Sport

Lostorfer Freiflugwettbewerb

von Urs Keller
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Am 25. März wurde bei schönem Wetter der traditionelle Lostorfer Regionalmeisterschaft-ZS-F1E-(Magnetflieger)- und Freundschaftswettbewerb sowie der 57. Freiflugwettbewerb für Anfänger vom MV Dintikon organisiert und durchgeführt. Der Lostorfer Freiflugwettbewerb wurde ursprünglich vom MV Olten unter massgeblicher Initiative von Werner Kölliker sel. ins Leben gerufen. Viele Senioren erinnern sich noch gerne an diese ersten «Gehversuche» im Modellflug.

Der MV Dintikon wurde 1958 gegründet, ist somit bereits 60 Jahre alt und hat 45 Mitglieder. Auf der Suche nach einem geeigneten Hang für die Austragung von F1E-Wettbewerben hat der MV Dintikon die Erlaubnis des MV Olten erhalten, den F1E-Wettbewerb parallel zum Anfängerwettbewerb in Lostorf abzuhalten. Auf Anfrage des MV Olten hat der MV Dintikon ab 2010 neben dem F1E-Wettbewerb auch die Organisation dieses Anfängerwettbewerbs übernommen, damit die alte Tradition eine Fortsetzung hat.

Am Anfängerwettbewerb nehmen im Schnitt ca. 25 Schüler und ca. zehn Senioren teil. Bei der F1E-(Magnetflieger)-Regionalmeisterschaft nehmen ca. acht Piloten teil – sie wurde bereits zum achten Mal ausgetragen. Die Schüler stammen aus den Schulen der Kantone Aargau und Solothurn. Die F1E-Piloten sind Verbandsmitglieder der Region Zentralschweiz (ZEN).

F1E, eine ausgesprochen interessante FAI-Kategorie. Nach dem Handstart muss das Modell eine vom Wettbewerbsleiter vorgegebene Zeit (z. B.



drei Minuten) fliegen. Danach wird der Flug mithilfe der Thermikbremse (Aufstellen des Höhenruders) vom Himmel geholt, damit es nicht verloren geht. Drei Minuten scheinen kurz – bei schlechten Bedingungen sind sie aber elend lang.

Die Modelle haben einen Magnetkompass eingebaut. Den gibt es in mechanischer und elektronischer Ausführung. Mithilfe des Magnetkompasses wird er auf einen bestimmten Kurs gebracht und er sorgt während des Flugs auch dafür, dass der eingestellte Kurs eingehalten wird.

Beim elektronischen Magnetkompass hat man zusätzlich noch die Möglichkeit, nach einer programmierbaren Zeit eine Kurskorrektur einzuleiten, sodass das Modell zum Beispiel wieder zum Startort zurückfliegt.

Die Modelle sind absolute Hightech-Maschinen. Trotz der «Beladung» der Modelle mit all den technischen Einrichtungen (Magnet, Timer, Steuerungsorgane) haben die Modelle eine Flächenbelastung von etwa 10 g/dm2. Ein Fall also für ausgesprochen ausgeklügelte Bauweisen für Modellbauer mit dem entsprechenden Know-how. Vergleichsweise ist ein RC-Segler schon sehr leicht gebaut, wenn er wenigstens ein bisschen unter die 20-g/dm2-Marke kommt. Fast nur die aufwendig gebauten und teuren Voll-CFK-Modelle in der F3J/F5J-Klasse erreichen derart geringe Flächenbelastungen. Fairerweise muss man dazu auch sagen, dass diese Modelle ganz anderen Belastungen standhalten müssen (Bullenschlepp, Stecklandungen usw.).

Bei den Anfängern wurden acht Durchgänge geflogen. Bei den Junioren hat Elias Schubert (Reinach) gewonnen, gefolgt von Heven Tesfay (Reinach) auf dem 2. Platz und Silas Bossi (Muhen) auf dem 3. Platz.

Bei den Senioren hat Hans Schoder (470 Sek.), gewonnen, gefolgt von Wolfgang Burgstaller (342 Sek.) auf dem 2. Platz und Matthäus Vetter (295 Sek.) auf dem 3. Platz.

In der F1E-Regionalmeisterschaft wurden fünf Durchgänge geflogen. Gewonnen hat Urs Müller von der MV Dintikon (633 Sek./417,03%), gefolgt von Walter Spatny ABB (411 Sek./400,61%) auf dem 2. Platz und Maurice Bodmer ABB (503 Sek./334,83%) auf dem 3. Platz.

Die vollständigen Ranglisten sind auf der SMV-Homepage aufrufbar.



Herzliche Gratulation den Gewinnern!

An dieser Stelle danke ich den Organisatoren und dem MV Dintikon für die Organisation und die professionelle Durchführung dieses interessanten Sportanlasses ganz herzlich.

Urs Keller




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