Titelstory

FFA P-16 Mk. III – gelungene Wiedergeburt

von Markus Nussbaumer
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Kudi Eich, wie wir unseren Kollegen liebevoll nennen, hat es geschafft. Ein Frästeilsatz, der die Bezeichnung Schweizer Produkt mehr als verdient.



Ein Original dieses Schweizer Jets steht im Fliegermuseum in Dübendorf. Irgendwie schade, dass dieses Projekt schlussendlich aufgegeben werden musste, obwohl die Schweizer Flugwaffe damals bereits 100 Stück (!) P-16 bestellt hatte. Die Geschichte ist nachzulesen unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/FFA_P-16


Beschreibung des Modells

Der Keiro P-16 ist ein originalgetreuer Nachbau im Massstab 1:8 des Schweizer Kampfflugzeugprojekts aus den 1950er-Jahren.

Das Modell ist komplett in Holzbauweise konstruiert, wobei 3D-Druckteile bei besonders schwierigen Konturen eingesetzt werden (Nase, Lufteinläufe, Heckabschluss usw). Die Konstruktion ist ausgelegt für den Antrieb mit einem kräftigen 90-mm-Elektroimpeller oder einer 45N-Turbine.

Bausatz-Inhalt:

  • Alle 372 Frästeile für Rumpf, Leitwerk, Flügel und 2 Endtanks (Balsa, Pappelsperrholz, Flugzeugsperrholz)
  • Leisten und Dübel für Rumpf und Flügel (Balsa, Kiefern, Buche)
  • Beplankungsmaterial für Rumpf, Leitwerk und Flügel (Balsabrettchen)
  • Höhensteuersteckung (Präzisionsverbindungen von Petrausch).
  • Rumpfnase, 2 Einläufe, Rumpfabschluss und Verdrängungskörper und Antennenpod am Seitensteuer als 3D-Druckteile aus silbrigem PLA


  • 3-teilige tiefgezogene Kabinenhaube aus Pet-G-Material (Vivak)
  • Alle Ruderhörner und Querruderscharniere aus GFK-Material, gefräst

Technische Daten des ersten Prototyps

Holzbauweise mit zusätzlichen 3D-Druckteilen, Rumpf, Leitwerk, Flügel, Tanks vollbeplankt. Flügel einteilig von unten an den Rumpf geschraubt. Höhensteuer gesteckt. Folienfinish mit Alu-Bügelfolie, leicht gebürstet. Spannweite: 1390 mm (inkl. demontierbare Endtanks); Länge: 1790 mm; Antrieb: Turbine Kingtech K45G4, einwandiges Titan-Schubrohr von Walti Franz; Gewicht (trocken): 4,91 kg; Abfluggewicht vollbetankt: 6,06 kg; Einziehfahrwerkmechanik: Elektron EVO 30 (Hauptfahrwerk 95°); Fahrwerkbeine: Bug- und Hauptfahrwerk doppelbereift, Beine aus der Restenkiste.


Der erste Prototyp FFA P-16 Mk.III X-HB VAD fliegt

In Rekordzeit von nur gerade 110 Tagen hat Paul Haller, unterstützt von Sohn Andi als Folienbügelspezialist, aus einem Keiro-Bausatz ein Bijou aufgebaut. Am 7. Oktober startete Paul souverän zum Erstflug. «Fliegt perfekt», seine ersten Worte nach der Landung. «Die Quer- ruderausschläge sind noch zu gross», aber sonst alles im grünen Bereich.



Technische Daten
Nachbaumassstab:1:8
Spannweite:1390 mm
Länge:1792 mm
Fluggewicht:5600–6500 g
Impeller:Ø 90 mm, 8S LiPo
oder Turbine:ca. 45 N Schub
Steuerfunktionen:2 × Querruder, 2 × Höhe, Seite, 2 × Landeklappen Einziehfahrwerk, Motor


Wie geht's weiter?

Kudi Eich: Die Testflüge mit dem Turbinen-P-16 von Paul haben gezeigt, dass keine Änderungen an der Konstruktion vorgenommen werden müssen. Die Fräsdaten habe ich schon während dem Aufbau der beiden Prototypen laufend korrigiert und optimiert. Sie sind bereit zum Fräsen der Serienmodelle. Wie schon angekündigt, werde ich voraussichtlich im Dezember die Produktion der ersten Serienbausätze starten. Kleine Unsicherheit: Holzmangel. Die Lieferfristen für qualitativ gutes Balsa- und Sperrholz werden immer länger. Für meine aktuelle Bestellung kann mir mein Hoflieferant bisher nicht einmal mehr einen Liefertermin angeben...


Der P-16 geht in Serie

In der Zwischenzeit habe ich sämtliche Fräsdaten nochmals überarbeitet. Dank der aufmerksamen Beobachtung eines Kenners der Jet-Scale-Szene konnte ich noch einen Fehler beheben: Die Spannweite der Querruder und der Landeklappen stimmen bei unserem Prototyp nicht mit dem Original überein. Ich hatte zwar bei der Grundkonstruktion die Rippenabstände so gewählt, dass eine Rippe bei der Trennung Querruder/Landeklappen steht. Bei der Detailkonstruktion verrutschte dann aber die Trennung um einen Rippenabstand nach innen: zu lange Querruder, zu kurze Landeklappen. Dies ist nun für die Serie korrigiert. Pauls P-16-Prototyp hatte in der Zwischenzeit auch bereits seinen ersten öffentlichen Auftritt am Warbird-Treffen in Schänis.

Sobald dann hoffentlich im Februar die versprochene nächste Balsaholz-Lieferung eintrifft, kann Kudi Eich die ersten Bausätze ausliefern. Mehr Details zum Bausatz des 1:8 P-16 könnt ihr nun auf seiner Homepage nachlesen. https://keiro.ch/ffap-16/

Fotos: Paul Haller, Joe Mathis



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