Sport

Einfach – oder doch nicht?

von Reto Bucher
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Endlich wieder! Nach 2 Jahren Coronamassnahmen-bedingten Absagen konnte am Karfreitag der zweite F3 R.E.S. Wettbewerb auf dem Flugplatz Birrfeld ausgetragen werden. Unsere Modellfluggruppe hat das Privileg, dass wir an diesem für die manntragenden Flieger «flugfreien» Tag unsere Wettbewerbe durchführen dürfen. Seit bald 40 Jahren am Morgen den Freiflugwettbewerb und neu im Anschluss seit 2019 den F3 R.E.S. Wettbewerb.


32 Teilnehmer hatten sich angemeldet, und welche Freude, es kamen alle. Das Wetter spielte auch mit, mit knapp 20 Grad, viel Sonnenschein und wenig Wind stand einem spannenden Wettbewerb nichts mehr im Weg. Um 10 Uhr trafen die Helfer ein. Es galt, Zelte aufzustellen, Hochstartseile auslegen, Landepunkte und das Landefeld zu markieren. Arbeiten, die einiges an Zeit beanspruchten, da die zu bearbeitende Fläche mit 22 000 m2 doch beachtlich ist.

Nach der Begrüssung und dem Briefing starteten wir gemütlich mit dem Mittagessen zusammen mit den Piloten und Helfern des Freiflugwettbewerbs. So konnten wir die Infrastruktur der Küche optimal nutzen und gemeinsam über die unterschiedlichen Wettbewerbe fachsimpeln. Nach dem feinen Risotto und einem saftigen Steak konnten wir wie geplant um 13 Uhr mit dem ersten Durchgang starten.

Die Wettbewerbsaufgabe kurz zusammengefasst: Flugrahmenzeit 9 Min., max. Flugzeit 6 Min., Punktlandung ohne Stecklandung. Einfach oder nicht? Eigentlich schon, doch zeigte der Wettbewerb schön auf, dass viel zusammenpassen muss, um erfolgreich zu sein.


Wir merkten zu Beginn sehr gut, uns allen fehlte die Wettbewerbsroutine durch die lange Corona-bedingte Pause. Es herrschte in den ersten Durchgängen noch einiges an Unsicherheiten zum genauen Ablauf, zudem verzeichneten wir leider auch einige Seilrisse. Seilquerungen, verursacht durch den Crosswind, verlangten einiges an Geduld und taktischem Geschick der Piloten.

Nachdem die Starthürden überwunden werden konnten, durften wir einen spannenden und fairen Wettbewerb erleben. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie schnell die Flugbedingungen sich ändern können. War es beim aktuellen Durchgang sehr gut möglich, die vollen sechs Minuten Flugzeit zu erfliegen, waren die nächsten acht Piloten froh, kriegten sie wenigsten einen Flug mit 3 Minuten hin. Das bedeutet dann für die «Gummihunde» viel Laufsport – oder eben Modellflugsport pur. Meistens gelang der Hochstart am Gummiseil problemlos. Doch nicht ganz immer waren die Modelle den Zugkräften von 4 kg des Startseils gewachsen. Wie der gelungenen Schnappschussreihe von Markus Schneuwly, Präsident FA-KO F3 Segelflug, der auch mitflog, zu entnehmen ist. Man beachte vor allem die Flügel-V-Form, die sich dann mit dem Bruch des Flügels wieder ergab.


Markus erläuterte uns zum Schluss des Wettbewerbs auch die Aktualitäten zu der R.E.S.-Kategorie. Die Kategorie wurde international anerkannt und heisst offiziell F3L. Damit können unter anderem auch CH-Meisterschaften ab 2023 durchgeführt werden. Interessierte Fluggruppen, die diese durchführen möchten, dürfen sich dazu gerne bei Markus melden. Das neue Reglement wird in Bälde auf Deutsch erhältlich sein. Nach 4 Vorrunden und



bestimmt über 50 Starts an den Hochstartseilen durften die besten fünf Teilnehmer in zwei Fly-off-Runden, den Sieg untereinander ausmachen. Ruedi Baumgartner mischte das Feld von hinten auf, kam als Fünftes. in die Fly-offs und stand schliesslich zuoberst auf dem Treppchen, herzliche Gratulation.

Ein solch intensiver und spannender Wettbewerb gelingt nur mit vielen motivierten und ambitionierten Helfern sowie fairen Piloten, die auch mal die Fünf gerade stehen lassen können. Herzlichen Dank euch allen! Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Karfreitag und den 3. F3L-Wettbewerb auf dem Flugplatz Birrfeld. ■ Liebe Grüsse

Reto Bucher, MFG Auenstein,
Wettbewerbsleiter F3L



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