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Aufzugsschiene für Antriebsgummi

von Peter Ziegler
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Gummimotorangetriebene Modelle sind eine faszinierende Sparte unseres Hobbys. Da spielt es keine Rolle, ob sie einer der FAI-Klassen (F1B, F1D, Coupe d'Hiver) oder einer anderen Klasse (Peanut, Walnut, Kit-Scale, Jumbo-Scale, P30 etc.) angehören.

Allen eigen ist der Antrieb aus Gummifäden, welche, sobald im Modell fixiert, aufgezogen werden müssen. Dazu gibt es verschiedene Methoden, wie die Bilder 1 bis 5 zeigen.

Bei all diesen Methoden schwebt immer die Beschädi- gung oder gar Zerstörung des Modells bei einem Gummiriss in der Luft. Dies trotz entsprechender Vorbereitung der Gummifäden mit Recken, Schmierern, Anpassen der Umdrehungen. Gummis sind nun mal Verbrauchsmaterial.

Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich dieses Risiko umgehen kann, wenn ich den Antriebsstrang ausserhalb des Modells aufziehe und in aufgezo- genen Zustand in das Modell einführe und fixiere.

Meine seit Jahren angewandte Lösung: eine Aufzugsschiene aus einem Alu-U-Profil. Ent- sprechend der nutzbaren

Rumpflänge wird das Aluprofil (im Baumarkt in diversen Dimensionen erhältlich) mit etwas Überlänge zugeschnit- ten und an beiden Enden mit einer Einkerbung versehen. Diese werden später erweitert, um Bobine und Sperrstift auf- zunehmen. Die Überlänge ist notwendig, da ein Anschlag auf die Schiene geklebt wird.

Der rohbaufertige, unbespannte Rumpf wird vorbereitet. Der vor- gesehene Anker aus einem Rund- stab wird durch ein Messing- oder Alurohr ersetzt. Von diesem wird ein Stück abgetrennt und entsprechend der lichten Weite des U-Profils bearbeitet (Bild 6).

Das restliche Stück zweigeteilt. Die drei Teile werden auf einen Schaschlikspieß aufgefädelt und in die Bohrungen der Rumpfverstärkungen gesteckt. Nun wird die Aluschiene einge- führt und im Schraubstock fi- xiert. Der Rumpf hängt nun an der Schiene und der Anschlag beim Rumpfkopf kann auf die Schiene geklebt werden. ■

Weitere Bilder auf der nächsten Doppelseite →



1 Von Hand.
2 Mit Helfer und Winder.
3 Mit im Aufzugsbock fixiertem Modell und Winder.
4 Wie Bild 3, aber mit Schutzrohr über Gummi.
5 Mit den Füßen fixiert und mit Winder aufgezozen.
6 Die seitlichen Teile werden, entsprechend abgelängt und bearbeitet, in die Bohrungen der Verstärkungen geklebt (Bild 8).
7 Vor der Gummiverankerung wird aus Holzresten eine Führung für die Aluschiene angebracht. Vorzugsweise an einem Spant (Bild 9).
8 Der bereits vorbereitete Antriebsstrang wird an seinen Enden mit der Bobine und dem Haken versehen und beide Teile mit Dentalgummis gesichert. Die Schiene in den Schraubstock gespannt, Bobine eingehängt und der Strang aufgezozen (Bild 10).
9 Der Haken hat zwei Bohrungen. In die eine kommt nun der Sperrstift, welcher ein Aufdrehen das Gummis verhindert, in der anderen wird der Propeller eingehängt (Bild 11).
10 Die so vorbereitete Einheit wird bis zum Anschlag in den Rumpf eingeführt. Die Führung sorgt dafür, dass die Bobine an der richtigen Position ist (Bild 12).
11 Nun wird mit einem Verriegelungsbolzen der Antriebsstrang im Modell fixiert (Bild 13).
12 Der Propeller eingehängt, Sperrstift entfernt und die Schiene aus dem Rumpf gezogen (Bild 14).
13 Der Rumpfkopf mit Propeller wird durch die Gummispannung in die richtige Position gezogen und das Modell kann seinem Element übergeben werden (Bild 15 und 16).
14 Ich verwende diese Methode bei den meisten meiner Modelle, welche einen entsprechenden Rumpfquerschnitt haben, egal, wie gross oder klein sie sind. Ob Zweckmodell oder vorbildgetreu. Beschädigte oder zerstörte Rumpfe gehören seitdem der Vergangenheit an. Bild 17 zeigt noch mal alle Komponenten.



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