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Bis zu 15 Meter Spannweite

von Jack Kägi
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Zu Beginn eine Klarstellung: Es handelte sich nicht um ein Seniorentreffen, an welchem nur Piloten ab einem bestimmten Alter teilnehmen durften. Dennoch war festzustellen, dass viele der Teilnehmer etwa denselben Jahrgang hatten wie das Original des von ihnen nachgebauten Segelflugzeugs.

Es ist eine interessante Tatsache, dass anscheinend zu einem Oldtimersegler auch meistens ein «Oldtimerpilot» gehört. Eine Ausnahme ist Markus Frey, welcher dieses schöne Treffen mit der Gruppe Müswangen und der IG Albatros so toll organisierte. Ohne Rummel und Stress wurde es zu einem Schaufliegen von alten Segelflugzeugen aus der Geschichte der Segelfliegerei. Grösse war für einmal weniger wichtig als Qualität und Wahl der gezeigten Modelle. Im Vordergrund stand der absolute Augenschmaus für jeden, der sich schon einmal mit der Geschichte des Segelfluges befasst hatte. Highlights für den Berichterstatter waren die Flüge von nicht weniger als fünf Austria «Elephant», alle in verschiedenen Grössen, wobei der grösste, gebaut von Markus Frey im Massstab 1:2, nicht weniger als 15 Meter Spannweite (!) aufwies. Weitere Highlights waren fantastische, beinahe in Museumsqualität gebaute Modelle einiger Teilnehmer, unter anderen auch Michael Ohlwein, dem am weitesten hergereisten Teilnehmer,

aus Bremen. Einen massstabgetreuen Piloten in zeitgemässer Kleidung ins voll ausgebaute Rheinland-Cockpit zu setzen, ginge ja noch an. Nun war dieser Pilot aber zudem fähig, die Steuerbewegungen des Flugzeugs am Knüppel auszuführen und bei der Ruderkontrolle den Kopf zu drehen – schlicht verblüffend. Auch andere dieser bunten Vögel hatten zum Teil ausgezeichnete Details wie beispielsweise naturgetreu nachgebaute Beplankungsschäftungen, Details, die eben das gewisse Etwas ausmachen. Auch die Flugleistungen solcher Modelle sind ansprechend und stehen jenen eines modernen GFK-Seglers kaum nach. Einzig im Speedflug sind selbstverständlich Abstriche zu machen. Die Leistungsunterschiede dürften aber kaum so gross sein wie bei den manntragenden Segelfliegern. Fazit: Oldtimersegler machen genauso viel Spass wie Schalentiere und sehen in der Luft mindestens so gut aus, wenn nicht besser. Nicht nur der Berichterstatter hofft, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Veranstaltung dieser Art geben wird. Jack Kägi



Eine weitere Seltenheit, die Fauvel 221 von Michael Ohlwein. Monsieur Fauvel hat einige sehr interessante «Brett Nurflügel» konstruiert und zudem die 221 in Museumsqualität nachgebaut.



Ka 4 «Rhönlerche», das Schulflugzeug für Tausende von Segelfliegern.



«Austria» bei der Landung. Man könnte beinahe mitlaufen.



Der «Habicht» ein sehr bekannter Kunstflugsegler.



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