Magazin

Fesselflug – Spass für jedermann! (Teil 2)

von Heiner Borer
4

Nachdem ich in der MFS-Ausgabe 3/18 erste Ideen und Vorschläge für den Umbau eines RC-Fertigmodelles zu einem einfach zu fliegenden Fesselflug-Modell gegeben habe, möchte ich dies an einem real verwirklichten Beispiel erläutern.


Im Fachhandel gibt es zuzeit eine Vielzahl von RC-Fertigmodellen. Es war deshalb nicht allzu schwierig, ein Modell mit einer Spannweite von 120 bis 150 cm zu finden. Trotz alledem habe ich mich erst nach vielen Vergleichen für das folgende Modell entschieden:


Mustang P-51D von E-flite

Selbstverständlich hätte es aber auch irgendein anderes Modell in etwa der gleichen Grösse sein können. Die Mustang P-51D habe ich mir gekauft mit einem dazu passenden Elektromotor, einem entsprechenden Regler und einem LiPo-Akku (3800 mAh, 4S). Erst ein paar Wochen später habe ich mich dann noch für ein Einziehfahrwerk entschieden. Eine einfache RC-Fernsteuerung lag seit Längerem in meiner Werkstatt bereit und wartete auf den entsprechenden Einsatz.


Also: los mit dem Umbau!

Als Erstes musste ich mir ein ca. 3 mm dickes Sperrholzbrettchen zuschneiden, welches der Aufnahme des Steuersegmentes dienen sollte. Das Steuersegment selber kann beim Fachhandel gekauft oder aus Sperrholz oder Alublech selber hergestellt werden. Dieses Element wird nun in den Rumpf eingebaut, und zwar ca. 1 cm hinter dem effektiven Schwerpunkt und genau auf der Höhe der Motorachse. Über und etwas vor das Steuersegment wird noch ein zweites Brettchen eingebaut, welches zur Aufnahme des Reglers und des Empfängers der Fernsteuerung dient.

Es bleibt nun noch eine geeignete Halterung für die LiPo-Batterie. Ich habe diese Halterung so gebaut, dass sie zur Festlegung des Schwerpunktes verschoben werden kann.

Es bleiben nun noch zwei Sachen. Zum einen muss am inneren Flügelende noch eine sogenannte Leinenführung angebracht werden, welche in der Mittelflucht ca. 1,5 cm nach hinten versetzt werden muss. Zum andern sollte noch das Seitenruder etwas nach aussen getrimmt werden. Wenn wir nun auch noch eine etwa 18 m lange Leine und einen entsprechenden Steuergriff besorgen, ist das Modell startbereit. Der Propellerschub und die Landeklappen sowie das Einziehfahrwerk werden über die Fernsteuerung bedient. →



Zusammengebaut sieht nun das Ganze so aus.

Nun kann es also losgehen. Doch Vorsicht! Wer noch keine Erfahrung mit Fesselflugmodellen hat, der sollte sich zumindest für die ersten Flüge Hilfe bei einem «Experten» holen (*www.fesselflug.ch > Modellbau > Kontaktpersonen*). Ich bin sicher, du wirst viel Freude mit deinem Fesselflugmodell haben. Zudem findest du auf der Homepage *www.fesselflug.ch* viele lehrreiche Tipps.




Alle Kategorien anzeigen →

AKTUELL

Sortieren Nach:
Weitere Beiträge →



An error has occurred. This application may no longer respond until reloaded. Reload 🗙