Hangsegelflug F3F auf dem Hahnenmoos
Der Hangflug gehört unbestritten zu den spannendsten Disziplinen im Modellflug. Meist vor einer beeindruckenden Kulisse und natürlich in freier Natur sein unmotorisiertes Modell den Naturgewalten zu überlassen, braucht gehörig Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse.
Die FAI-Klasse F3F gibt es eigentlich schon lange und dafür geeignete Modelle auch, jedoch wurde erst in diesem Oktober die erste Schweizer Meisterschaft ausgetragen. Beim F3F geht es darum, in möglichst kurzer Zeit 10 Strecken an der Hangkante zu bewältigen. Diese Strecke ist abgesteckt

und die Wendemarken werden von Helfern überwacht. Überfliegt das Modell eine Wendemarke, signalisiert das der Helfer dem Piloten. Der Pilot wendet sein Modell nun schnellstmöglich, um möglichst wenige Meter und auch möglichst wenig Zeit zu verschenken. Ein wunderschöner Morgen und Wind aus der richtigen Richtung erwartet die Teilnehmer am 10. Oktober am Schalmigrat auf dem Hahnenmoos.

| 1. Stefan Knechtle |
| 2. Stefan Böhlen |
| 3. Stefan Bertschi |
| 4. Raphael Jeger |
| 5. Roland Lüthi |
| 6. Yves Staub |
| 7. Paul Böhlen |
| 8. Reto Blumer |
| 9. Niklaus Huggler |
| 10. Marco Grunder |
| (Total 19 Klassierungen) |

Kurzerhand wurden die Wendemarken und die Signaleinrichtung montiert, und schon konnte es losgehen. Die gemäss Reglement verlangten 3 m/s Wind wurden nur kurzzeitig unterboten, und so konnten 5 Durchgänge geflogen werden, wobei ein Durchgang als Streicher diente. Der Wind schwankte den Tag hindurch zwischen 2,5 und 4,5 m/s. Diese Windgeschwindigkeiten brachten einige Unsicherheiten mit sich betreffend die Modell- und Ballastwahl. Die Stimmung und das Mitfiebern der Teilnehmer waren jedoch den ganzen Tag hindurch konstant einmally. Man freute sich, wenn einer schnell flog, und litt mit, wenn auch mal einer «absoff». Die Funktion der Helfer übernahmen die Piloten in ständigem Wechsel auch gleich selbst. Nach fünf Durchgängen und einiger Rechnerei folgte dann die Rangverkündigung an der Talstation in Geils. Der erste Schweizer Meister F3F ist Stefan Knechtle mit seinem Wobbegong. Die schnellste Zeit an diesem Tag flog Raphael Jeger mit seinem Fräulein Rottenmeier mit knapp 54 Sekunden. Ein überaus gelungener und fairer Wettbewerb, der hoffentlich nächstes Jahr wieder ausgetragen werden kann. Vielen Dank an Raphael Jeger und Ruedi Schaub, die den ganzen Wettbewerb über die Plattform www.hangflug.ch organisiert haben.
*Yves Staub*

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