Erfolgreiche erste Weltmeisterschaften im Indoor-Kunstflug (F3P) in Coburg D
Die Organisatoren des Deutschen Aero Clubs dürfen auf das gute Gelingen der ersten F3P-Weltmeisterschaften mit 49 Teilnehmern stolz sein. In einigen Bereichen hatten die Ausrichter mit neuen Problemen zu kämpfen und ein gesundes Mass an Improvisation an den Tag zu legen. Die Modelle sowie auch die Darbietungen der Spitzenpiloten waren bereits auf einem Niveau, das nur schwer zu überbieten sein dürfte.
Eine bunt gemischte Punktrichterschar aus 11 Ländern und erst noch in einer neuen Kunstflugkategorie einigermaßen in Gleichklang zu bringen, war keine leichte Aufgabe. Im Rahmen von zwei Intensiv-Lehrgängen sowie zwei Duzend Vorflügen hat der CIAM F3-Kunstflug-Chairman Michael Ramel diese Aufgabe ausgezeichnet lösen können. Er hat sich bei seinen Instruktionen auf die sehr illustrativen Folien von Peter Uhlig gestützt. Ich habe beide Kurse und eine grosse Zahl an Vorflügen mitmachen dürfen und dabei einen sehr guten Eindruck von der Kompetenz und Ernsthaftigkeit der Punktrichterarbeit bekommen. Dazu ist den Verantwortlichen zu gratulieren.
Mit bis zu diesen Weltmeisterschaften nur sehr rudimentäre, Kenntnisse, über die Technik der F3P-Modelle, war ich angesichts der grossen Zahl an eigentlichen Hightech-Maschinen überrascht. Deren Herstellung setzt in hohem Masse Präzisionsarbeit, Materialkenntnisse sowie mechanisches und elektronisches Verständnis voraus. Dazu kommen die recht komplexen Einstellungen am Sender. Auch lässt sich der Trend zu immer weniger Depron bis hin zu reinen Kohle-Folienkonstruktionen erkennen. In F3A (noch) nicht so populär, aber hier wurden gegenläufige Propeller bei den Top Ten mehrheitlich eingesetzt. Diese Antriebe sind wirklich kleine Wunderwerke. Die ein- und zweimotorigen Systeme mit Getriebe sollen bei rund 16 bis 20 g liegen und die Einmotorigen mit gegenläufigen, frei drehenden Propellern entsprechend leichter.
Die Spitzengruppe hat durchwegs nicht nur eine grosse Präzision der Figuren gezeigt, sondern auch die Platzierung aus der Sicht der Punktrichter vorbildlich wahrgenommen. Hier ist denn auch bei vielen Piloten noch einiges Verbesserungspotenzial vorhanden sowie bei den Geschwindigkeiten der vertikalen Auf- und Abwärtsfiguren – von den F3A-Flügen bestens bekannt.

