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F5J – Rückblick auf die Saison 2022

von Marco Cantoni
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Die Schweizer F5J-Meisterschaft fand dieses Jahr relativ früh statt. Am 22. Mai versammelten sich die F5J-Begeisterten aus der ganzen Schweiz in Nods (FR) auf dem Gelände des AirCCchasseral. Die Bedingungen waren sowohl wettertechnisch als auch hinsichtlich der Beschaffenheit des Modellflugplatzes optimal. Es konnten sechs Qualifikationsläufe und drei Fly-offs durchgeführt werden. Der Bericht erschien in der MFS 4-2022. Die detaillierten Ergebnisse sowie Statistiken zu den Start- und Landehöhen finden Sie auf der Startseite des SMV unter „Ergebnisse“.


F5J-Europameisterschaften in Szeged, Ungarn

Drei Kollegen aus der Westschweiz waren dabei: der Fahrer Pierre Maquelin, sein Beifahrer François Bommottet sowie Thierry Ruef. Zahlreiche «Fans» konnten die Videokommentare von Thomas Wackerlin und die täglichen Berichte von Trainer Pierre Bühler über den Facebook-Account «F5Schweiz» und die Homepage der FSAM verfolgen. Ein großes Dankeschön an die beiden Korrespondenten.


Analyse und Erkenntnisse

Was können wir verbessern, um unseren Piloten im internationalen Vergleich noch bessere Chancen zu verschaffen? Das individuelle Training auf dem eigenen Modellflugplatz hat ganz klare Grenzen: Man kann Landungen üben, fliegen und verschiedene Einstellungen testen. Das macht einen jedoch nicht automatisch zu einem erfolgreichen Piloten. Andererseits lässt sich beobachten, dass die Teilnehmer an den Fly-offs ausnahmslos 50-Punkte-Landungen hinlegen... Fazit: Trainiert wie verrückt, bis ihr bei jedem Wind nur noch 45 und 50 Punkte bei der Landung erreicht! Eine unverzichtbare Grundkompetenz! →



Sein Modell kennen

Bei jedem Fly-off trifft man auf eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle, und keines hebt sich offensichtlich von den anderen ab. Aber das beste Flugzeug ist immer noch das, das man blind fliegen kann – das, bei dem man die notwendigen Korrekturen vorhersagen kann, noch bevor sich der Flügel oder die Rumpfnase neigt. Lernen Sie Ihr Flugzeug kennen!


Geringe Einstiegshöhe

Da gibt es noch Potenzial. In welcher Höhe sollten Sie den Motor abstellen? Welches Risiko? Welcher Gruppe sollten Sie folgen? Wenn alle gezwungen sind, im selben Sektor zu fliegen – was in den letzten Jahren auf typischen kleinen «Schweizer» Flugplätzen leider oft der Fall war –, braucht man kein besonderes «Gespür», um die Geländestruktur zu erkennen und zu erraten, wo die nächsten Thermiken entstehen werden. Man fliegt im Schwarm, steigt etwas weniger hoch als die anderen und macht den Unterschied durch einen sauberen Flug. Bei internationalen Wettkämpfen im Ausland sieht das meist ganz anders aus, und die Flugzeuge verteilen sich nach dem Start in alle Richtungen.


Flugtechnik

Wohin nun, wem folgen? Um die Intuition zu schulen, sind Gruppenflüge notwendig. Bereitet gemeinsam mit anderen Piloten – sowohl im Training als auch im Wettkampf – vor dem Flug eine Taktik vor. Studiert das Gelände. Erkennt die Kontraste in der Geländestruktur, beobachtet die Windrichtungen, bereitet einen Plan A und einen Plan B vor (falls die Thermik nicht oder nicht mehr dort ist, wo ihr sie erwartet?). Und wenn ihr sie (die Thermik) findet, dann: Bleibt drin... Ein erfahrener Pilot sagte mir einmal: Halte das Flugzeug um jeden Preis in der Thermik, auch wenn es nicht schön anzusehen ist! Oder mit anderen Worten: Manchmal ist das Kreisen in Thermiken vielleicht nicht ganz akademisch!

Es gibt Piloten, die scheinbar immer Erfolg haben. Man kann sie mit Bewunderung betrachten. Aber es gibt auch Möglichkeiten, die eigenen Schwächen zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten. Es ist hilfreich, wenn die detaillierten Ergebnisse (Zeiten, Start- und Landehöhen) von Wettbewerben verfügbar sind und analysiert werden. Eine Statistik kann manchmal dabei helfen, eine bisher unentdeckte Schwäche aufzudecken.



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