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Schweizer Meisterschaft 2007 RC-Segelflug F3B in Etziken SO

von Sämi Schaller
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Schweizer Meisterschaft 2007 RC-Segelflug F3B in Etziken SO

Vom 19. bis 20. Mai 2007 fand auf dem Gelände der IG F3B in Etziken (Solothurn) die Schweizer Meisterschaft in der «Formel-1-Klasse» des Modellsegelfluges statt. Diese sehr gelungene F3B-Schweizer-Meisterschaft wurde von der IG-F3B und der MG-Langenthal organisiert. Peter Oberli konnte als Wettbewerbsleiter verpflichtet werden. Für ihn war dies der erste F3B-Wettbewerb in dieser Funktion und zugleich die Feuertaufe für die WM in Emmen.


Der erste Wettbewerbstag

Bei sommerlichen Temperaturen (teilweise bis zu 27 Grad) konnten am Samstag drei volle Durchgänge ohne grössere Verzögerungen geflogen werden. Gegen Abend wurden die Bedingungen immer besser, und man entschloss sich, noch mit Durchgang 4 zu beginnen. Es folgte ein spannender Strecken- und Speedflug. In diesem 4. Durchgang konnte Stefan Böhlen mit 23 geflogenen Strecken und einer exakt gleichen Tagesbestzeit im Speed (14,6 Sekunden!) wie sein Vater Paul Böhlen überzeugen. Um 19.15 Uhr ging der erste Wettbewerbstag offiziell zu Ende. Eines war allerdings schon am Samstagabend klar: Die Familie Böhlen hatte nach diesen fast vier geflogenen Durchgängen die Nase vorne.


Der zweite Wettbewerbstag

Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Pünktlich um 8.30 Uhr konnte der Wettbewerb mit dem noch ausstehenden Zeitflug von Durchgang 4 fortgesetzt werden. Für den Grossteil der Piloten gab es keine Probleme, die 10 Minuten Flugzeit zu erfüllen. Es wurde weitergefahren mit Zeitflug Durchgang 5 und anschliessend mit dem Streckenflug der Gruppen 1, 2 und 3. Gegen 11.00 Uhr frischte der Wind von westlicher Richtung auf, was zu einem kleinen Unterbruch führte, um die Winden in Gegenrichtung aufzubauen. Die 4. Gruppe konnte dann mit ordentlichem Gegenwind in den Streckenflug starten. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter mit dem Speedflug aus Durchgang 5. Hier überzeugte Müller Christian und wurde mit 15,66 Sekunden belohnt, nachdem er die Mittagspause opfern musste für eine erneute Reparatur an seinem Rumpf. Schade nur, dass er bei diesem tollen Speedflug 100 Strafpunkte kassierte, weil er sein Modell in der falschen Landezone landete. Zusammenfassend muss man sagen, dass wohl das Wettbewerbsglück dieses Jahr nicht auf Christians Seite, war und so reichte es leider nicht für einen Podestplatz. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir von diesem jungen talentierten F3B-Piloten in den nächsten Jahren noch einiges hören werden.

Abgeschlossenen wurde der Wettbewerb mit einem 6. Speeddurchgang. Nun war das Rechnungsbüro unter der Leitung von Markus Heer emsig am Ausrechnen der Endergebnisse: Die Familie Böhlen belegte da- bei die Plätze 1 bis 3 und der Schweizer-Meister-Titel konnte wie nicht anders zu erwarten der amtierende Weltmeister Ans bringen. Er war, wie schon oft zuvor, der ausgeglichenste Pilot und leistete sich nahezu keine Fehler. Der Liechtensteiner Fidel Frick verpasste mit 104 Punkten Rückstand die Medaillenränge. Auch Heinz Bischofberger lag nur mit einem Punkt Rückstand hinter Fidel Frick und belegte damit den 5. Rang.



Die Modelle

Der Crossfire von Breta Model war auch an diesem Wettbewerb (wie auch an den meisten Eurotour-Wettbewerben) am stärksten vertreten. Er zeichnet sich durch eine nahezu perfekte Bauqualität, sein einfaches Handling und seine hervorra- genden Hochstarthöhen aus. Die neueste Kreation aus dem Hause Breta, der Precious, was ja so viel wie kostbar, wertvoll bedeutet, hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Andreas Böhlen, wie auch Fidel Frick, kommen mit diesem erst vor wenigen Wochen käuflich erhältlichen Flieger ausgezeichnet zurecht. Da ist sicher noch einiges an «Einstellpotenzial» vorhanden. Man darf da ja mal gespannt sein. Auch der New Furio (ebenfalls Breta Model) mit dem komplett überarbeiteten Rumpf und den neu von unten angelenkten Rudern macht einen soliden Eindruck. Der neue Supersonic R von Aero Sport Becker ist ebenfalls ein sicherer Wert. Auch der bereits in die Jahre gekommene Supermaster zeigt, dass er mit den heutigen Modellen noch alleweil mithalten kann.



Platz PilotModellPunktzahl%
1. Böhlen AndreasPrecious12754100
2. Böhlen StefanNew Furio1263999.10
3. Böhlen PaulCrossfire V1258998.71
4. Fidel FrickPrecious1248597.89
5. Bischofberger HeinzNew Furio1248497.88
6. Müller ChristianCrossfire X1246897.76
7. Schaub RuediCrossfire X1232696.65
8. Hofmann RolandNew Furio1221695.79
9. Zwingli HanruediCrossfire X1218995.57
10. Sutter HansjörgSupermaster1191193.39
11. Sutter RolandSupermaster1181992.67
12. Schwald BeatCrossfire X1162891.18
13. Bieli GustiCrossfire X1143489.65
14. Iff HanspeterSupersonic R1075584.33
15. Strasser KurtSupersonic R/New Furio1061283.21


Die Helfer

Da ein solcher Wettbewerb ohne eine ansehnliche Zahl von freiwilligen Helfern gar nicht durchführbar ist, an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an all die vielen fleissigen Helfer. Extra aus Deutschland angereist waren auch noch zwei namhafte deutsche F3B-Piloten, Michael Seyfang und Thomas Schorb. Sie waren eine wertvolle Hilfe und Unterstützung für manch einen «F3B-Erst-Helfer» während des Wettbewerbs. Ein besonderes Dankeschön gebührt Mauro Della Neve und André Bühler. Sie haben uns an beiden Tagen mit einem wirklich leckeren Mittagessen verpflegt. Auch nicht wegzudenken sind natürlich die Frauen, Freundinnen und Mütter der IG F3Bler. Sie haben die Festwirtschaft an dieser Schweizer Meisterschaft perfekt geführt und uns mit ihren hausgemachten Kuchen den Wettbewerb versüsst.


Fazit

Die F3B-Schweizer-Meisterschaft 2007 war eine durchs Band perfekt organisierte Veranstaltung. An beiden Wettbewerbstagen waren ausser kleineren Blessuren keine Modellverluste zu verzeichnen. Schade, dass sich diesen Termin nicht mehr Piloten eingetragen haben.

Bericht und Fotos: Sämi Schaller



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