Geschichte

Tournament of Champions Las Vegas

von R. A. Penrod
5

Grosser Erfolg des Zürcher Oberländers Bruno Giezendanner in Las Vegas, USA


Vergangenen November fand in Las Vegas die 4. Tournament of Champions statt. Diese Veranstaltung wird von Kennern als schwierigste Prüfung für Modellkunstflieger bezeichnet, da der Veranstalter nur die zwanzig besten Piloten der Welt einlädt. Die Kunstflugprogramme sind unvergleichlich schwieriger als die offiziellen Weltmeisterschaftsprogramme (FAI) und enthalten zahlreiche Kombinationen mit «gerissenen» Rollen (Snap Roll). Nur ein kleiner Teil der Teilnehmer einer FAI-Weltmeisterschaft wären in der Lage, ihre Modelle heil durch diese komplizierten Figuren zu steuern. Die meisten Piloten sahen sich denn auch gezwungen, in Las Vegas ganz speziell für diese Figuren konstruierte Modelle einzusetzen. Hier hatte der elffache Schweizer Meister Bruno Giezendanner, Pfäffikon, mit seinem WM-Modell «Scorpion» einmal mehr einen Trumpf auszuspielen, da sich dieses Kunstflugmodell aufgrund seiner hervorragenden Flugeigenschaften für sämtliche Kunstflugfiguren eignet und keinerlei Modifikationen erforderte.



Oben:
Gründer und Sponsor der Tournament:
Walter L. Schroder, New York. Chefredak-
tor und Herausgeber der grössten Modell-
flugzeitschrift der Welt: Model Airplane
News, gegründet 1929.

Rechts:
Wettbewerbsbetrieb in Las Vegas. Piste
30x250 m. Auf der Piste befindet sich Wolf-
gang Matt (2. Rang) und Mechaniker Max
Eichmann.



Windsäcke

Windsack: strapazierfähig, aus leichtem Nylonstoff, 120 cm hoch, zweifarbige, inkl. Aufhängung.
Gestänge: 3 m hoch, zerlegbar auf 1 m; es wird nicht mehr zusammengeschraubt, sondern zusammengesteckt (Zeltsystem), 100% rostfrei, besonders stabil.

67.-

Ausführung M bestellen!

Erhältlich im Fachhandel oder bei:

Clemens Ribler Hitzlisbergstr. 10 CH-6006 Luzern


Las Vegas Kunstflugfiguren

Die hier vom Veranstalter gezeichneten Kunstflugfiguren zeigen deutlich, wie vorbildlich die Organisatoren auch Detailarbeit lösen. Einige dieser Figuren sollen auch ins neue FAI-Programm. Es fehlen dort jedoch zur Zeit die genauen Definitionen.



Rangliste

1. Prettner H., Österreich
2. Matt W., Liechtenstein
3. Brown D., USA
4. Hoppe G., BRD
5. Kristensen I., Kanada
6. Giezendanner B., Schweiz
7. Bertolani B., Italien
8. Radcliff M., USA
9. Helm S., USA
10. Tracy J., Australien
Bonetti T., USA
12. Naruke G., Japan
13. Kraft P., USA
14. Koger D., USA
15. Donohue D., USA
16. Salkowski B., USA
17. Okumura T., Japan
Kugel F., USA
19. Chidgey R., USA
20. Brink J., Südafrika
21. Caslaneda L., Mexico
22. Cooper T., England



Oben rechts: Bruno Giezendanners Mechaniker, R. A. Penrod, amtierte während der WM 77 als Mannschaftsleiter der einmal mehr erfolgreichen US-Mannschaft (1. Platz, Nationenwertung).

Unten links: Zwei strahlende Ex-Weltmeister: Phil Kraft, USA (links) und Bruno Giezendanner (rechts). Zusammen mit Wolfgang Matt waren nicht weniger als drei Ex-Weltmeister am Start.

Unten rechts: Günther Hoppe, BRD, bewies seine Klasse auch in Las Vegas, während es ihm an der WM – ähnlich wie Bruno Giezendanner – auch nicht ganz wunschgemäss lief.




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