FREIFLUG IM HOCHSOMMER
Gedrängtes Programm für die Schweizer Freiflieger. Die F1E-Europameisterschaft fanden dieses Jahr in Rupea, Rumänien, statt. Der Höhepunkt aus Schweizer Sicht war die hervorragende Leistung von Andreas Tschanz.

In einem hochklassigen Teilnehmerfeld mit insgesamt 37 Pilot/innen gelang ihm ein ausgezeichneter 6. Schlussrang. Mit viel Gespür für die schwierigen Bedingungen, taktisch klugen Entscheidungen und starken Flügen konnte er sich in der europäischen Spitze etablieren. Auch die weiteren Schweizer Teilnehmer zeigten grosse Einsatzbereitschaft. René Pfister klassierte sich auf dem 19. Rang, während Erwin Pfister den 32. Rang belegte. Beide kämpften während der gesamten Meisterschaft mit den anspruchsvollen Verhältnissen und trugen wertvolle Punkte zum Mannschaftsergebnis bei. In der Mannschaftswertung erreichte die Schweizer Mannschaft den 8. Schlussrang unter 10 Nationen.
Eine Woche später reisten die Freiflug-Flieger der Kategorien F1A, F1B und F1Q nach Prilep, Nordmazedonien. Dabei waren mit Alfred Andrist (F1B), Dominik Andrist (F1A + F1B) und Lauri Malila (F1A) erfahrene Piloten am Start. Für F1B- und F1Q-Pilot Urs Muntwyler war es die erste EM. Er flog den Prilep-Weltcup, erreichte das Stechen und belegte Platz 7. Im ersten Wettbewerb der Europameisterschaft der Elektrosegler F1Q erreichte Urs Muntwyler den 21. Rang von 32 Startenden. Es gewann der Italiener Francesco Gradi.
Die F1A-Hochstartpiloten Lauri Malila (Weltmeister 2023) und Dominik Andrist waren am Mittwoch am Start. Bei starkem Wind erreichten beide nach 7 Flügen das Stechen. Das erste Stechen von 6 Minuten bei starkem Wind erreichten 25 Pilot/innen. Dominik Andrist flog 283 Sekunden, was den sehr guten Rang 9 ergab. Lauri Malilas Modell hatte Mühe mit dem starken Wind und kam nur auf 139 Sekunden. Dies reichte nur für Platz 23. Mit nur 2 Piloten (von 3) erreichte die Schweiz Platz 21. Der neue Europameister ist Tapio Hanhilammi aus Finnland.

F1B Gummi: Am Start waren 68 F1B-Pilot/innen. Alfred Andrist flog als einziger Schweizer alles voll und war im Stechen am darauffolgenden Morgen. Im Stechen erreichte das Modell nicht die maximale Höhe, was eine Flugzeit von 210 s (Sieger 399 s) und damit Rang 22 ergab. Dominik Andrist erreichte Rang 47 und Urs Muntwyler Rang 57. Die Schweiz liegt auf Rang 16 von 25 Nationen. Es gewann der Däne Jes Nyhegn.
«Nach dem Wettkampf
ist vor dem Wettkampf».

Gelegenheit zur EM-Revanche ergab sich bereits in der Folgewoche in Westfrankreich. Hier wurde die Schweizer Delegation der Europameisterschaft durch die F1A-Piloten Christian Andrist und Michi Bleuer verstärkt. Im «Hispano-Francia»-Weltcup erreichten Michi Bleuer und Dominik Andrist das Stechen. Am Folgetag an der «Trophee Belge» belegte Urs Muntwyler, gecoacht von Alfred Andrist, in F1Q den 3. Platz im Stechen. Lauri Malila gewann in F1A im 4 Minuten Stechen mit Altimeter mit noch 77 m Höhe.
Am Schlussstag, dem Weltcup «Poitou», doppelte Lauri Malila nach und gewann mit der grössten Höhe im 4-Minuten-Stechen. Er schleuderte sein Modell mit der 50-m-Schnur auf 122 m. Er liegt nun in der F1A-Weltcup-Jahreswertung mit noch 25 Punkten auf Platz 2. Michi Bleuer erreichte im Stechen den 6. Platz und Dominik Andrist Platz 10 von 35 Pilot/innen. In F1B erreichte Alfred Andrist Platz 17 von 26 Startenden.
Damit endete eine intensive Freiflug-Wettbewerbsperiode, die bei sehr hohen Temperaturen um die 35 Grad am Schatten hohe körperliche Anforderungen stellte. Die Freiflieger tun gut daran, sich der Herausforderung der hohen Temperaturen zu stellen. Eine Verlegung auf Herbstdaten wäre eine Variante.
Ganz nach dem Motto «Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf» blicken wir nun auf den weiteren Verlauf der Saison 2026 und die Weltmeisterschaft 2027 in der Mongolei.
*Urs Muntwyler*
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