SMV-Modellflugschulen am Air Display 2010 in Grenchen

Im Rahmen des Air Display 2010 in Grenchen offerierte der SMV an vier Tagen für interessierte Personen die Möglichkeit, gratis an einer Modellflugschule erste Erfahrungen mit unserem schönen Hobby zu sammeln. Interessierte konnten wählen, ob sie ein Fesselflugzeug, ein RC-Motorflugzeug oder einen RC-Helikopter steuern wollten. Ermöglicht wurde dies durch eine Gruppe Fesselflieger um Peter Germann und Andy Sweetland sowie die Modellflugschule Bern mit dem «Chefpiloten» Marc Kneubühler. Der SMV warb für diese Veranstaltung mit 5000 Flyern, auf deren Rückseite ein Gutschein aufgedruckt war, und via Radio 32 grossflächig, um möglichst viele Personen anzusprechen. Der Erfolg überraschte alle. Obwohl am ersten Tag wegen des heftigen Windes nicht geflogen werden konnte, wurde an den Folgetagen jeweils von 14 Uhr bis 20 Uhr Modellflugsport vom Feinsten angeboten, und die etwa 100 Interessierten warteten geduldig, bis sie einen freien «Slot» erhielten, um sich an den Modellen zu versuchen. «Keiner zu jung oder zu alt, ein Fesselflieger zu sein»: unter diesem Motto durften sich die Mannen um Peter Germann und Andy Sweetland über eine sehr hohe Nachfrage freuen. Alle Interessierten waren sprachlos, wenn Hugo ... sein Acro-Programm zeigte. Auch wenn die Teilnehmer nicht ganz dieses Niveau bei ihren Versuchen erreichten, so waren doch alle erstaunt, wie feinfühlig die Modelle geflogen werden können und welche Konzentration nötig ist, um das Modell wenigstens einigermassen horizontal zu fliegen.

Auch der Autor, ein eingefleischter RC-Flieger, konnte sich der Faszination Fesselflug nicht entziehen und musste dies natürlich ausprobieren. Hochachtung vor der Leistung und dem Können der Fesselflugpiloten war das Ergebnis des 10-Minuten-Fluges. Ab dem zweiten Tag wurden die Modelle, aus sicherste-technischen Gründen, dann

mit einem Akku-Starter gestartet, der freundlicherweise von der Modellflugschule Bern zur Verfügung gestellt worden war. Marc Kneubühler, der einen wunderschönen Stand aufstellte und viele seiner Modelle präsentierte, konnte sich ebenfalls über eine rege Nachfrage freuen. Auch wenn bei vielen Teilnehmern die Erkenntnis reifte, dass ein Helikopter doch nicht so einfach zu fliegen ist, wie es manchmal aussieht, so war die Begeisterung über das Erlebte an den strahlenden Gesichtern doch deutlich abzu-lesen.

Interessanterweise wurde die Möglichkeit auch von einigen Modellfliegern genutzt, die sich mal in einer anderen Sparte versuchen wollten und Fachinformationen aus erster Quelle erhalten wollten. Sogar aus dem angrenzenden Ausland kamen Besucher, die sich die Gelegenheit eines Modellfluges nicht entgehen lassen wollten.
Die Veranstaltung kann als grosser Erfolg bezeichnet werden und bietet sich zur Nachahmung auch in einem kleineren Rahmen auf Vereinsebene bei lokalen Veranstaltungen an; bietet ein Lehrer-Schüler-Flug doch einen interessanten Einblick in unser Hobby für Nichtmodellflieger und fördert das Verständnis für unser Hobby. Der erste Flug ist ja schliesslich immer etwas Besonderes.
*rb/smv*

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