Aus meiner Sicht

Weisch, was i meine?

von Emil Giezendanner
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Liebe Modellfliegerinnen und Modellflieger


Nichts gegen Manager. Sie sollen oft an allem schuld sein. Dabei können es auch kaum beeinflussbare Faktoren sein – wie ein schwieriges Umfeld oder ungeeignete Strukturen –, die ihnen zu schaffen machen. Bekanntlich können gute Leute auch in schlechten Strukturen viel Gutes erreichen. Andererseits, treffen sogenannte Möchtegernmanager auf schlechte oder schwache Strukturen, ist die Katastrophe programmiert. Die Genialsten

von ihnen spezialisieren sich auf «Change Management». Sie verbreiten in einem Betrieb nicht selten Angst und Schrecken. Veränderungen können sinnvoll sein. Wenn es aber nur darum geht, der Organisation die eigene Duftmarke aufzusetzen, wird das Ganze schnell durchschaut. Man erkennt sie an der Sprache: «Da bleibt kein Stein auf dem anderen, es wird keine Tabus mehr geben usw.» Dabei sind Drohungen das Gift jeder Veränderung. Die eher

düsteren Seiten dieser Wirtschaftshelden sind Entlassungen. Langjährige und Ältere werden zuerst entfernt. Sie wissen zu viel und sind damit dem Chef zu gefährlich geworden. Auch in nicht profitorientierten Organisationen hat schon mancher seinen Hut in den Kreis geworfen – kurze Zeit später den Hut wieder genommen und ist verduftet. Logisch, auch Verbände benötigen immer wieder Schlankheitskuren. Denn im Verlaufe der Jahre

kann sich gar viel unnötiges Zeug anhäufen. Die besten Mittel dagegen sind nicht die genialen Top-down-Projekte, sondern die kleinen Schritte in Verbindung mit realistischen Zielen. Oder wie Friedrich Dürrenmatt schrieb:

«Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit: Stecke mehr Zeit in deine Arbeit als Arbeit in deine Zeit.» ■

Mit freundlichen Grüssen
Emil Giezendanner

redaktion@modellflugsport.ch



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