Sport

Fesselflug, die Kunst auf der Kreisbahn

von Tobias Käppeli
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18. Internationaler Jura Cup 07

Dieses Jahr fanden sich Fesselflieger-Modellflieger aus zehn Ländern Europas im Schwalbennest in Breitenbach ein, um ihr Können im Fesselflug zu messen. Dieser Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Modellfluggruppe Breitenbach durchgeführt, zum ersten Mal 1971. In dieser Zeit vermochte sich der Fesselflug als Modellflugsparte in der Schweiz zu halten und weiterzuentwickeln.

Zwar sind die Fesselflieger im schweizerischen Modellflug eine kleine Minderheit, und sie werden es wohl auch bleiben. Doch es ist gerade diese spezielle Art, Flugzeuge zu fliegen, die Modellflieger zu dieser Sparte führt. Bei frühsommerlichem Wetter gewannen Giancarlo Martini/Marco Menozzi (ITA) vor Thierry Ougen/Roland Surugue (FRA)

und Pascal Surugue/Georges Surugue (FRA) das Team-Racing F2C. In der Akrobatik-Disziplin belegte Serge Delabarde (FRA) den ersten, Richard Kornmeier (GER) den zweiten und Philippe Gauthier (FRA) den dritten Rang. Weitere Informationonen sowie die vollständigen Ranglisten finden Sie auf der Internetseite: www.mgbreitenbach.ch

Kunstflug
1.Delabarde SergeFRA 2195,93 P.
2.Kornmeier RichardGER 2162,30 P.
3.Gauthier PhilippeFRA 2009,07 P.
4.Malila LauriFIN 1970,24 P.
5.Holtermann ChristophGER 1965,37 P.
6.Germann PeterSUI 1920,70 P.
11.Hofacker PeterSUI 1710,63 P.
12.Däppen PeterSUI 1665,80 P.
15.Meyer AndréSUI 1513,14 P.
19.Baumann DanielSUI 1383,54 P.
21.Stalder UrsSUI 1235,60 P.


Fesselflug (F2)

Entstand, als es zwar erste verlässliche Modellmotoren, aber noch keine Fernsteuerungen gab. Die Modelle wurden deshalb an Leinen auf einer Kreisbahn um den Piloten geflogen, der sich mit dem Modell um die eigene Achse dreht. Die Leinen sind pilotenseitig an einem Steuergriff befestigt. Vom Steuergriff des Piloten führen zwei parallele Leinen zu einem Umlenkhebel im Modell, der seinerseits über Gestänge das Höhenruder und gelegentlich zusätzliche Klappen am Flügel bewegt. Durch Neigen des Steuergriffs wird der Umlenkhebel im Modell und über diesen die angeschlossenen Steuerflächen verstellt. Für den Normalflug genügt dazu das Heben und Senken des ge-

streckten Arms, bei engeren Figuren erfolgt die Steuerung aus dem Handgelenk.


Kunstflug (F2B)

Geflogen werden komplexe Programme über und um den Piloten. Die Wendigkeit der Modelle ermöglicht das Fliegen von Loo-



pings, Achten, Dreieck- und Viereckloopings sowie weiteren zusammengesetzten Figuren.

Team Racing (F2C)
Dabei kommen schnelle und relativ kleine Modelle zum Einsatz. Im Wettbewerb fliegen bis zu drei Piloten gleichzeitig, wobei eine gewisse Anzahl Runden geflogen werden muss. Da die

aufgenommene Benzinmenge der Modelle nicht über die gesamte Rundenzahl reicht, muss mehrmals aufgetankt werden. Dies erfolgt im Zusammenspiel mit dem Helfer, der das ausrollende Modell fängt, schnellstmöglich nachtankt und den Motor wieder startet.

Tobias Käppeli

Team Racing
1.Martini Giancarlo/Menozzi Marco ITA
2.Ougen Thierry/Surugue Roland FRA
3.Surugue Pascal/Surugue Georges FRA
4.Stanojevic Zivomir/Studer Heiner SUI



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