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Einblicke ins Indoorfliegen

von Michel Hauser
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Das Modellfliegen in der Halle findet auch in der Schweiz immer grösseren Anklang. Gerade in den Wintermonaten, wo die Tage kürzer und kälter werden, ist es ein ungemein interessanter Ausgleich zum Outdoor-Flug.


Meine Erfahrungen als Einsteiger

An dieser Stelle will ich meine in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen weitergeben, um den Einstig etwas zu erleichtern. Ich beschränke mich in diesem Beitrag auf die kunstflugtauglichen, elektrobetriebenen Depronmodelle. Fliegerisch wird vom Piloten in der Halle einiges abverlangt. Mit dem richtigen Material kann diese Hürde etwas heruntergesetzt werden, und jeder, der an der Sache etwas dranbleibt, wird Spass daran bekommen. Welches Modell soll ich kaufen? Soll ich eines selber bauen? Welche Komponenten soll ich einsetzen? Nicht ganz einfache Fragen. Hier versuche ich, meine Indoorerfahrungen weiterzugeben. Zuerst einmal zu den Einsteigern. Vorzugsweise hat ein klassisches Indoormodell zwei-schen 800 mm und 900 mm Spannweite mit etwa der gleichen Rumpflänge. Das Abfluggewicht eines aktuellen Modells liegt zwischen 120 g und 150 g. Dies trifft für einen Eindecker mit käuflichen, aus dem Regal eingebauten Komponenten zu. Beim Bau eines Indoormodells muss das Abfluggewicht möglichst tief gehalten werden. So kann das Modell sehr langsam geflogen werden, was mehr Zeit für die Flugmanöver gibt.


Gedankenanstoss

Wenn an einem 130 g leichten Modell 13 g eingespart werden, sind das 10% Gewichtsreduktion. Dies ist beim Fliegen in der Halle spürbar. Trotzdem macht es keinen Sinn, um jeden Preis auf Kosten – ich sage Flugqualität/Steuerpräzision – Gewicht einzusparen. Jede Gewichtsreduk-tion macht nur Sinn, wenn dadurch die Technik nicht negativ beeinträchtigt wird. Im Prinzip einfach alles weglassen, was nicht wirklich benötigt wird und überflüssig ist. Dies ich eigentlich auch beim Outdoorfliegen nicht anders.


Richtwerte (heutiger Stand)
  • Antriebsmotor in der Gewichtsklasse um 18 g
  • Regler ca. 8 Ampere mit einem Gewicht um 8 g
  • Empfänger mit einem Gewicht um 5 g
  • Antriebsakku 2 S Lipo 7,4 V zwischen 300 mAh und 450 mAh um 18 g
  • Propeller GWS ca. 8 × 3,8
  • Servos mit Gewicht um 6 g

Wahl des Modells

Wenn man sich an den oben beschriebenen Abmessungen orientiert, kann macht eigentlich nicht viel falsch machen.

Die verbreitetsten Modelle sind heute mit Kreuzrumpf aufgebaut und die «Tragflächen» unprofiliert. Diese Konstruktion hat sich in der Halle durchgesetzt und bewährt. Es ist eben die leichteste und zweckmässigste Variante.


Die Weiterentwicklung

Hier ein paar Eindrücke und Ideen, wie man die Komponenten bearbeiten kann, um das Abfluggewicht zu reduzieren. Vorweg: Diese zeitaufwendigen Bearbeitungen sind für das «normale Indoorfliegen» nicht zwingend notwendig. Das Modell fliegt mit den heutzutage aus dem Regal erhältlichen Komponenten einwandfrei. Die treibende Kraft ist der Spass an der Sache, welcher mich auch bewogen hat, diesen Bericht zu schreiben. Im Indoorbereich gibt es unter anderem die Wettbewerbsklasse F3P. Wie in der Klasse F3A werden vorgegebene Figuren in der Halle geflogen.


Die farbliche Gestaltung:

Nicht zu viel Farbe auftragen, sparsam umgehen. Es ist erstaunlich, wie viel Farbe wiegt. Wenn eine Airbrushpistole vorhanden ist, eignen sich stark pigmentierte, gut deckende Farben. Diese können dünn aufgetragen werden. Ein Tipp: Für die Edding-Filzschreiber sind Nachfüllkartuschen im Fachhandel erhältlich (rot, schwarz, blau, grün, gelb). Diese eignen sich vorzüglich für Airbrush auf Depron.

In diesem Sinne viel Spass am Indoorfliegen. Auf jeden Fall sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt.

Michel Hauser




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