2. Internationales Elektroflug-Meeting
Während bei der ersten Auflage dieser Veranstaltung im Jahre 1973 in Pfäffikon von den vier erschienenen Piloten zwei ihre Modelle in die Luft brachten, sah es nur zwei Jahre später ganz anders aus: Alle neun Konkurrenten absolvierten ein bis zwei Flüge und es scheint, dass der Elektroflug den Kinderschuhen endgültig entwachsen ist.
Das Meeting war bereits 1973 so geplant worden, dass es nicht zu einer Meisterschaftsstimmung kommen sollte. Der Sinn der ganzen Sache war vor allem der Erfahrungsaustausch der Elektroflieger und der an dieser Kategorie Interessierten. Da aber Leistungen der El-Modelle demonstriert werden sollten, stellten wir den Piloten und ihren Modellen ganz bestimmte Aufgaben, wie Distanz, Dauerflug, Landegenauigkeit etc. Bald einmal zeigte es sich, dass die ganzen Anforderungen dem heutigen Entwicklungsstand des El-Flugs entsprechend zu tief angesetzt worden waren, so dass am Schluss praktisch nur noch die Sekunden der Abweichungen von der Idealzeit über die Ränge entschieden. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen — es wurde im Lee eines bewaldeten Hügels gestartet — gelangte praktisch jedes Modell über den Wald in die Aufwindzone und zwar mit solcher Sicherheit und Problemlöslichkeit, wie sich das jeder geübte Motorsegler nur wünschen kann. Während des Programms kamen die bekannten Modelle E-1 (Multiplex) von Helmut Schenk, Hi-Fly und Mosquito (Graupner), sowie diverse Eigenkonstruktionen zum Einsatz. Während der Hi-Fly und der E-1 seit längerer Zeit als Bausatz auf dem Markt sind, wird das sehr überzeugende Modell Mosquito erst im Laufe dieses Sommers im Fachhandel erhältlich sein. Da wir im MFS 4/75 ausführlich über die verschiedenen El-Modelle, welche heute für jedermann zugänglich sind, berichten wollen, verzichten wir an dieser Stelle auf weitere Beschreibungen. Zahlreiche wichtige Informationen entnehmen Sie vielleicht schon jetzt unserem Bildbericht von Andreas Schelling.
Das Meeting wurde von den Modellfluggruppen Illnau-Effretikon und Pfäffikon/ZH durchgeführt und soll im Frühjahr 1976 eine weitere Auflage — allerdings mit geändertem Programm — erfahren. Allen Beteiligten möchten wir recht herzlich danken und den zahlreichen Zuschauern für das bekundete Interesse.
Emil Giezendanner

| 1. Walter Lamprecht, Dettingen/BRD | Mosquito | 619 |
| 2. Roland Sommer, Niefern/BRD | E-1 | 618 |
| 3. Ernst Tscheulin, Owen-Teck/BRD | Mosquito | 617 |
| 4. Wolfgang Schwarze, Heiningen/BRD | Hi-Fly | 614 |
| 5. Helmut Schenk, Pforzheim/BRD | E-1 | 608 |
| 6. Bruno Giezendanner, Pfäffikon/CH | Logos (EK) | 578 |
| 7. Ueli Hafner, Pforzheim/BRD | Eigenkonstr. | 552 |
| 8. Markus Wyss, Pfäffikon/CH | Cygnus | 329 |
| 9. Mario Waldmeier, Pfäffikon/CH | Eigenkonst. | 102 |
Gewinner des Wanderpokals:
Walter Lamprecht, Dettingen
Gewinner des Pokals für die interessanteste techn. Konstruktion:
Ueli Hafner, Pforzheim


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