Geschichte

Einstelltisch

von Ernst Bernet
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Eine spezielle Startbox kostet viel Geld und ein vollständiger Selbstbau braucht viel Zeit. In der Mitte liegt mein Einstelltisch, welcher grundsätzlich aus einem einfachen Warenhaus-Campingtisch besteht.


Damit die Beine nicht durch seitliches Anstossen oder wegen der Vibrationen und unebener Auflagefläche plötzlich einklappen, versieht man sie mitten in der Quertraverse innen mit je einem Loch von 3 mm Durchmesser. In ein Stück Rundholz (z.B. Besenstiel) von entsprechender Länge wird an beiden Stirnseiten zentrisch ein Nagel von 2,5 mm Durchmesser eingeschlagen. Diese beiden Nägel werden abgezwickt, so dass sie je etwa 10 mm vorstehen.


Zur Herstellung der Auflage zur Aufnahme der Helikufen brauchen wir rechteckige Holzplatten, z.B. gehobelte Dachlatten. Aus diesen wird ein Rahmen geleimt und genagelt, welcher wie Abb. 1 aussieht.



Die Bohrungen in den quer über den Tisch verlaufenden Leisten haben an den Loch-Innenkanten den Abstand, welcher der äusseren Kufenbreite entspricht. Vier eingesteckte Holzdübel fixieren das Kufengestell gegen Verdrehung, und die Längslatten entlang der Tischstirnfläche sichern das Lattengestell gegen seitliches Verschieben. Sollen Helikopter verschiedener Konstruktion eingestellt werden, so sind entsprechend ihrer Kufengestellbreite zusätzliche Sacklöcher in die Querleisten zu bohren (Abb. 2).


Der Heli wird mit den Kufen zwischen die vier Dübel gestellt und ein Stück Besenstiel quer über seine Kufen geschoben. Nun wird ein Haken eines Gepäckträger-Gummikabels über den Besenstiel gehängt, das Gummikabel unter der Tischplatte durchgespannt und der zweite Haken über das andere Ende des Besenstiels gehängt. Der Heli sitzt nun bombenfest in seiner Verankerung. Zur Sicherheit stellt man noch den Werkzeugkasten auf die Quertraverse am Boden und nun wird auch ein unbeabsichtigter Stoss den leichten Campingtisch nicht mehr umwerfen.


Abb. 3 zeigt die ganze Geschichte fertig montiert. Wenn nun noch ein Campinghocker zur Verfügung steht, können Vergasereinstellung und Drehzahlmessung des Hauptrotors bequem vorgenommen werden. Auch der Spurlauf des Hauptrotors lässt sich kontrollieren, ohne die Stellung eines sich nach Mekka verneigenden Mohammedaners einzunehmen. Nicht dass ich etwas gegen den Islam hätte ... aber manchmal ist der Boden nass und schmutzig. Gefahr droht allerdings der Schädeldecke, falls unvorsichtigerweise unter der Rotorebene versucht wird, aufzustehen. Das gilt aber für jede Art von Startboxen und ein zuverlässiger Helipilot wird immer an die Gefahr denken, die der drehende Rotor in sich birgt.


Bis zum nächsten Mal wünsche ich Ihnen allen genügend Luft unter den Rotorblättern.


Ernst Bernet
Weidstrasse 4a, 6300 Zug




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