SOIM 2025 Dorftreff Eschenbach SG
Da die Indoor-WM kurz vor der Tür steht, war es das Ziel das Swiss Open Indoor Master 2025, nur mit der kleinen Kelle anzurichten, da nur mit geringer Beteiligung von internationalen Piloten zu rechnen war.
Schnell hat sich aber gezeigt, dass die vier Kategorien: Klik-Cup, AA, AP/AF und AFM nicht an einem Tag unterzubringen waren. Beim Erstellen des Einsatzplans zeigte sich schnell einmal, dass alle Mitglieder der MG-Bussard anpacken mussten und wir auch um die Unterstützung der umliegenden Vereine MG-Rapperswil-Jona und MG-Reichenburg froh waren. Philipp aus der FA-KO-F3-Kunstflug organisiert jeweils Punktrichter, Jury und Auswertung. Und er schwingt die Werbetrommel beim Schweizer Nachwuchs und den internationalen Piloten. Mit den Anmeldungen in den Einsteigerklassen harzte es zu Beginn etwas. Erst als ich mich mit dem Tablet während unserem Sonntagmorgenfliegen in die Halle setzte und die Mitglieder bei der Anmeldung unterstützte – böse Zungen meinen, sie seien verdonnert worden –, kam dann Bewegung in die Sache, sodass wir es dann auf eine stattliche Anzahl von 15 Klik-Cup, 3 AA, 10 AP/AF und 8 Piloten in der Aeromusical-Klasse brachten.
Im Vorfeld wurde Werbung im Gemeindeblatt gemacht und durch Beziehungen konnten auch die Obersee-Nachrichten dazu bewegt werden, etwas über den Anlass zu berichten. Die Halle wurde am Freitagabend spät eingerichtet, da durch die Sportvereine bis 22.00 Uhr noch reger Betrieb war. Am Samstagmorgen starteten wir schon um 07.30 mit dem Training. Um 10.00 gabs dann ein kurzes Briefing mit den Piloten, die wissen ja, «wiä der Chare läuft».
Beim Klik-Cup-Training zeigt sich immer wieder, dass es eben nicht ganz so einfach ist, mal eine gerade Strecke in der Halle korrekt zu platzieren, den Looping rund aussehen zu lassen, bei der Rolle nicht zu sinken und im Rückenflug nicht zu ziehen. Meine Meinung dazu ist gemacht: Je einfacher es aussieht, umso mehr Können und Talent steckt dahinter. Und wenn dann noch Punktrichter, Kollegen und Zuschauer im Rücken dem Flug folgen, dann steigt die Anspannung in unbekannte Höhen, obwohl es ja nicht um viel geht. Doch so mancher konnte einen Zacken zulegen und dem Punktrichter eine hohe Note entlocken.
In der F3P-AP/AF-Klasse hat Sylvain Passini mit seinem Doppeldecker Model Ruby eine neue Ära eingeleitet. Die Vorteile des Doppeldeckers liegen hauptsächlich in den Messerflugfiguren, von denen es in den aktuellen Programmen AP-25 und AF-25 einige gibt. Die Propeller der gegenläufigen, sogenannten Koaxial-Antriebe von Glavak werden von Jahr zu Jahr grösser und sind jetzt schon bei 20 Zoll angelangt (oder schon 21"). Zum Erstaunen, selbst von Sergej, werden sie immer robuster und verzeihen auch mal eine Berührung mit Gegenständen, die «urplötzlich» den freien Flug versperren. Damit die 50 cm grossen Propeller beim Transport Platz haben, musste so manche Kiste ausgebeult werden. Mit 1s 150mAh LiPo werden Flugzeiten von bis zu 8 Minuten erreicht. Sergej Glavak hat dann auch den Gabentisch mit 3 edlen Antriebsätzen für die Einsteigerklasse bereit. Diese wurden bei der Rangverkündigung unter den Klik-Piloten verlost.
F3P-AA:
Rang 1 Rodito Nussbaumer
Rang 2 Antoine Vurpillot FRA
Rang 3 David Jolidon
Click-Cup:
Rang 1 Rodito Nussbaumer
Rang 2 Alain Schad
Rang 2 Thomas Wäckerlin
F3P-AP/AF:
Rang 1 Gernot Bruckmann AUT
Rang 2 Sylvain Pasini
Rang 3 Philipp Schürmann
F3P-AP/AF CH:
Rang 1 Sylvain Pasini
Rang 2 Philipp Schürmann
Rang 3 Sandro Veronelli
AFM:
Rang 1 Gernot Bruckmann AUT
Rang 2 Sylvain Pasini
Rang 3 Markus Zolitsch GER
AFM CH:
Rang 1 Sylvain Pasini
Rang 2 David Jolidon
Rang 3 Matteo Pasini
Bei den Aeromusicals wird immer wieder mit neuen Spezialeffekten experimentiert: Rückwärts starten, Fallschirmabwurf, Rauchwolken mit Bypuder, LEDs synchronisiert auf die Musik u.v.m. Von den Flugkünsten ganz zu schweigen. Manchem stockt der Atem, wenn das Modell dann kurz vor der Wand doch noch in irgendeine Himmelsrichtung abdreht. Dies vermag auch das Publikum zu begeistern.
Den Jugendlichen wurde unser Hobby in der Bastellecke mit Deprongleitern «Mücken» nähergebracht, welche nach dem Zusammenkleben bunt bemalt direkt in der Nebenhalle dem Element übergeben wurden. So konnten viele Jugendliche und Eltern früh Erfahrungen mit dem Einfluss des Schwerpunkts auf den Gleitwinkel sammeln. In den Pausen wurde der Anlass mit Fun-Modellflügen aufgepeppt. Der Anlass wurde mit einem feinen Bankett- und Mittagessen vom lokalen Partyservice Pius Rüegg auch kulinarisch unterstützt. Allen Piloten, Punktrichtern, den Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle nochmals für das sportliche Verhalten und ihr Engagement für unser grossartiges Hobby zu danken, der Gemeinde für die tolle Infrastruktur und nicht zuletzt den Zuschauern für ihr Interesse.


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