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Wie die Modellfluggruppe zu ihrem Modellfluggelände kam

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Wie die Modellfluggruppe zu ihrem Modellfluggelände kam

Die Modellfluggruppe Nidwalden ist ein Verein mit ca. 100 Mitgliedern und seit ihrer Gründung im Jahre 1956 auf dem Flugplatz Buochs zu Hause. Lange Zeit konnten wir am Abend und am Wochenende auf der 2500 m langen Hauptpiste fliegen, in friedlicher Kooperation mit den damals wenigen Grossfliegern. Die Segelflieger operierten mehrheitlich von der sogenannten Redundanzpiste, einer Parallelpiste, aus.


Militärflugplätze im Wandel

Im Zuge des Wandels von einem militärischen zu einem immer mehr zivil genutzten Platz mussten auch wir einen neuen Platz finden. Zuerst flogen wir für eine gewisse Zeit auf einem Rollweg, bevor wir dann ca. 2008 auf der sogenannten Redundanzpiste südlich der Hauptpiste unsere Zelte aufschlugen. Auch hier stand uns eine fast unbeschränkt lange, 40 m breite Piste zur Verfügung, welche höchstens mal für terrestrische Anlässe als Parkplatz oder Rennpiste mit-

benützt wurde. Erschwerend kam nur der eingeschränkte Luftraum dazu. Aber über alles gesehen war das Jammern auf hohem Niveau!

Die nächsten grossen Änderungen kamen dann eher schleichend mit dem kompletten Rückzug der Armasuisse von Buochs. Viele unbenützte Rollwege, sowie der westliche («unser») Teil der Redundanzpiste wurden den diversen Genossenkorporationen zur sogenannten Renaturierung übergeben. Da der Modellfluggruppe in den Verträgen mit den

Korporationen kein Platz zugeteilt worden war, mussten wir selber eine Lösung suchen. In diversen Gesprächen mit der Genossenkorporation Buochs (GKB) kamen wir aber längere Zeit nicht wirklich weiter.


Daseinsberechtigung für uns Modellflieger

An einer öffentlichen Veranstaltung im Jahr 2018 zum Thema Flugplatz äusserten wir dann gegenüber dem Kanton unseren Unmut darüber, dass wir bei der Neuordnung des Flugplatzes komplett übergangen worden waren. Auf diese Intervention hin wurden wir dann zusammen mit der GKB zu einem Gespräch eingeladen. Der Kanton bejahte grundlegend unsere Daseinsberechtigung auf dem Flugplatz, machte aber auch klar, dass wir primär



mit den Landbesitzern (GKB) zu einer Lösung kommen müssen. Im gleichen Atemzug wurde auch erwähnt, dass es dann eine Baubewilligung brauche und dass wir keine Autos auf dem Modellfluggelände parkieren dürfen! Das Parkverbot rührt daher, dass auf der Zufahrt zum geplanten Gelände ein Fahrverbot eingeführt wurde. Die Parkier-Problematik konnte dank dem Entgegenkommen der Flugplatzbetreiber ABAG schnell gelöst werden.

Wir dürfen jetzt innerhalb des Flugplatzareals parkieren, müssen aber einen Weg von ca. 700 m in Kauf nehmen! Viele Piloten haben sich darum Elektroscooter zugelegt. Das macht auch Spass.


Lösungen zeichnen sich ab

In diversen Sitzungen mit der GKB kamen wir schliesslich zu einer Lösung, bei der eine Asphaltfläche von 120 × 20 m am bestehenden Standort nicht renaturiert wird. Im Dezember

2020 konnten wir einen Vertrag mit 10-jähriger Laufzeit und automatischer Verlängerung abschliessen. Bei der Aufsetzung des Vertrags unterstützte uns ein vom SMV vermittelter Anwalt.

Im Januar 2021 reichten wir dann auf der Gemeinde Buochs ein Baubewilligungsgesuch ein. Kurz darauf erhob der Kanton Einsprache und bestand auf einer früher postulierten maximalen Grösse von 2000 m2. Jetzt musste sehr kurzfristig

der Platz verkleinert werden, was Zusatzkosten verursachte. Sonst gab es aber glücklicherweise keine Einsprachen!

Jetzt erfreuen wir uns also seit diesem Frühjahr an einem langfristig gesicherten eigenen Flugplatz von 110 × 18 m. Auf dem Luftbild sieht man gut unsere Piste. Sieht doch gut aus, oder? Links (östlich) davon ist noch ein nicht renaturierter Teil der ehemaligen Redundanzpiste.

Dank der grosszügigen Beteiligung des SMV an den nicht unerheblichen Kosten für Anwalt und Baugesuch hielt sich der finanzielle Aufwand für den Verein in Grenzen. Vielen herzlichen Dank.



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