Die Schweizer Mannschaft bestand aus drei «Senioren» und einem Junior sowie zwei Helfern. Sie konnten mit ihren zwar sauberen Flügen an der Spitze nicht ganz mithalten und platzierten sich in der Einzelwertung im Mittelfeld und in der Mannschaftswertung im letzten Drittel. Die Modelle entsprachen nicht dem neuesten Stand. Bis auf eine Deckenberührung waren praktisch keine gröberen Probleme zu beklagen. Ein Negativpunkt bestand in der Tatsache, dass unsere Schweizer ohne Mannschaftsleiter antreten mussten. Mir ist aufgefallen, dass mit einer besseren Information der Piloten da und dort noch ein paar Punkte zu holen wären.
In den Freestyle-Flügen – sie zählen bekanntlich nicht zu den Weltmeisterschaften – konnten die Piloten ihr vielseitiges Können offenlegen. Dieser Annex-Wettbewerb – der leider fälschlicherweise in der Schweiz oftmals «AeroMusicals» genannt wird – zeigte eine ähnliche Rangierung wie die Weltmeisterschaften. Und er bestätigte ausserdem die Grundidee der F6-Klassen: Ein riesiger Unterschied bei der Zuschauerzahl! Unser Team landete am Schluss der Rangliste. Auch hier wären mit einer besseren Information der Piloten über das Freestylefliegen noch ein paar Ränge zu holen. So hat insbesondere Christian Oppliger sein fliegerisches Potenzial und die technischen Möglichkeiten seines Modells leider nicht ausschöpfen können. Die Flüge der Spitzengruppe müssen als eigentliche Kunstdarbietungen von höchster Attraktivität gesehen werden: Vielseitigkeit und Kreativität der Programme sowie die Auswahl der Musik auf höchstem Niveau. Immer wieder brachen die Zuschauer in spontanen Applaus aus und klatschten rhythmisch mit.
*E. Giezendanner
Bilder: G. Wöbbeking*
| Die Ränge | |
|---|---|
| Senioren (49 Konkurrenten) | |
| 1. Gernot Bruckmann | AUT |
| 2. Donatas Pauzuolis | LIT |
| 3. Tetsuo Onda | JAP |
| Ferner | |
| 25. Nico Strebel | SUI |
| 29. Christian Oppliger | SUI |
| 35. Daniel Ziegenhagen | SUI |
| 37. Michel Hauser | SUI |
| Mannschaften (15 Teams) | |
| 1. Frankreich | |
| 2. Österreich | |
| 3. Deutschland | |
| Ferner | |
| 10. Schweiz | |
| Junioren (12 Konkurrenten) | |
| 1. Theo Catros | FRA |
| 2. Takuya Takahashi | JAP |
| 3. Karl-Ernst Overdick | GER |
| Ferner | |
| 6. Nico Strebel | SUI |

Wir müssen nicht, wie im Fussball üblich, jedes Mal, wenn wir verlieren, den Coach auswechseln. Trotzdem bin ich überzeugt, dass dem Mannschaftsleiter – oder TM, wie er auch genannt wird – an Modellflugweltmeisterschaften eine wichtige Rolle zukommt. Ja, in gewissen Situationen kann seine kompetente Intervention gar entscheidend sein. Die Anforderungen an Piloten, Helfer und TMs sind seit vielen Jahren laufend gestiegen. Während es vor 20 Jahren noch einigermassen vertretbar war, dass eine Person mehrere Funktionen übernehmen konnte – selbst dann war’s in einigen Klassen suboptimal –, ist dies heute nicht mehr möglich, ohne dass gewisse Bereiche zu kurz kommen. Ich habe aus diesem Grund beim SMV schon mehrmals eine bessere – oder überhaupt eine – Vorbereitung der TMs vorgeschlagen. Das Ressort Sport will dieses Thema nun anpacken.

DIE PC-21-STORY

Neuigkeiten von HEBU

WEISCH, WASI MEINE? 125 JAHRE AERO CLUB DER SCHWEIZ

CORSAIR F4U – EIN WARBIRD MIT EINPRÄGSAMER OPTIK

STOLZ UND GUTE IDEEN

ATOM, DER NEUE DOPPELDECKER VON CPLR

52. COUPE DES ALPES 2026

HORIZON HOBBY/LEMACO NEWS:MICRO OV-10 BRONCO 645 MM VON E-FLITE

EUROPAMEISTERSCHAFTEN F3A IN ST-MACAIRE, FRANKREICH

WILLKOMMEN, NEUES MITGLIED!

EURO CONTEST GLIDER ACRO TOUR ÖSTERREICH 2026

VON DER JUGEND FÜR DIE JUGEND

TEAMMANAGER «THIS» BOSSHARD

EINBLICKE IN DIE WASSERFLUGGESCHICHTE

Neuigkeiten bei Leomotion.com

STADTPARTNERSCHAFT

FERIENPLAUSCH 2026 BEI DER MG USTER

FREIFLUG IM HOCHSOMMER

34. ALPINES MODELLFLUGLAGER HAHNENMOOS

KLEINE VORBILDÄHNLICHE SEGLER

SCHNUPPERTAG BEIM MFV WETTINGEN

COUPE DES ALPES – BEOBACHTEN UND LERNEN

REGION NOS – EIN ZENTRUM DES ELEKTROFLUGS

VON 0 AUF 100

NEUIGKEITEN VON HEBU

ERINNERUNGEN

WEISCH, WAS I MEINE? IM LAND DES LÄCHELNS
