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RC-Turbinenseminar mit JetCat und swiss-scale-helikopter.ch

von Anton Laube
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RC-Turbinenseminar mit JetCat und swiss-scale-helikopter.ch

Am 15. April fand ein Turbinenseminar statt. Organisiert wurde es von der MG Swipair. Die Theorie wurde von der Firma JetCat (Roman Kulossek) und swiss-scale-helikopter.ch (Toni Laube) den Teilnehmern vermittelt. Über 40 wissenshungrige Turbinenflieger, oder solche, die es später einmal werden wollen, fanden den Weg zum Regionalflugplatz auf dem Birrfeld.


Ein- und Umsteiger

Gerichtet war dieser Anlass schwerpunktmässig an Ein- und Umsteiger, aber auch an Fortgeschrittene, die mehr über die Technik in ihrem Turbinenmodell und dessen Zubehör erfahren wollten. Dabei ging es allerdings nicht um das reine Funktionsschema einer Turbine, sondern vor allem um das Drumherum wie Austausch, Praxis und Tipps. Die Teilnehmer konnten auch ihre Modelle mitbringen, um gewisse Probleme vor Ort von den beiden Fachleuten lösen zu lassen.



Die eigens für diesen Anlass erstellte Präsentation fand grossen Anklang.

Vielfach sind es Kleinigkeiten, die dem Modellpiloten mit seiner Turbine das Leben zum Albtraum werden lassen können. Einleitend erzählte Toni Laube, mit welchen Fragen und Problemen von Kunden er in seinem auf turbinengetriebene Helikoptermodelle spezialisierten Modellbaugeschäft tagtäglich konfrontiert ist. Vielfach hat sich ein Kunde bereits auf ein Modell «eingeschossen», aber ein vernünftiger Einbau einer Turbine darin ist gar nicht möglich, weil die Abgasrohre nicht optimal geführt werden können und so den Rumpf unnötig aufheizen. Aber auch die gewählte Mechanik kann zu schwach sein, um die Leistung der Turbine aufzunehmen. Meistens wird aber das Drumherum in der Turbinenfliegerei unterschätzt. Nicht immer ist es optimal wegen der Ausdünstung, eine Turbine in der Wohnung zu lagern. Wunschmodell und Realität können manchmal weit auseinander sein. Roman Kulossek von JetCat bestritt danach seinen Part ebenfalls nahe an der Praxis. Er hat seinen Vortrag auf die jeweiligen Tagesprobleme mit Kunden und Modellturbinen in der Firma seines Arbeitgebers abgestützt. Weiter informierte Roman die Teilnehmer auch über die aktuellen Verbesserungen und Weiterentwicklungen im Hause JetCat. Ein grosses Problem, mit welchem auch die anderen Turbinenhersteller kämpfen, ist die Qualität der Bürstenmotoren (Mabuchi), welche als Starter- und Pumpenmotor eingesetzt werden. Die Ausschussquote bei den gelieferten Motoren liegt heute bei fast 50%, so Kullosek. Dieses Problem hat JetCat bereits früh erkannt und die Software-Version V12 entwickelt. Diese Version kann die robusteren und viel zuverlässigeren Brushless-Motoren ansteuern und viele Probleme sind dadurch in den Hintergrund getreten. Aktuell ist man dabei, alle Versionen auf den neusten Stand zu bringen, was zeitnah auch erledigt sein wird. Ebenfalls zu erfahren war, dass alle Brushless-Pumpen im Werk bereits eingelaufen lassen werden. Dadurch ist von Anfang an eine tiefere Pumpenspannung möglich und ein «Schiessen» der Turbine im späteren Betrieb beim Starten wird minimiert oder gar ausgeschlossen. Am Schluss dieses Seminares war auch von renommierten anwesenden Jetpiloten zu hören: «Das habe ich nicht gewusst oder hörte ich zum ersten Mal.» Dies ist für die Organisatoren und Kursleiter ein Grund dafür, dass im Herbst 2023 (Termin steht noch nicht, wird aber später auch hier publiziert) ein zweiter, praktischer Teil mit dem eigenen Modell auf einem Flugplatz folgen wird.




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