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LiPo – aber sicher!

von Rahel Meister
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LiPo – aber sicher!

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach und das Elektromobil an der Steckdose verraten es: Urs Stahel aus Esslingen setzt auf Strom. So verwundert es nicht, dass seit über 30 Jahren elektrobetriebene Modellflugzeuge zu seiner Leidenschaft zählen. Die Entwicklung der Batterien hat er hautnah miterlebt.

Der Frühling naht und bald verlassen die Modellbauer die Bastelkeller, um ihre neusten Flugobjekte in die Luft zu bringen. Bei Urs Stahel, Mitglied im Modellflugverein Pfäffikon ZH, wird dies unter anderem ein Wasserflugzeug aus Holz mit 3,60 m Flügelspannweite sein. In seinem langen Modellfliegerleben haben sich nicht



nur unzählige Flugzeuge, sondern auch eine stattliche Anzahl Lithium-Polymer (LiPo)-Batterien angesammelt. Für die Aufbewahrung hat Stahel eine clevere Lösung gefunden: Eine ausgediente Kochkiste aus dem Militär mit Druckablass dient ihm als feuersicherer Batterienschrank. Ihm ist darin auch schon einmal eine Batterie ausgelaufen – zum Glück ohne Folgen. «Die Batterien sind gegenüber früher nicht nur deutlich leistungsfähiger, sondern auch sicherer geworden», meint Stahel.

Im Netz kursieren zahlreiche Videos, in denen Akkus mit


Sicherheit im Umgang mit LiPo-Akkus

Verantwortungsbewusste Piloten und Pilotinnen...

  • verändern die Akkus nicht, und entpacken sie nicht
  • lagern ihre Akkus nicht im Modell, sondern halb geladen in einem feuerfesten Behältnis und setzen die Akkus erst kurz vor dem Flug ein,
  • laden die Akkus nur mit speziellen, für den jeweiligen Akku-Typ geeigneten Ladegeräten und in feuerfesten Behältnissen,
  • laden ihre Akkus nie unbeaufsichtigt und nie über Nacht,
  • treffen Vorbereitung für den Fall eines Brands,
  • lesen die Vorschriften des Akku-Lieferanten und kennen die Spezifikationen ihrer Akkus,
  • schützen die Akkus vor Erwärmung, mechanischer Beschädigung und Zugang durch Unbefugte (z.B. Kinder),
  • entsorgen die Akkus korrekt in der Separatsammlung für Batterien (auf keinen Fall im Hauskehricht!),
  • geben geblähte oder beschädigte Akkus sofort in einer bedienten Sammelstelle ab (Modellflugfachhändler, Kundendienst Elektronikfachhändler, bedienter Entsorgungshof).

einem spitzen Gegenstand mutwillig zerstört werden. Während ältere Batterien dabei aufgrund des enthaltenen Magnesiums regelrecht explodieren, reagieren die heutigen LiPo – je nach Ladestand – vor allem mit viel Rauch. Dennoch passiert es beim Modellfliegen immer wieder, dass eine LiPo-Batterie zu brennen beginnt. Urs Stahel hat den Eindruck, dass vor allem kleinere Batterien an Zwischenfällen beteiligt sind – bei den grossen wird in der Regel mehr achtegeben. Oft ist ein Brand auf Fehler beim Ladevorgang zurückzuführen. Wird beim Ladegerät der falsche Batterietyp gewählt – z. B. Nickel-Metallhybrid statt Lithium-Polymer, kann es kritisch werden. Urs Stahel vermindert das Risiko, indem er ausschliesslich LiPo-Batterien verwendet. Realistischerweise sitzt kaum jemand daneben, während die Batterien laden, aber eine feuerfeste Tasche verwenden die meisten Pilotinnen und Piloten. «Ich lade niemals über Nacht oder wenn ich ausser Haus bin», so Stahel.


Gewissenhafte Modellflugpiloten

Wie sensibilisiert sind die Piloten gegenüber der LiPo-Problematik? Das Thema werde immer wieder thematisiert, beispielsweise an Vereinstreffen oder durch den Regionalverband, so Stahel. Werden die Akkus nicht online, sondern im Fachhandel gekauft, weisen die Verkäufer persönlich auf die möglichen Gefahren hin. Dass jemand seine Batterien wäh-

rend des Flugtages im Auto lade, komme zwar vor, doch die meisten Piloten gingen sehr verantwortungsvoll mit ihrem Material um. An den Batterien herumgebastelt wird in der Regel nicht. Will ein Pilot mehrere Batterien parallel verwenden, stellen spezielle Verbindungsteile sicher, dass die Pole nicht vertauscht werden. Wenn aber jemand die Kabel neu verdrahtet, kann durchaus ein Kurzschluss auftreten. Die Batterien

entsorgt Stahel wie von INOBAT Batterierecycling Schweiz empfohlen: Nachdem er die Batterie entladen und die Pole abgeklebt hat, bringt er sie entweder ins Fachgeschäft, das mit einem INOBAT-Stahlfass ausgerüstet ist, zurück oder gibt sie bei Sammelstellen der Gemeinde oder der KEZO ab.

Autorin: Rahel Meister, im Auftrag von Inobat



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