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Porträt Modellfluggruppe Riggisberg

von Rolf Ellwanger
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Modellfliegen ist ein sinnvolles, nützliches, spannendes Freizeit-Engagement. Unzählige Piloten haben damit in ihrer Jugend begonnen, legten auf diese Weise vielfältige Grundlagen für ein späteres aviatisches Engagement – so auch in der MG Riggisberg.


Sie zählt ein halbes Hundert Mitglieder, die Modellfluggruppe Riggisberg, darunter drei Frauen. Eine davon, Marianne Reusser, ist gar Technische Leiterin und Vorstandsmitglied. Als umsichtiger Präsident leitet Andreas Zahnd seit 25 Jahren die Vereinsgeschicke. Ende 2012 übergibt er das Amt seinem Nachfolger, Hanspeter Zaugg.


Eigener Flugplatz

Sowohl Spitzenpiloten mit nationalen und internationalen Top-Rangierungen wie Plauschflieger finden bei den Akteuren ideale Clubbedingungen. Sie sind stolz auf ihr eigenes Flugplatzgelände im Riggisberger Gebiet Muri, wo ein Holzhaus als Geräteschuppen und Clublokal beste Dienste leistet. Das kleine Flugplatzhaus konnte mit Bewilligung der Gemeindeversammlung gebaut werden. Andreas Zahnd: «Durch eine Zonenplanänderung von 1997 wurde unser Flugplatz umgezont. Ein Traum ging in Erfüllung.» Um diesen Flugplatz – er konnte von einem Vereinsmitglied langjährig gepachtet werden – werde man von anderen Modellfluggruppen beneidet.

Ueli von Niederhäusern aus Belp wirkt als langjähriger Modellflugcrack ebenfalls im Clubvorstand. Der gelernte Käser und heutige Computerfachmann ergänzt im Gespräch: «Über mehrere Jahre wurde die MGR als die erfolgreichste in der ganzen Schweiz ausgezeichnet. Aber auch das Gesellige kommt bei uns nicht zu kurz.» Immer wieder gehe man an Schaufliegen oder Flugtage. «Da sind wir bekannt u.a. für unsere Staffelflugshows. Bis zu 14 Modellflugzeuge des gleichen Typs präsentieren wir dann dem staunenden Publikum in der Luft.»



Weltmeister Böhlen

Oft nehmen Mitglieder mit Erfolg an Wettbewerben im In- und Ausland teil oder gar an Weltmeisterschaften. 2003 wurde Andreas Böhlen in Deutschland Weltmeister, sein Bruder Stefan war ebenfalls in der WM-Mannschaft.

Ein starkes Markenzeichen der Riggisberger war bis vor Kurzem auch das jeweils im Frühjahr insgesamt 20-mal durchgeführte Int. Helitreffen Riggisberg. Zu diesem Grossanlass reisten Piloten aus ganz Europa an, um sich zu messen, und stets kamen Tausende von Zuschauern nach Riggisberg. Einmal wurde sogar ein Weltrekord aufgestellt: 96 Modellflugzeuge waren miteinander in der Luft. Weil der Arbeitsaufwand immer grösser wurde, ist diese Etappe heute Geschichte – leider, sei beigefügt.

Freude und Spass an der Modellfliegerei ist das verbindende Element aller MGR-Mitglieder, die praktisch alle Sparten vertreten: die Schönen und die weniger Schönen, die Schnellen und Langsamen, die Leisen und noch Leiseren.



Keine Nachwuchssorgen

Die vor bald 35 Jahren gegründete Modellfluggruppe Riggisberg ist, wie wir gesehen haben, aktiv wie eh und je. Sie gehört dem Berner Aero-Club, dem Aero-Club der Schweiz und dem Schweizerischen Modellflugverband an. Man hat keine Nachwuchssorgen, Junioren werden immer aufgenommen, Senioren nur, wenn sie in Riggisberg wohnhaft sind ([www.mg-riggisberg.ch](http://www.mg-riggisberg.ch)). Dass es wie auf jedem Flugplatz eine Flugplatzordnung gibt, liegt auf der Hand. Die Zeiten, als Modellflieger «wild» irgendwo mit ihren damals oft noch lauten Fluggeräten sensible Nachbarn nervten, sind zum Glück längst vorbei. Geblieben ist die Freude an der dritten Dimension. Auch wenn die Modellflug-Piloten, im Gegensatz zu anderen aviatischen Sparten, immer fest mit beiden Beinen am Boden bleiben ... ■

*Rolf Ellwanger; Fotos: zVg.*




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