Brislacher Modellbaubörse weiter auf Erfolgskurs
Die Pandemie hat so einiges in unserem Alltag aus dem Rhythmus gebracht. Auch den Turnus der Brislacher Modellbaubörse. Nach zweimaligem Ausfall war deshalb die Anspannung gross, ob die Modellflieger von nah und fern wieder den Weg nach Brislach finden würden. Zudem war am 2. April das Wetter sehr garstig. Und trotzdem – sie kamen in Scharen.
Der Modellflugverein Brislach konnte nach zweimaligem «Covid-Ausfall» am ersten Aprilwochenende seine 20. Modellbaubörse organisieren. Die Herausforderungen waren schon im Vorfeld gross. So galt es unter anderem, genügend Parkplätze bereitzustellen. Dank der Unterstützung der Gemeinde ist dies bestens gelungen. Bereits um 7 Uhr standen die ers-ten Käufer und Verkäufer vor der Mehrzweckhalle an, obwohl die Börse ihre Türen erst um 8 Uhr öffnete. Aber dann ging's los! Flugbereite Segelflieger, Motorflieger, Helikopter, aber auch Baukästen, Elektromotoren, Fernsteuerungen und vieles andere mehr wurde eifrig in die Halle getragen und möglichst publikumswirksam präsentiert. Die schönsten und günstigsten Objekte fanden denn auch schnell einen Käufer und wurden aus der Halle getragen, noch bevor die etwas verspätet Angekommenen ihre Ware zur Schau stellten.
Schon die früheren Börsen haben gezeigt, dass Fertigmodelle aus Elapor, einer Art Styropor, sehr beliebt sind. Dieser Trend hat sich seither akzentuiert. Der Markt dieser «Schaumstoffwaffeln» ist stark gewachsen und das Angebot sowohl an klassischen Seglern, Seglern mit elektrischem Hilfsmotor als auch an reinen Elektromotormodellen ist riesig geworden. Flugmodelle mit Verbrennungsmotor sind – mit Ausnahme der Schleppflugzeuge – beinahe vom Markt verschwunden. Doch auch hier zeichnet sich dank der immer leistungsfähigeren Akkus und Antriebe eine Wende ab.
Wer die Brislacher Modellbaubörse besucht, der kommt aber nicht nur des Handels wegen. Die Börse ist auch ein beliebter Treffpunkt für die grosse Familie der Modellflieger aus der ganzen Schweiz. Da werden Kontakte geknüpft, Freundschaften gepflegt und alte Erinnerungen aufgefrischt. Und zu guter Letzt: Was wäre die Börse ohne die bekannt gute Küche! Das Motto vieler Besucher lautet deshalb: Sofern ich nichts kaufe oder verkaufe, habe ich mich zumindest gut verpflegt und unter Gleichgesinnten einen schönen Tag verbracht. In diesem Sinne fand eine weitere erfolgreiche Börse mit rund 250 Besuchern am späteren Nachmittag ihren Abschluss.


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