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IGG Winteranlass Besuch bei Glasflügel und Schempp-Hirth

von Sascha Bitterli
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Ein Sprichwort sagt: «Der frühe Vogel fängt den Wurm.»


Normalerweise pflege ich dann zu sagen: «Der frühe Vogel kann mich mal», aber natürlich nicht, wenn ein Winteranlass mit 40 IGG-lern ansteht. Somit stand auch ich am 18. Februar noch vor 6 Uhr mit den anderen IGG-lern in Horw bereit, den Gössi-Car zu besteigen. In Henggart sammelten wir noch die Zürcher und Ostschweizer ein und machten uns auf den Weg nach Grabenstetten (DE) Richtung Glasflügel-Galerie. Bei der Autobahnauffahrt Schaffhausen fuhren uns die Uniformierten vor. Es kam, wie es kommen musste, und auf deren Fahrzeugdach leuchtete unverkennbar der Hinweis «Bitte folgen» auf. Unserem Schaffhauser Präsidenten Don Attilio versicherte ich sogleich, dass ich seine Familie dann schon informieren würde, auf welchem Polizeiposten er abzuholen sei. Die Polizei interessierte sich jedoch mehr für unseren topmodernen Reisecar, und so wurde dieser im Güterbahnhof auf Herz und Nieren überprüft und gewogen. Als wir auf der Grube standen, damit der Polizist unseren Reisecar von unten kontrollieren konnte, schrie einer von hinten lautstark: «Alles bereit, wir können den Fäkalientank leeren!» Die Schwerverkehrskontrolle haben wir nichtsdestotrotz mit Bravour bestanden und durften mit 30 Minuten Verspätung unsere Reise fortsetzen. Unser Chauffeur Franz hatte diese kleine Hürde souverän gemeistert und verschonte uns auf der weiteren Reise vor unplanmässigen Zwischenstopps.


Glasflügel-Galerie

Bei der Glasflügel-Galerie angekommen, wurden wir von Christian Walliser, ein Mitarbeiter der Firma Streifeneder, und Wolfgang Binz, Autor des Buches «Glasflügel – Eugen Hänle – der Pionier des GFK-Flugzeugbaus», herzlichst empfangen. Wir teilten die Gruppe auf und fuhren mit der einen Hälfte gleich weiter zum Flugplatz Grabenstetten, wo wir von unserem Mitglied Erhard zu Kaffee und Butterbrezen erwartet wurden. Hierzu einen herzlichen Dank an Erhard für die gesponserten Butterbrezen! Natürlich wurde auch der dortige Hangar bis in die hinterste Ecke bestaunt und nach Raritäten und Kuriositäten abgesucht. Die zweite Hälfte der Gruppe ging zuerst in die Glasflügel-Galerie, wo Wolfgang Binz uns IGG-lern persönlich die Geschichte von Eugen und Ursula Hähle und der Firma Glasflügel erzählte. Die diversen Exponate in der Galerie wurden natürlich


Wissenswert hierzu ist, dass die Firma Streifeneder für die ca. 1400 Glasflügel-Segelflugzeuge in aller Welt im Rahmen der Musterbetreuung sämtliche Service- und Reparaturarbeiten durchführt und auch alle benötigten Ersatzteile dazu liefert.



mit modellfliegerisch geübtem Blick bestaunt und alle darin enthaltenen Raffinessen analysiert und untereinander diskutiert. Danach durften wir auch noch einen Teil der Werkstatt der Firma Streifeneder im Hauptgebäude nebenan inspirieren, wo uns ihr Mitarbeiter Christian Walliser erklärte, welche Arbeiten dort an den Segelflugzeugen gerade anstehen.


Schempp-Hirth

Natürlich wurden die Gruppen nach rund einer Stunde ausgewechselt, sodass alle alles zu sehen bekamen. Nachdem wir wieder vereint auf der Hahnenweide ein Mittagessen im dortigen Pistenrestaurant genossen durften, ging es gleich weiter nach Kirchheim unter Teck

in die heiligen Hallen von Schempp-Hirth. Unser Mann dort war kein Geringerer als der langjährige Vertriebsleiter von Schempp-Hirth, Hans-Georg Berger, von allen nur «Biggo» genannt. Man merkte gleich, dass Biggo, obwohl im «Unruhestand», noch immer mit Leib und Seele für die Firma Schempp-Hirth einsteht. In einer rund einstündigen Führung konnten wir dort Schritt für Schritt sehen, wie unsere grossen Vorbilder entstehen. Biggo hatte auf all die vielen Fragen der IGG-ler natürlich immer souverän eine passende Antwort parat und liess mit seinen Erzählungen und Anekdoten die Zeit sprichwörtlich wie im Fluge vergehen.



Nach einem rundum geglückten Anlass kamen wir dann ohne unplanmässigen Zwischenstopp glücklich und um etliche Eindrücke reicher zu Hause an.




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