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M24 V380 – Der grosse Bruder des beliebten M24 V275

von Paul Stürchler
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Der grosse Bruder des beliebten M24 V275

So ist es... mit ihm (dem Kleinen) war ich viel unterwegs. Er hat mich eigentlich nie im Stich gelassen, sondern immer die Thermik oder das leichteste Lüftchen mitgenommen. Mit ihm habe ich viele schöne Thermikflüge erlebt, in der Ebene mit nur wenigen Sekunden Motorsteigen oder auch am Hang, bei leichtem Wind oder schwacher Thermik. Wird der grosse Bruder auch so gut sein? Eine Antwort bekomme ich nur, wenn ich einen baue. Packen wir's an...

Das Leergewicht des M24-V380-ARF-Bausatzes beträgt gerade mal 1270 g bei einer Spannweite von 3,8 m. Flugfertig wiegt er ca. 1900 g. Das ergibt eine Flächenbelastung von ca. 21 g/dm².


Der Flügel

Die Tragflächen sind aus leichtem XPS-extrudiertem Polystyrol hergestellt, das mit hochwertigem Glasgewebe in einem Winkel von 45° belegt ist. Dies ergibt eine gute Torsionssteifigkeit. Carbonverstrebungen in den Flügeln, der Höhe und dem Seitenleitwerk sorgen für eine hervorragende Biegefestigkeit. Schächte für Quer- und Wölbklappen-Servos sind ausgefräst und die Servokabel schon eingezogen. Der Flügel ist dreiteilig, als Flächenverbinder dienen Kohlerundstäbe 8 mm Ø, befestigt wird das Mittelstück mit zwei Senkkopfschrauben auf dem Rumpf. Der Motorspant ist leicht zurückgesetzt und passt sehr gut, auch die HLW-Halterung ist sauber gefertigt und wie der Motorspant ein 3D-Druckteil. GFK-Ruderhörner für Quer- und Wölb-Bremsklappen, Spanten und Servobrettchen, Einschlagmuttern und diverse Halterungen, Bowdenzüge mit 0,8 mm Stahldraht, Kohlerundstab für die Kabinenhaubenbefestigung etc. runden den Kleinteilesatz ab.


Rumpf

Der Rumpf besteht aus einer Kohlefasergondel, an die sich ein Carbonrohr anschliesst. Durch die Kabinenhaube ist der grosszügige Raum für alle Komponenten gut zugänglich. Dank des eingebauten Ballastrohres lassen sich bis zu 640 g Gewicht (optional) zuladen, wodurch der M24 V380 bei allen Wetterlagen eingesetzt werden kann. Das «Syner J mod.»-Profil verspricht gute Thermik- und Gleitflugeigenschaften in Kombination mit der doppelten V-Form der Tragfläche. Der 4-Klappen-Flügel lässt dem versierten Modellflugpiloten weitere Optimierung in den verschiedenen Flugphasen zu (Speed, Thermik, Butterfly, Snap-Flaps etc.).

Auch hat das Modell dank seiner dreiteiligen Tragfläche und abnehmbaren Leitwerke ein sehr kleines Packmass. Dadurch kann der M 24 V380 ausgesprochen einfach transportiert werden. Da das Ganze sehr leicht und im Positivverfahren gefertigt wird, ist die Druckfestigkeit der Teile nicht sehr hoch. Man sollte die Flächen unbedingt mit Flächentaschen schützen, damit es beim Transport keine Dellen gibt. (optional). Wer gerne lange Thermikflüge macht und daher



einen grossen Akku einbauen möchte, hat oft ein Problem mit dem Schwerpunkt. Dafür bietet der M24 eine saubere Lösung. Im Heckrohr, unter dem Seitenleitwerk befindet sich ein kleiner Schacht, um das Ausgleichsgewicht sicher unterzubringen. Die Schrauben am Seitenleitwerk fixieren das Ganze am Schluss.



Technische Daten
Spannweite:3800 mm
Länge:1805 mm
Gewicht (flugfertig):1895 g
Tragflächeninhalt:90,2 dm²
Flächenbelastung:ca. 21 g/dm²
Ballast/Zuladung:64 bis 640 g
Profil:Syner J mod.
Schwerpunkt:95,5–100 mm

Verbaute Komponenten
Servos H/S:KST DS213MG
Servos Q/W:KST DS125MG
Motor:AXI 2814/12 V2 Long Outrunner 1390 kV
Luftschaube:CamCarbon 10×6
Spinner:Turbo-Spinner Alu 34 mm Ø
Regler:Jeti Advance Pro 70A SB HS
Akku:Lipo 1600 mAhc3S
Empfänger:Jeti 7 Kanal

Einstellungen und Flüge

Nach einigen Tagen Bauzeit konnte ich die Grundprogrammierung vornehmen. Zuerst wurde das Modell auf die Schwerpunktwaage gelegt. Mit dem 1600-mAh/3S-Lipo-Akku ergab sich ein SP von 92 mm ab Flügelvorderkante. Da ich keine Einstellwerte hatte, habe ich den Schwerpunkt und die Ruderausschläge nach meinem Gefühl eingestellt. Eingeflogen habe ich den M24 V380 an einem schönen, sonnigen Tag. Der erste Start verlief normal, mit Motorkraft auf Höhe, ein paar Klicks Höhentrimmung und der M24 V380 flog.

Sofort merkte ich, dass der Schwerpunkt nicht stimmte. Also nochmals auf Höhe und im 45°-Winkel nach unten. Das Modell fing sich sofort ab, der Schwerpunkt war zu weit vorne. Im grossen Rumpfbott konnte ich den Akku so weit nach hinten verschieben, dass eine Schwerpunktlage von 95,5 mm erreicht wurde, jetzt machte das Modell einen weiten Abfangbogen und war richtig eingestellt.

Der eingebaute AXI-Motor ist stimmig und befördert das Modell im 45°-Winkel auf Höhe. Das Fliegen wird zum Erlebnis. Im Kreisflug lässt sich der M24 sehr gut mit dem Seitenruder steuern, Querruder nur noch zur Unterstützung der Schräglage, einfach genial... so muss es sein. Grosses Vergnügen bereitet auch das grossräumige Fliegen, hier kommt die Dynamik so richtig zum Tragen, Quer- und WK ca. 2 mm nach oben gestellt, fliegt das Modell schnurgerade vom Abwindfeld in die nächste Thermik. Auch Looping, Turns und schnelle Vorbeiflüge am Hang, alles macht der Grosse mit und ich kann mir vorstellen, dass in der nächsten Saison der M24 V380 von einigen Piloten im harten Wettbewerb eingesetzt wird. Viel Spass mit deinem M24 V380 – vielleicht treffen wir uns irgendwo an einem Hang!




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