Geschichte

Lo 100 – ein Kunstflug-Segelmodell mit Geschichte

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Die Geschichte dieses Kunstflugseglers zieht sich mit viel Lob schon einige Jahrzehnte durch ganz Europa. Trotz mehrerer Versuche führender Hersteller, eine neue Konzeption mit gleicher Leistung zu suchen, fanden alle Piloten wieder zur Lo 100 zurück. Schauen Sie einmal die Tabellen der Plazierungen der Kunstflugweltmeisterschaften in den letzten Jahren an!

Nach mehreren Erfolgen konstruktiver Natur im Modellbereich hat sich nun auch die Firma Hager-Modellbau mit diesem Typ befasst. Fast alle Modellkonstruktionen der Lo hatten doch fast immer die gleichen Mängel aufzuweisen, Gleitwinkel und Gewicht waren die Hauptfehler. Doch nun habe ich gesehen, dass es möglich ist, diese für meine Begriffe sehr formschöne Maschine im Scale-Bau auf ein ungeahntes Leistungsniveau zu bringen.

Der Massstab, der mit 1:3 hier auf den ersten Blick als ein wahres Monstrum erscheinen lässt, täuscht. Erwähnenswert ist, dass Klapppen und Querruderservo in die Flächen eingebaut sind und somit ein Verlängerungskabel für dieses Lenksystem gebraucht wird. Zum Einfliegen ist zu sagen, dass der angegebene Schwerpunkt unbedingt einzuhalten ist, da besonders Schwanzlastigkeit zu grossen Schwierigkeiten führen kann. Ansonsten ist dieses Modell als besonders gutmütig zu bezeichnen, also ein Riesenamigo. Der Rumpf mit seiner grossen Höhe bedingt eine extreme Richtungsstabilität, die Wendigkeit im Kunstflug wird dadurch aber nicht beeinflusst. Geflogen werden kann alles, was an Kunstflugfiguren möglich ist, wenn die Geschwindigkeit mit dem Modell übereinstimmt. Als Hangsegler ist dieser Grosssegler sehr gut geeignet, eben ein Modell mit einer Fülle von Möglichkeiten. Auf-



sehen wird dieses Modell überall erregen. Da ich die Entwicklung dieser Lo 100 verfolgen konnte, die Meinungen der Skeptiker und Kollegen zu hören bekam, bin ich der Ansicht, dass all diese Stimmen ein positives Urteil abgeben werden, wenn sie dieses Modell einmal in der Luft gesehen haben.

Zu den technischen Daten ist zu sagen, dass mancher Modellbauer erschrocken sagen wird: viel zu gross. Der Massstab 1:3 (Scale) bedingt eine Spannweite von 3,33 m bei 43,5 cm Flächentiefe, eine Gesamtlänge von 2,07 m und ein Idealfuggewicht von 8 kg. Die Rippen können aus 2,5 mm Pappelsperrholz oder ein anderes Holz der gleichen Gewichtskategorie gefertigt werden (es muss nicht immer Balsa sein). Als Beplankung kann man Apachischälfurnier oder Balsa-hart mit 2 mm verwenden. Ansonsten gibt es über den Aufbau nichts Besonderes zu berichten, ausser dass ein Servo für beide Querruder und Klappen in jedem Falle ausreichend ist. Ein Punkt sei als Nachtrag noch einmal betont: Ein Kunstflugsegler bleibt immer das, wofür er konstruiert wurde. Die Ausstattung des Cockpits kann jeder nach seinen eigenen Ideen verwirklichen.

P.S. Flächenplan für Lo 150 in Vorbereitung.



Die Lo 100 von Hager ist ein wahrer Leckerbissen für Liebhaber von massstabgetreuen alten Segelflugzeugen. Tragfläche in «normaler» Rippenbauweise – auch wieder einmal etwas Schönes!

Unten: Hier werden die Balsaholme, Leisten und Brettchen zu ganzen Baukasten zusammengestellt.




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