Geschichte

robbe-Hornet

von H. Stettler
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robbe-Hornet

etwas über den Bau und die Flugerfahrungen

In der Reihe der kompakten Segelmodelle ist die robbe-Hornet seit rund 2 Jahren auf dem Markt. Möglich sind 2 Ausführungen: Rippen- und Fertigflächen. Der nachfolgende Bericht bezieht sich auf das Modell mit Fertigtragflügel.

Mit einer Spannweite von 210 cm ist der problemlose Transport in jeder Beziehung gewährleistet. Im Citroen 2 CV zum Beispiel kann das Modell vollständig unter den Vordersitzen verstaut werden. Das Transportvolumen der einzelnen Familienmitglieder wird daher in keiner Weise eingeschränkt.

Technische Angaben:nach Katalogin Wirklichkeit
Spannweite2,115 m
Rumpflänge1,005 m
Gesamtflächeninhalt31,72 dm2
Fluggewicht1150 g1350 g
Gesamtflächenbelastung36,25 g/dm242,55 g/dm2

Baukasten

Der Baukasten ist komplett ausgerüstet. Es fehlt lediglich das Bespannmaterial sowie der Zweikomponentenkleber. Die Holzqualität ist sehr gut. Auch die Tragflächen sind in der üblichen Bauweise mit Styroporkern und Furnierbeplankung hergestellt. Die Anschlussrippen sind bereits montiert und mit der Bohrung für die Haltestifte versehen.

Der sog. Crashproof-Rumpf ist komplett fertig erstellt und gelb eingefärbt. Er ist ähnlich den Ferran-Fertigrümpfen bei den Carrera-Modellen. Das Steuergestänge mit Umlenkhebeln ist montiert. Ebenso fertig eingebaut ist die Flügelbefestigung. Die Bauanleitung und der Bauplan sind klar und leicht verständlich.


Zusammenbau

Innerhalb von 15–20 Stunden, je nach Aufwand für den Finish, kann das Modell flugfertig erstellt werden. Die Arbeiten sind zügig und problemlos durchzuführen. Bei den Tragflügeln sind lediglich die Nasenleisten und Randbogen anzubringen und profilgerecht zu verschleifen sowie die Messingröhren für die Haltestifte einzuleimen. Das Höhenleitwerk liegt rohbaufertig bei. Auch hier sind nur noch die Schleifarbeiten nötig. Normal aufzubauen ist lediglich das Seitenruder.

Der Kabinenrahmen liegt als Fertigteil bei. Die Kabinenhaube ist mit der Schere passgerecht zuzuschneiden und mit dem Rahmen zu verkleben.

Auch der Steuerungseinbau bietet keine Schwierigkeiten. Das Servohalte-Brettchen wird fest mit dem Rumpf verschraubt und bietet dadurch zusätzliche Stabilität. Vorteilhaft ist ein runder Akku, den man in der Rumpfnase unterbringen und gleichzeitig als Trimmgewicht verwenden kann.

Etwas problematisch ist das Montieren der Auflage für das Höhenleitwerk. Siehe die Bemerkungen unter «Verbesserungsvorschläge».

Tragflächen und Leitwerk wurden mit gelbem Japanpapier bespannt und mit einem farblosen Schutzlack versehen. Selbstverständlich ist auch Folienbespannung möglich. Auch können die Tragflügel lediglich mit einem Zweikomponenten-Schutzlack gestrichen werden. Zur weiteren Dekoration des Modells sind Schiebebilder im Baukasten.



robbe-Hornet ist ein Allwetter- und Allzweckmodell, welches vom Bau her keine Schwierigkeiten bietet und dem Piloten, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, volle Befriedigung bieten kann.


Verbesserungsvorschläge
  • Gemäss Bauanleitung ist die Wippen-Auflage für das Höhenleitwerk mit zwei Holzschrauben auf der Dämpfungsflosse des Seitenleitwerkes zu befestigen. Die Schrauben sind auf der Gegenseite mit Zweikomponenten-Kleber zu vermuffen. Diese Lösung ist eindeutig zu schwach. Bei harten Landungen können die Schrauben aus der Vermuffung gerissen werden.
    Abhilfe: Verschrauben der Auflage mit M3-Schrauben und Sicherung auf der Gegenseite mit Unterlagsscheibe und Mutter mit anschliessender Leimvermuffung wie oben erwähnt. Zum Verschrauben der Mutter im Innern der Dämpfungsflosse ist eine Pinzette zu verwenden (nur Geduld, es geht schon!). Anschliessend Leimvermuffung wie oben erwähnt. Diese Verbindung ist unerhört stabil.
  • Die hinteren Flügelbefestigungsstifte haben einen Durchmesser von nur 2 mm. Bei harten Landungen kann sich die Fläche aus der Halterung lösen. Durch den Gummizug pendelt die Fläche zurück und der dünne Stift kann so ohne weiteres ein Loch in den Rumpf drücken.
    Abhilfe: Stahlstift von mindestens 4 mm Durchmesser. Was aber auch Messingröhrchen von entsprechender Grösse in Rumpf und Flügel verlangt.
  • Die Kabinenhaube sollte auch vorn mit einer Holzschraube am Rumpf befestigt werden.

Flugerfahrungen

Das Modell kann einzig durch den entsprechenden Einbau der Steuerungsteile (Akku, Empfänger, Servos) ausgewogen werden. Aus Sicherheitsgründen trimmte ich das Modell etwas kopflastig, was sich im Flugbetrieb, besonders am Hang, als sehr vorteilhaft erwiesen hat.

Trotz der geringen Spannweite liegt das Modell sehr ruhig und stabil in der Luft. Es muss schnell geflogen werden. Dank der Fluggeschwindigkeit und der relativ hohen Flächenbelastung kann man mit der Hornet sehr weiträumig fliegen. Andererseits ist sie äusserst wendig und hält allen Belastungen des Flugbetriebes stand. So können alle Flugfiguren, die einem zweiachsgesteuerten Modell vorbehalten sind, bedenkenlos ausgeführt werden. Auch der Gleitwinkel ist verblüffend gut.

Man kann ohne weiteres von einem richtigen Allwetter- und Allzweckmodell sprechen, ist es doch für reine Thermikflüge und bis zu stärkerem Hangwind einsetzbar. Nach einiger Angewöhnung kann es sowohl vom Anfänger dirigiert wie vom versierten Piloten für rasante Flugmanöver eingesetzt werden.

Mit dem Gummiseil-Hochstart sind Flugzeiten von rund 2–3 Minuten, ohne Thermikeinfluss, erreichbar.

Wie verschiedene harte, bis Stecklandungen, zeigten, ist das Modell, gemäss den Katalogangaben, tatsächlich unerhört belastungsfähig. Bis auf die erwähnte ausgerissene Höhenleitwerkshalterung sind bisher keine Schäden am Modell entstanden. Der relativ weiche Kunststoffrumpf fängt die Landestösse weitgehend ab.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich bei der Hornet um ein Modell handelt, welches vom Bau her keine Schwierigkeiten bietet, dem Piloten, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, volle Befriedigung bieten kann. Nicht zu unterschätzen sind schliesslich das gefällige Aussehen und die sehr robuste und kompakte Bauweise.



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