispielsweise die Ohren der Flügel bereits mit den Flügelhälften verleimt, um lange Trocknungszeiten zu vermeiden. Immerhin mussten die Gleiter von den Teilnehmern innerhalb eines Morgens komplett zusammengebaut werden können. Auch die Position der Tragfläche auf dem Rumpf und der Schwerpunkt konnten so bereits im Vorfeld ermittelt werden, was den Zusammenbau und das spätere Einfliegen beschleunigte.

Der Wettbewerb wurde wie folgt geplant: Die Erbauer sollen mit ihren Fluggeräten in drei Disziplinen antreten:

  • 1. Baubewertung
  • 2. Zeitflug
  • 3. Streckenflug

Am schwierigsten für die Jury stellte sich später die Baubewertung dar, da hier keine objektive Messung möglich war. Die einzelnen Disziplinen wurden bewertet bzw. gemessen. Beim Zeitflug und beim Distanzflug wurden je drei Durchgänge geflogen. Der kürzeste Flug bzw. die kürzeste Strecke wurde aus der Bewertung gestrichen, die anderen beiden Zeiten bzw. Strecken zusammengerechnet. Danach wurden die Ergebnisse so normiert, dass der beste Teilnehmer je Durchgang 1000 Punkte erreichte. Für die Berechnung der Rangliste wurden vom Autor ein entsprechendes Spreadsheet und Wertungsblätter vorbereitet.


Bau des Gleiters am Morgen

14 Schüler der 1. bis 6. Klasse, darunter 2 Mädchen und 4 Helfer der MFGR, traten am Samstagmorgen um 8.30 Uhr zum Bau des Gleiters an. Als «Baulokal» stand ein Vorraum einer Turnhalle, mit Tischen ausgestattet, zur Verfügung. Weiteres Material wie Baubrettli, Nadeln, Gummi usw. wurde von den Helfern mitgebracht. Dank der guten Vorbereitungen konnte der Bau der Gleiter bis zum Mittag inklusive einer Pause bewältigt werden.



trieb mit 2 Modellen zur Verfügung. So konnten sich die Schüler am Simulator auf den Einsatz im Lehrer/Schüler-Betrieb vorbereiten. Doch der spannendste Teil für die Teilnehmer war wohl der Wettbewerb. Dazu wurden die Modelle wieder unter der kundigen Führung von Godi Bachmann eingeflogen. Für den eigentlichen Wettbewerb stellten sich die Schüler in einer



Reihe auf, und jeweils einer trat zu einem Flug an. Die geflogenen Zeiten bzw. Distanzen wurden auf den Wertungsblättern eingetragen. Es war für uns eine Freude zu sehen, wie diszipliniert sich die Schüler verhielten und dabei konzentriert bei der Sache waren.


Rangverkündigung und Abschluss

Mithilfe des PCs konnte die Rangliste schnell ermittelt werden, und damit kamen wir zur Rangverkündigung. Die Erstplatzierten der Klassen 1–2, 3–4 und 5–6 konnten je einen kleinen Elektrohubschrauber, gestiftet von der Firma Hobby-Frei in Lachen, entgegennehmen. Für alle anderen gab es kleine Trostpreise, und jeder konnte natürlich sein selbst gebautes Werk mit nach Hause nehmen. Unser Obmann hat sogar an die Helfer gedacht, und so bekam jeder noch ein kleines Präsent. Es war ein herrlicher Tag für uns alle. Nach dem offiziellen Teil wurde noch bis spät in den Abend geflogen und gemütlich zusammengesessen.

Roland Schäuble,
Modellfluggruppe
Reichenburg



Wettbewerb und Rahmenprogramm am Nachmittag

Nach dem obligatorischen Cervelat zum Mittagessen konnte das Nachmittagsprogramm beginnen. Zunächst stand die Baubewertung an (solange alles noch heil ist). Drei Mitglieder der MFGR mussten die 14 Fluggeräte bewerten. Doch worauf soll man achten? Ist ein schief aufgeleimtes Seitenleitwerk schlimmer als eine unschöne Leimstelle? Wie hoch ist der künstlerische Anteil, z.B. mit Filzstift aufgebrachte Verzierungen, zu bewerten? Letztlich ging die Jury wie folgt vor: Die Modelle wurden gemäss ihrer Bauqualität in eine Reihenfolge gestellt. Das erste Modell bekam 100% der Punkte, das letzte noch 75%. Dazwischen wurde linear interpoliert.

Neben dem Wettbewerb standen noch ein PC-Flugsimulator mit Beamer und Leinwand sowie ein Lehrer/Schüler-Be-




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