Sport

Erfreuliche Teilnehmerzahlen

von Emil Giezendanner
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F5J-Modelle sind leichte Thermik-Segler mit Elektroantrieb und Höhenlogger. Diese Wettbewerbsklasse gehört wohl zu den bisher erfolgreichsten und beliebtesten Elektroflugwettbewerben.


Ein kleines Organisationsteam aus dem NOS konnte den Anlass bei besten Wetterbedingungen auf dem Fluggelände der MG Winterthur in Ricketwil durchführen. Mit über 30 Teilnehmern – davon vier Junioren – braucht sich der Organisator nicht zu verstecken. Die ganze technische Infrastruktur sowie die Verpflegung der Offiziellen musste «eingeflogen» werden, da der einheimische Verein abwesend war.


Bewährte «Zweiklassen-gesellschaft»

Die Elektroflugkommission der CIAM hatte von Anfang an dafür gekämpft, dass F5J aus zwei Klassen, nämlich Junioren und Senioren, bestehen soll. Was damals nicht einfach war und auch in der Schweiz nicht überall in die festgefahrenen Köpfe passen sollte. Die sehr hohen Teilnehmerzahlen an Junioren-Welt- und Europameisterschaften gaben den Verfechtern recht. Die Region NOS hat deshalb schon früh im Rahmen von Young SilentWings Junioren in F5J ausgebildet. Diese sehr konsequenten Einführungen starteten mit dem Ausrüsten der Modelle, Einfliegen und regelmässigen Trainings. Ergänzt wurde das Ganze mit der preisgünstigen Beschaffung von Hochleistungsmodellen. Die einst achtköpfige Juniorengruppe besteht heute noch aus deren vier. Drei sind altersmässig ausgeschieden und einer hat das Hobby aufgegeben.

Von den anderen Regionen gibt's bisher leider wenig Echo.


Fazit aus der F5J-Junioren-Förderung

Ausrüsten und Einstellen von modernen F5J-Modellen verlangen sehr grosse Sachkenntnis und handwerkliches Geschick. Erfahrungsgemäss sind in unseren Vereinen nur sehr wenige Mitglieder in der Lage, Jugendliche in dieser Klasse wirkungsvoll zu unterstützen. Voll ausgerüstete F5J-Modelle sind zwar im Handel erhältlich. Dies führt allerdings zu einer weiteren Verteuerung dieser edlen Sportgeräte, was die Juniorenförderung erschwert. Gesucht sind Lösungen.


Es gibt auch Probleme

Alles Gute hat auch seine dunkleren Seiten. Da sind einmal die Höhenlogger. Sie müssen von der CIAM (FAI) homologiert werden. Das heisst, die Anbieter müssen ihre Geräte von einem Funktionär der CIAM prüfen lassen. Da Dutzende verschiedener Produkte auf den Markt gelangen, ein riesiger Aufwand. In der Realität benutzen die allermeisten Konkurrenten nur gerade zwei oder drei verschiedene Fabrikate. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Ein weiteres Problem stellen unsere Modellflugplätze dar. Sie sind sehr selten so gestaltet, dass keine Hindernisse für Starts und Landungen bei verschiedenen Windrichtungen bestehen. Wir sind gezwungen, hier immer wieder Kompromisse einzugehen, zumal die Kritiker bisher keine Alternativen angeboten haben. Und noch ein letztes Problem: Wer sich während eines Wettbewerbsfluges sehr weit von der Startstelle entfernt, an dessen Modell ist es unmöglich, feststellen zu können, ob sich der Propeller dreht, – was nur mit manipulierter Firmware möglich wäre. An den bisherigen Welt- und Europameisterschaften kamen deshalb sehr starke Ferngläser zum Einsatz. Stichproben der Logger wären aus meiner Sicht wesentlich wirkungsvoller. Allerdings müsste dazu ein homologiertes Prüfgerät zur Verfügung stehen. Das fehlt noch immer.

Mit «phantasievollen» Spinnern und Rümpfen lässt sich beim Schnellflug im Rumpf ein höherer Innendruck erzeugen, was auf dem Logger mehr Höhe zulässt oder etwa das Stoppen beim Landen mittels Schlaufenbildung mit dem Messband, was sich allerdings mit den schönen neuen Rollmetern verhindern lässt.

Wie wir laufend feststellen, bringt uns die zunehmende Digitalisierung des Wettbewerbswesens nicht nur Vorteile. Der technische und administrative Mehraufwand trifft insbesondere die Organisatoren. Ob das auf die Dauer nicht mehr schadet, als nützt, bleibe einmal dahingestellt. Wir wollen nicht Vorschriften einführen, um ein paar ganz wenige Tricksereien zu verhindern.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich im Namen unseres Organisationsteams bedanken: der MG Winterthur für die Zurverfügungstellung ihres schönen Fluggeländes, den Zeitnehmern und Auswertern, dem Landwirt für die Landbenutzung zwecks Parkplätze, meiner Kollegin und meinen Kollegen vom NOS-Vorstand. Sie alle waren im Einsatz.




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