Jugend

COUPE DES ALPES – BEOBACHTEN UND LERNEN

von Rodito Nussbaumer
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Bereits zum 52. Mal fand das F3A-Freundschaftsfliegen statt, dieses Mal ist die MFG Flaachtal Gastgeber. Ins Leben gerufen wurde die Coupe des Alpes einst von Emil Giezendanner zu Ehren seines zu früh verstorbenen Bruders.


Erfahrung sammeln

Den Freitag nutzte ich für drei Trainingsflüge auf dem Modellflugplatz der Modellfluggruppe Flaachtal. Zum Glück liegt die Piste nahe an einem Waldrand, so konnte ich der grossen Hitze entfliehen und im Schatten die Flüge der anderen Piloten analysieren.


Beobachten und lernen

Mit Lassi Nurila aus Finnland war sogar ein ehemaliger Welt- und Europa-meister am Start. Durch das genaue Beobachten seiner Flüge konnte ich enorm viel lernen. Aber auch von den anderen Teilnehmern aus Deutschland, Italien, Norwegen, Frankreich und der Schweiz lässt sich viel abschauen. Als Junior ist vieles im Wettbewerb schliesslich noch neu für mich.

Es gab jedoch nicht nur in der Luft etwas zu sehen. Am Samstag machten wir uns früh auf den Weg. Einerseits wollten wir genug Zeit für die Vorbereitung haben, andererseits sicherten wir uns so einen guten Parkplatz. Die Ersten waren wir trotzdem nicht: Wettbewerbsleiter Emil Giezendanner war bereits tatkräftig aktiv und bereitete alles vor.

Die zwei Flüge im P-27-Programm gelangen mir am Samstag sehr gut, obwohl der Wind die Bedingungen anspruchsvoll machte. Auf der Rück-fahrt vom Abendessen knipsten wir noch ein paar Erinnerungsfotos als Andenken an dieses grossartige Wochenende.

Am Sonntag bot sich das gleiche Bild: Emil war wieder der Erste auf dem Platz. Obwohl er es in seinem Alter ruhiger angehen lassen könnte, merkt man einfach, wie sehr ihm die Coupe des Alpes am Herzen liegt. An diesem Tag flog ich einen weiteren Durchgang P-27, was für den hervorragenden 5. Rang reichte. Da die besten sechs Piloten den Final erreichen, durfte ich anschliessend noch zwei Flüge im anspruchsvollen F-27-Programm absolvieren, die mir ebenfalls gut gelangen. Mit dem 5. Schlussrang bin ich mehr als zufrieden. Die Urkunde und den schönen Pokal werde ich zu Hause stolz meinem Grossvater zeigen – er freut sich ganz bestimmt riesig.



Förderung und Training

Ein grosses Dankeschön geht an This Bosshard, einen meiner Trainer, der mich grosszügig unterstützt. Er fördert den Kunstflug gezielt und motiviert junge Talente, in die F3A-Szene einzusteigen – genauso, wie er es auch bei mir getan hat. Wenn ich sehe, wie nah meine Junior-Kollegen am Aufstieg in diese Kategorie sind, stimmt mich das sehr zuversichtlich für die Zukunft der Schweizer F3A-Kunstflugszene.

Den Trainingsaufwand darf man allerdings nicht unterschätzen. Dabei hilft es enorm, mit Freunden oder in einer Gruppe zu trainieren. Mit Sandro Veronelli vom Nachbarverein MG Reichenburg habe ich einen idealen Trainingspartner gefunden, mit dem ich mich super verstehe. Wir pushen uns gegenseitig: Egal, ob wir bei ihm oder bei uns bei der MG Buttikon trainieren, wir profitieren immer voneinander. Wer im Kunstflug Erfolg haben will, braucht eisernen Durchhaltewillen. Nebenbei hat meine Ausbildung zum Polymechaniker weiterhin oberste Priorität.

Dieses Wochenende konnte ich zudem die hervorragende Organisation der MFG Flaachtal miterleben. Vielleicht wirke ich in Zukunft selbst einmal im OK einer solchen Veranstaltung mit – da hilft jede gesammelte Erfahrung. Vielen Dank an die MFG Flaachtal für den grossartigen Einsatz und dieses rundum gelungene Wochenende!


Internationales Teilnehmerfeld.


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