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Modellflugzeuge am Eglisauer Himmel

von René A. Schnorf
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Bei schönstem Wetter konnten wir den traditionellen Flying Circus am 25. und 26. August 2007 zum fünften Mal durchführen. Gleichzeitig war es auch ein Fest zum 35-jährigen Bestehen des Eglisauer MGZ-Modellflugplatzes.


Dieser Anlass war nicht nur eines der üblichen Freundschaftstreffen unter den Modellfliegern, sondern auch eine Leistungsschau mit hervorragenden Spitzenpiloten und deren Modellflugzeugen, welche auf dem MGZ-Modellflugplatz für die umliegenden Gemeinden durchgeführt wurde. Die Modellfluggruppe Zürich ist seit vielen Jahren bekannt, dass sie solche Anlässe als Gastgeber durchführt. Einerseits will sie periodisch die Öffentlichkeit über den neusten Stand im Modellflugsport informieren, und andererseits will sie einen guten Kontakt mit den Piloten anderer Modellfluggruppen pflegen. Die Modellflugzeuge, die an diesem Wochenende am Boden und in der Luft zu sehen waren, haben das Bisherige in vieler Hinsicht übertroffen. Abwechslung, Action, Spass und Spannung waren an diesem Wochenende angesagt und entsprachen absolut einem «Flying Circus». Das modellflugbegeisterte und zahlreich anwesende Publikum verdankte die gezeigten Darbietungen immer wieder mit viel Applaus. Aus der Luft wurden wir begrüsst von einem Mann-



tragenden Piper und einem Bücker. Beide Flugzeuge sind vom Flugplatz Schaffhausen gestartet und zeigten einige Flugfiguren, soweit diese bezüglich Flugzeug und im kontrollierten Luftraum möglich waren. So erwiesen sie uns und den Zuschauern auf diese Weise ihre Präsenz.



48 Modellflugzeuge, vom Oldtimer bis zum Jet, wurden von 31 Gast-Modellflugpiloten aus 15 verschiedenen Modellfluggruppen pilotiert. Eine Augenweide am Boden und in der Luft. Da war ein Bücker mit 2,64 Meter Spannweite und einem Gewicht von 15 kg, dort nachgebaute Modellflugzeuge aus den Zwanzigerjahren. Imposant waren auch der Mustang P51 und die Spitfire MK9, Militärflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg. Besonders aufgefallen ist ein zweimotoriger B-25-Bomber mit einer Spannweite von 3,08 Metern und einem Gewicht von 24 kg. Ein besonderes Highlight war ein englischer SAE-5A-Doppeldecker, der wie «echt» Maschinengewehrsalven schoss und schliesslich noch eine kleine Styroporhütte durch «Bombenabwurf» in die Luft jagte. Die hohe Kunst im Synchronflug zeigten zwei Yak-54-Modellflugzeuge. Die Neuzeit wurde abgerundet mit verschiedenen turbinengetriebenen Modellflugzeugen wie Tornado, Hornet, Panter F9, Tucano usw. Stark vertreten waren auch Segelflugzeuge aus verschiedenen Epochen, darunter Modellmotorsegler modernster Bauart. Natürlich fehlten auch Helikopter nicht, und die Depronflieger zeigten zur Abwechslung eine lustige Fuchsjagd in der Luft. Zur Freude der vielen Kinder «regnete» es manchmal rund zwei Kilo Zeltli vom Himmel, die von einer Wilga auf die Flugpiste abgeworfen wurden.

Zuschauer fragten interessiert nach Details wie Aerodynamik, Flugmechanik, Triebwerke, Leistungen usw. der ausgestellten Modellflugzeuge. Ein fast geräuschloses Fliegen zeigten die Piloten mit grossen Elektromodellflugzeugen, die relativ schwere Segelflugzeuge schleppten. Noch vor wenigen Jahren hätte man nicht gewagt, von einer grossen Zukunft der Elektroflieger zu sprechen.

Zudem wurde die Gelegenheit benutzt, einige Zuschauer über ihre Meinung bezüglich Modellfluglärm und Umweltverträglichkeit zu befragen. Manche hatten dazu keine Meinung, denn sie kamen wegen der Festwirtschaft. Andere kamen, weil sie etwas erleben und die Zeit vertreiben wollten. Die meisten Zuschauer waren gekommen, weil sie von der Modellfliegerei begeistert sind. Ihnen ist es egal, ob die Modellflugzeuge mit Elektro- oder Kolbenmotoren bzw. mit Gasturbinen ausgerüstet sind. Zwei aber waren gekommen, die sagten, dass sie keinen Sinn in der Modellfliegerei sehen, dieses Spektakel «daneben» finden, und sie fügten bei, dass solche Aktionen verboten werden sollten, denn nach ihrer Meinung ist diese Art von Fliegerei gefährlich und es fehle der Unterhaltungswert. Es sieht so aus, als gehen den Lärmgegnern und Umweltschützern bezüglich Modellflugsport langsam die Argumente aus.

Bestens gedankt sei an dieser Stelle allen Modellflugpiloten, die nach Eglisau gekommen sind.


René A. Schnorf,
Ehrenpräsident,
Modellfluggruppe Zürich



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