Canard Avanti— die «gemauserte» Stockente
Die Magnetente «Canard Avanti» ist eine Weiterentwicklung der «Stockente» Wild Duck.
Das auffälligste Kennzeichen ist der verhältnismässig kurze Flachrumpf, der etwa bis zum Schwerpunkt ein schlankes Dreieck im Querschnitt aufweist, im Rumpfende ein Rechteck. Die vordere Seitenfläche, die beim Entenmodell «Wild Duck» noch als eigene Kopfflosse ausgebildet war, ist hier im Rumpfvorderteil enthalten. Der Rumpf ist mit 1150 mm Länge relativ kurz gehalten, damit er ungeteilt auch in einer kleineren Transportkiste Platz findet.
Die Steuerung ist hier als Voll-Hecksteuerung mit Gabeluntersetzung ausgebildet. Das Heckgewicht dient zum Ausgleich des Kopfgewichtes, das durch den erhöhten Rumpfquerschnitt und das robuste Kopfleitwerk entsteht.
Der Hauptflügel selbst ist höher gestreckt als beim Vorgängermodell «Wild Duck», und die Flügelknicke liegen hinter den Enden des Kopfleitwerks, so dass die Randwirbel des Vorflügels sozusagen in das Knickbett zu liegen kommen, wie Versuche mit längeren Wollfäden im «ausgehungerten» Flug anzeigten.
Das Hauptflügelprofil ist rückwärts etwas stärker gewölbt als bei der «Wild Duck», und die Nase ist auch etwas stärker eingeknickt. Dies hatte zur Folge, dass der Schwerpunkt etwas weiter zurückverlegt werden konnte als beim Vorgängermodell, beziehungsweise dass die EWD sogar etwas verringert werden konnte.
Das Kopfflügelprofil war ursprünglich eine «Gewölbte Platte». Die Unterseite wurde dann wie bei der «Wild Duck» in der ersten Hälfte nach Art des Jedelsky-Standardprofils ausgefüllt. Die EWD konnte daraufhin noch weiter verkleinert werden.
Zunächst wurde für das Kopfleitwerk ein 3-D-Turbulator aus 0,6 mm Karton verwendet. An dessen Stelle trat dann später eine vorgespannte Turbulenzschnur von etwa gleicher Dicke.
Die Flugleistungen sind natürlich beim Modell «Canard Avanti» besser als bei der «Wild Duck.»
Das Modell kann bei der Eintrimmung auf Längsstabilität ganz ohne Steuerung geflogen werden. Man sollte diese Einflugphase sehr gründlich vornehmen.
Anfragen oder Erfahrungsberichte nimmt gerne entgegen:
Hans Gremmer, Oberbreitenauerstr. 11, D-8300 Landshut, Tel. 0871/7 36 31

| Wingspan: | 2380 mm |
| Wing area: | 35 dm2 |
| Stab. area: | 7 dm2 |
| Surface area: | 42 dm2 |
| Weight: | 450 g |
| Loading: | 11 g/dm2 |
Drawing by P. D. G. Arghir
(und Gremmer)
Scale: 1:10, 1:1
Hans Gremmer
1989 F1E Glider


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