Titelstory

Scale-Helikopter – Konstruieren und Bauen im Vordergrund

von Eric Ribak
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Von der Kunst, Scale-Modelle zu bauen und erst noch zu fliegen


Modellhelikopterfliegen ist seit der Erfindung durch Dieter Schlüter im Jahre 1969 ein fester Bestandteil des Modellflugs geworden. In der vergangenen Zeit haben sich verschiedene Klassen entwickelt. Eine davon sind die ihrem Original nachgebauten Helikoptermodelle.


Ständig den technischen Weiterentwicklungen angepasst

Bald kam der Wunsch vieler Piloten auf, sich im Leistungsvergleich messen zu können. Schon in den Anfängen fanden immer wieder Wettbewerbe statt, dies vor allem im nahen Ausland. In der Schweiz wurden in den späten Achtzigerjahren erste Wettbewerbe ausgetragen, jedoch ohne grosse reglementarische Vorgaben. Zu Beginn der Neunzigerjahre erfuhr die Klasse ihren ersten richtigen Aufschwung. Es fanden in Schönbühl bei Bern regelmässig Helikopter-Scale und Semi-Scale-Wettbewerbe statt. Dazu wurden dann auch die ersten
Regelwerke erstellt, später offiziell im Schweizerischen Modellflugverband anerkannt und fortan in der Fachkommission F4 (Scale) mitgetragen. Die Wettbewerbsszene entwickelte sich rasant und die Teilnehmerzahl stieg auf über 20. Die Reglemente wurden in der Folge laufend den Anforderungen und den ständigen technischen Weiterentwicklungen angepasst. Auch die Vielfalt der Modelle hat sich in all den Jahren verändert. Waren es in den Anfängen Kolbenmotoren mit 10 cm3 und einem Rotordurchmesser von 150 cm, sind es heute turbinengetriebene Modelle mit 5 kW Leistung und einem Rotordurchmesser von 200 cm und mehr.


Vorbildlich organisierte Schweizer Meisterschaften

Die MG Obwalden, die mit ihrem Modellflugplatz auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Alpnach beheimatet ist, stellte sich für die diesjährige Austragung zur Verfügung. Zum letzten
Mal fand im Jahr 2004 auf diesem Gelände eine Scale-Meisterschaft statt. Die Vorbereitungen wurden seitens des Organisationskomitees bereits früh im laufenden Jahr gestartet. Was folgte, war zweifelsohne das Mass aller Dinge in Bezug auf Vorbereitungen, Werbeauftritte und Bereitstellung der Infrastruktur. Die vereinseigene Homepage erhielt eine separate Seite (www.mgow.ch/f4c.htm), auf der immer aktuell und sehr detailliert über den Stand der Vorbereitungen berichtet wurde. Flyer wurden erstellt und schweizweit an die Modellbaugeschäfte verteilt; sogar das lokale Fernsehen Tele Tell strahlte in drei Teilen vor der Meisterschaft interessante Berichte über den Modellbau aus. Dieser Aufwand wurde durch die Piloten honoriert und es gingen insgesamt 30 Piloten an den Start. In der Kategorie Scale-Helikopter waren es immerhin sieben.



So schade

Leider ist zu erwähnen, dass am selben Wochenende in StabioTI das legendäre Semi-Scale-Helikopter-Meeting stattfand. Ein Armutszeugnis für unsere Koordinationsleistungen (Anmerkung der Redaktion). Die Auswirkungen waren, dass einige Top-Piloten nicht an der Schweizer Meisterschaft teilnahmen!


Eric Ribak tritt aus FAKO F4 zurück

Die SM 09 war meine letzte Scale-Meisterschaft als Verantwortlicher der Sparte Scale-Helikopter der FAKO F4 innerhalb des SMV 2002–2009. In diesen sieben Jahren konnte sich die Szene weiter in die positive Richtung entwickeln. Ich möchte mich bei allen, die mich in dieser Zeit unterstützt haben, recht herzlich bedanken.

Wir konnten mit André Meylan einen Nachfolger für dieses Amt gewinnen. Er ist schon seit einiger Zeit in der Scale-Szene «zu Hause» mit seinen beiden Projekten EC145 und Super Puma. An den vergangenen Meisterschaften war er immer wieder im Teilnehmerfeld anzutreffen. Seine Kontakte, die er bereits im In- und Ausland aufgebaut hat, unterstützen ihn bei dieser Aufgabe.

Euer Eric Ribak, FAKO F4
(Scale-Helikopter)

P. S. Die Fachkommission F4 setzt sich aus derzeit neun Mitgliedern zusammen. Innerhalb dieser Kommission sind sogenannte Spartenverantwortliche für die entsprechenden Kategorien, wie Flugzeuge, Jet- und Helikoptermodelle, zuständig.



Drei Antriebskonzepte

Die abschliessende Rangliste widerspiegelt den aktuellen Grad der Bauqualität und des fliegerischen Könnens der Piloten. Die Modellpalette war wiederum sehr interessant: Vier Modelle waren mit Turbinen, zwei Modelle mit Glühzündern und ein Modell mit einem Benzinmotor ausgerüstet. Der 7. Scale Helikopter Contest 2010 findet auf dem Militärflugplatz in Emmen bei Luzern statt.


Weitere Infos

Für aktive Piloten und Interessierte wurde vom derzeitigen Spartenverantwortlichen Eric Ribak aufgrund der grossen Nachfrage die Website www.swiss-scale-helikopters.com ins Leben gerufen. Aktuelle Berichterstattungen, Reglemente, Bilder von Events und vieles mehr wird darin laufend und aktuell präsentiert. Diese Website stellt keinen separaten Verein oder dergleichen dar, sondern ist eine reine Informationsplattform.




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