Geschichte

Die Lärm-Ombudsfrau

von Siegfried Schmid
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Es gibt nun neuerdings eine Lärm-Ombudsfrau. Es wäre interessant, eine Studie zu machen über das Motiv, weshalb eine Frau ein solches Mandat annimmt. In der Gesellschaft der Kinder, die die Individualität verloren haben, ist es ja Mode geworden, die Schwächeren immer schwächer zu machen, indem man ihnen die Verantwortung oder die Möglichkeit, selbst zu tun oder sich selbst zur Wehr zu setzen, genommen hat. Nach dem Motto: zusammen bin ich stark, alleine bin ich niemand. Der neue Slogan ist Selbstrealisierung, alternativ, autonom, welches Paradox, wenn es unter dem Motto «Geld aber subito» geht. Selbständigkeit ja – aber auch finanzielle. Nun, es gibt schon so viele, die sich an der «Mutterbrust Staat» laben, und sicher wird sich auch ein frustrierter Politiker finden lassen, der als Stimmbürgeralibi ein Türchen findet, um des halbamtlichen Posten per Staat zu finanzieren. Es lebe die Lärm-Ombudsmutter «bäää, ich sägs em Mammi».

Wenn Sie Probleme haben, gebe ich Ihnen den «Nuggi» gerne, es ist eine Telefonnummer mit 01, und eine Postchecknummer für eine finanzielle Unterstützung. Sicherlich wird auch diese Institution in den nächsten Jahren in einer der jahresdurchschnittlichen 2000 Seiten der neuen Bundesverordnungen sein, die der Bund dem Bürger als alternativen Freiheitsentzug jährlich anbietet. Ich meine es nicht ernst, aber der Modellbau muss schnell und subito subventioniert werden, für Viertaktmotoren. Es ist ja laut neuesten Forderungen genug Geld auf den Banken!? Ihr Siegfried Schmid


*Die Lärm-Ombudsfrau ist keine staatliche Einrichtung, sondern eine der Schweizerischen Gesellschaft für Umweltschutz (SGU). Das ändert zwar wenig am Prinzip. Redaktion.*



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