Sport

Jahresrückblick Schweizer Freiflug 2022

von Fredi Andrist
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Eine Freiflugsaison mit einigen Höhepunkten ist vorbei.


Unsere Jahresplanung erwies sich als ideal. Einzig in der Klasse F1E mussten wir Terminverschiebungen vornehmen. Bis auf den Berner Alpencup F1E konnten alle Wettbewerbe durchgeführt werden.

Bei den Schweizer Meisterschaften ist die Teilnehmerzahl stabil auf niedrigem Niveau. Es braucht von den aktiven Freifliegern weiterhin viel Engagement, damit eine Zunahme der Beteiligung erreicht werden kann. In der Klasse F1A entschlossen sich zwölf Piloten zu einer Teilnahme. Im Jura bei Plamboz haben wir ein Gelände, das sich sehr gut eignet. Die Bedingungen waren äusserst heikel. Umlaufende Winde und sehr schwierige thermische Verhältnisse verlangten von den Piloten viel Aufmerksamkeit und Gefühl, wo sie ihr Modell freigaben. Christian Andrist erreichte als einziger Pilot in allen Durchgängen die Maximalzeit. In der Klasse F1A/SK (Nurflügel-Modelle) waren sechs Piloten am Start. Der Sieger, Heinz Bleuer, erreichte dabei in den sieben Flügen eine Durchschnittszeit von 111 Sekunden.

In der Klasse F1B waren fünf Piloten am Start. Die Bedingungen waren gut. Schwacher Wind und gute Luft führten dazu, dass am Schluss der sieben Durchgänge alle Piloten die volle Punktzahl hatten. Nun war ein Fly-off angesagt. Man entschloss sich, dieses erst nach siebzehn Uhr zu starten. Im Bild auf der folgende Seite wird der Gummi aufgezo- gen. Ab Freigabe hat der Pilot sieben Minuten Zeit, sein Modell zu starten. Der Gummi darf erst mit Beginn des Fly-offs aufgezo- gen werden. Hier ist sicher einmalig, dass die Familie Andrist die ersten drei Ränge belegte.

In der Klasse F1E wurde die Meisterschaft im Juni in Wikartswil/Bern ausgeflogen. Andreas Tschanz war mit sehr guten Flügen am Schluss der



Sieger. Die hohen Temperaturen und sehr schwacher Wind von verschiedenen Richtungen erschweren den Teilnehmern das Erreichen der angesagten Flugzeit. In der Sparte F1E/SK (Nurflügel-Modelle mit Magnetsteuerung) waren fünf Pilo-



ten am Start. Das Wetter war ideal und es waren sehr gute Flüge zu verzeichnen, am Ende siegte Michi Bleuer.

In der Sparte F1D (Saalflug) ist eine erfreuliche Zunahme der Teilnehmer zu registrieren. Die Baukurse unter der fachkundigen Leitung von Christian Gugger haben dazu geführt, dass sich verschiedene Piloten mit diesen filigranen Modellen befassen und auch an den Wettbewerben teilnehmen. Es werden in nächster Zeit weitere Baukurse angeboten. Interessenten können sich bei Christian Gugger melden.



International

Hier war ein Höhepunkt die Europameisterschaft in Nordmazedonien. Die Ergebnisse waren gut. Dominik Andrist belegte in der Klasse F1A bei neunundsiebzig Startenden den achten Rang. Die Mannschaft wurde Siebte von sechsundzwanzig. Die Bedingungen waren äusserst hart. Während der ganzen Woche waren Temperaturen von fast 40 Grad zu verzeichnen. Schwacher Wind aus allen Richtungen und sehr schwierige thermische Verhältnisse erschwerten es den Piloten, die gute Luft zu finden. An verschiedenen Weltcupwettbewerben wurden hervorragende Ergebnisse erreicht. Lauri Malila und Dominik Andrist gewannen im F1A je einen Weltcupwettbewerb. Alfred Andrist wurde im F1B einmal Dritter. Weitere Spitzenklassierungen werden im Weltcup erfolgen.

Der Schweizer Freiflug lebt und vor allem ist er international auf sehr gutem Niveau. Wir müssen alles unternehmen, dieses Niveau zu halten. Auch sind wir gefordert, weitere Piloten zu animieren, in die Freiflugklassen einzusteigen.

Die detaillierten Ergebnisse sind auf der Homepage des SMV ([www.modellflug.ch](http://www.modellflug.ch)) zu finden.

*Fredi Andrist*



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