11. Freiflug-Seminar in Aarau
28 Freiflieger trafen sich im Februar zu ihrem traditionellen Fachseminar. Sie hatten wiederum Gastrecht in den für solche Anlässe vorzüglich ausgerüsteten Räumlichkeiten der Kaserne Aarau. Anstelle von viel Theorie standen diesmal Praxis und Tipps im Vordergrund.
Tagungsleiter Christian Gugger freute sich, eine doch stattliche Anzahl Teilnehmer begrüssen zu dürfen. Allerdings war nicht ganz zu übersehen, dass das Durchschnittsalter der Teilnehmer und das Pensionsalter recht nahe beieinander lagen.
In einem kurzen Abriss orientierte der Präsident der Fachkommission Freiflug F1, Christoph Bachmann, über deren Arbeit und den Schweizerischen Modellflugverband SMV im Allgemeinen. Dazu gehörte eine Reihe wichtiger Informationen:
- Hervorzuheben: Die namhafte finanzielle Unterstützung des Modellflugs durch die Stiftung Pro Aero und durch Swiss Olympic.
- Neu ab 2009: Ausländer können schon nach 2 Jahren Niederlassung für die Schweiz startberechtigt sein.
- Verdienter Rückzug: Kurt Bleuer ist nach vielen Jahren Mitarbeit in der FaKo F1 auf Ende 2008 zurückgetreten.
In einem interessanten historischen Abriss führte Maurice Bodmer durch die Entwicklung der Nurflügelmodelle. Sein fundiertes Wissen dazu erstreckt sich von den frühen 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts bis in die Neuzeit. Vögel sind ja bekanntlich ausgezeichnete Flieger – und Nurflügler. Daraus abgeleitet, steckt nach Meinung von Maurice noch ein grosses Potenzial in der Entwicklung von Nurflüglern.
Dieter Siebenmann, langjährig erfahrener Saalflieger, bietet bei genügendem Interesse einen Kurs «Saalflug» an. Dabei sollen die Teilnehmer an zwei Samstagen Gelegenheit haben, ein wettbewerbsfähiges Modell zu bauen.
Dieter Siebenmann ist – als Mitarbeiter beim Projekt «Solar Impulse» von Bertrand Piccard – Fachmann in der Verarbeitung von sogenannten Prepregs. Prepregs sind industriell vorgefertigte und eingeharzte Kohlegewebe, welche bei entsprechender Kühlung bis zu einem Jahr haltbar sind. An verschiedenen praktischen Beispielen zeigte er deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Modellbau.

Stuermagnete von F1E-Modellen verlieren zwangsläufig mit der Zeit an Feldstärke. Um diese Magnete wieder aufzuladen, betreibt Charles Stierlin (MG Dintikon) seit vielen Jahren ein aufwendiges Ladegerät. Magnetflieger können ihre Magnete jederzeit bei Charles Stierlin auf Vordermann bringen lassen.
Andreas Tschanz – Spitzenpilot bei den Magnetfliegern – zeigte in einem hochinteressanten Beitrag an praktischen und theoretischen Beispielen, worauf es bei der Auslegung von F1E-Modellen ankommt.
Zum Schluss konnten die Teilnehmer an Freiflugmodellen verschiedener Kategorien Detaillösungen betrachten und für sich manchen praktischen Tipp mit nach Hause nehmen. Vielen Dank an die Referenten, die denTeilnehmern einen lehrreichen Nachmittag bescher- Heiner Borer

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