Elektrojets over Dübendorf 2012
Das 7. Meeting für Impellerjets fand wiederum auf dem Flugplatz Dübendorf statt. Die IGJES (Interessengemeinschaft Electric Jets Switzerland) und die MG Dübendorf luden traditionsgemäss zu einem freundschaftlichen Fliegen auf dem Gelände des Militärflugplatzes ein. Wie schon früher waren die 35 Anmeldungen sehr bald eingetroffen, sodass leider nicht alle Interessenten für diesen Anlass berücksichtigt werden konnten.
Der Wetterbericht kündigte für diesen Tag Sonne und Wolken an. Zudem müsse mit gewissen Windböen gerechnet werden. Schon am frühen Morgen waren die schneebedeckten Berge um den Säntis zum Greifen nahe sichtbar. Eine starke Föhnlage über der Ostschweiz war dafür verantwortlich. In der Regel ist dies eine zuverlässige Garantie für einen regenfreien Tag. Schon bald machten sich auch orkanartige Windböen auf dem Flugplatz bemerkbar. Der Windsack konnte sich nur noch mit grosser Mühe an seiner dünnen Metallstange auf dem Erdwall behaupten. Das Briefing der angereisten Piloten musste im Hunter-Stübli, einem Holzgebäude neben der Piste, durchgeführt werden. Immerhin war für den Mittag mit einem Abflauen des Windes zu rechnen. So sagte es zumindest die Meteoinfo vom benachbarten Flughafen Kloten vorher.
Gespannt warteten die Teilnehmer auf die Neuheiten dieser Flugsaison. Wegen des starken Windes kamen diese vorerst eher zaghaft zum Vorschein. Gegen Mittag flaute der Wind der Vorhersage entsprechend ab und der Flugbetrieb konnte beginnen. Auch bei den Impellerjets gibt es verschiedene Trends. Sportjets zeichnen sich oft durch ein gutes aerodynamisches Design aus. Sie fliegen darum eher schnell, und dies auch in der Vertikale. Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist der Spark, welcher regelmässig in Dübendorf anzutreffen ist. Im Gegensatz dazu gab es zahlreiche neue Semi- und Fullscale-Jets in der Luft und am Boden zu sehen. Diese Kategorie scheint sich trotz des hohen Bauaufwandes wieder einer grösseren Beliebtheit zu erfreuen. Der Trend zu Schaummodellen scheint an dieser Veranstaltung dagegen eher rückläufig zu sein. Inzwischen sind einige dieser Flugzeuge in der Luft kaum mehr von GFK-Modellen zu unterscheiden.

Am Nachmittag nahmen die Windstärken erneut zu. So hatten die Piloten vor der Heimfahrt noch etwas Zeit, um die neusten, noch nicht eingeflogenen Modelle am Boden zu begutachten oder gar gegenseitig zu würdigen. Gruppenfoto am Mittag. Auch das obligate Gruppenfoto am Mittag gehört jedes Jahr zu dieser Veranstaltung. Das Originalbild ist aus fünf Einzelfotos zusammengesetzt und kann wegen seiner riesigen Grösse nur in Einzelausschnitten auf dem PC-Monitor unter www.telesys.ch betrachtet werden.

Draussen stiegen die Windgeschwindigkeiten bereits wieder beträchtlich an. Wer keine Materialverluste riskieren wollte, der hatte seine Flugzeuge zur Sicherheit schon ins Auto verpackt. Der Wind blies nun erneut unermüdlich stark. Denn alles, was nicht niet- und nagelfest war, wäre nun in raschem Tempo über den Platz geflogen. Nur eben dieses Mal nicht ferngesteuert. So fand auch das Debriefing wieder in einem weiteren sturmfesten Gebäude statt.
Ein sanfter Wind zur Vertreibung der Regenwolken wird zwar auf dem Flugplatz sehr geschätzt. Doch wenn dieser dann so stark aufkommt, dass er dazu auch noch sämtliche Piloten und Flugzeuge vom Platz vertreibt, dann wird er plötzlich sehr unsympathisch. Trotz allem verlief das diesjährige Treffen der Impeller-Piloten wieder ohne einen einzigen Modellverlust. Und im nächsten Jahr wird es bei diesem Anlass ganz bestimmt eine andere Wetterlage geben. So ist auch hier regelmässig für Abwechslung gesorgt.
Der Autor dieses Berichtes bedankt sich im Namen aller Teilnehmer beim Organisator, Nello Nero, und seinen Helfern aus der MG Dübendorf für die sorgfältige Vorbereitung und perfekte Durchführung des diesjährigen Jet-Meetings. Viele weitere Bilder von der Veranstaltung befinden sich im Internet unter www.telesys.ch oder www.igejs.ch.
Bild und Text: Hermann Mettler


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