Sport

Schweizer Meisterschaft 2008

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Am Sonntag, 30. August 2008, führten die Modellflugvereine Hofdere-Indoor und Emmen-Seetal die 1. Schweizer Meisterschaft im Indoor-Modellkunstflug durch. In 3 verschiedenen Programmen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Aufgaben wurde um die Plätze gekämpft. Angetreten sind 20 Modellflugpiloten aus der Schweiz und aus Liechtenstein.


Im Programm B, welches auf fortgeschrittene Piloten zugeschnitten ist, kämpften 5 Teilnehmer um den Sieg. Das Programm enthält schon relativ schwierige Figuren, erlaubt dem Piloten aber, die Figuren betreffend der Flugrichtung frei zu wählen, sodass er diese auf seiner «Schoggiseite» präsentieren kann. Als Sieger in diesem Programm konnte Julian Kamber aus Erlinsbach ausgerufen werden. Auf den weiteren Plätzen wurden Christian Oppliger, Ellg und Daniel Sembinelli, Erlinsbach, rangiert.

Der Schweizer Meister wurde im schwierigeren Programm «A», gekürt. Hier kämpften 14 Teilnehmer um den Sieg. In diesem Programm mussten während einer Flugzeit von rund 2 Minuten die 13 Flugfiguren präsentiert werden. Als Schweizer Meister konnte letztendlich Noldi Peyer aus


Hinweis

Die 2. SM F3P findet am 29. März 2009 in der Berufsschule Wetzikon statt. Organisiert wird der Anlass durch den MV Pfäffikon. Die Schweizer Meisterschaft wird in der Klasse F3P (mit dem neuen A-Programm) ausgetragen. Zusätzlich finden Wettbewerbe im einfacheren B-Programm sowie im Freestyle statt. Weitere Infos: www.modellflug.ch


Schlieren geehrt werden. Er hat sich dank seiner präzisen Ausführung der Figuren und der Konstanz im Wettbewerb durchgesetzt. Sein Können als begabter Modellbauer hat er auch darin bewiesen, dass er das letztendlich eingesetzte Siegermodell am Vortag eingeflogen hat und schon erfolgreich einsetzten konnte. Ihm dicht gefolgt ist Nico Strelbel, Bäretswil, der mit 11 Jahren jüngster Teilnehmer des ganzen Wettbewerbs war. Im 3. Rang folgte Stefan Kaiser aus Gamprin, welcher auch in diesem Programm seine Klasse aufblitzen liess.

Im Programm «Aero-Musical» flogen die Piloten zum gewählten Musikstück während 2 Minuten ein selbst gestaltetes Kürprogramm. Von den Punktrichtern wurde u.a. die Schwierigkeit, die Ausführung, die Raumausnützung, die Synchronisation mit der Musik bewertet. Mit zusätzlichen Showeffekten, wie z.B. am Flugzeug befestigte Bänder, konnten noch weitere Punkte gewonnen werden. Dieser schwierigen Aufgabe



haben sich 6 Piloten gestellt. Am besten hat der Junior-Pilot Stefan Kaiser aus Gamprin, Liechtenstein die Aufgabe gelöst. Er hat mit perfekter Interpretation und sauber ausgeführten fliegerischen Schwierigkeiten die Punktrichter überzeugt. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Raphael Tinguely, Schmitten FR, und Christoph Hardegger, Gams SG. Das eingesetzte Flugmaterial hat sich wiederum verbessert, aber nicht revolutionär. Überwiegend wurde neben den

wenigen Doppeldeckern meistens mit Eindeckern geflogen. Das vorherrschende Modell in den F3P-Figurenprogrammen war der Clik!, welcher mit einem Gewicht von 125 bis 140 g optimale Leistungen zeigt. Wiederum dominierten die AXI- und Strecker-Motoren, welche alle im Bereich von ca. 18 g liegen und mit 2 Lipo-Zellen geflogen werden. Modellseitig ist neben der Modellgeometrie das Gewicht sicher einer der wichtigsten Punkte. Dieses hilft das Tempo



rauszunehmen und Leichtigkeit zu demonstrieren. Dass auch etwas exotische Modelle super fliegen können, hat das AM-Modell von Christoph Hardegger bewiesen. Bei den Motoren ist keine überdimensionierte Kraft gefordert. Eine gewisse «Weichheit» bei der Motorisierung hilft zu einem ruhigen Flugstil, welcher sich positiv auf die Punkte auswirkt. Zusammen mit dem «leider» immer noch unverzichtbaren intensiven Training entste-

hen die Flüge, wie sie uns von den Spitzenpiloten eindrucklich demonstriert wurden. Mittlerweile hat die CIAM die Klasse F3P fix aufgenommen und 2 neue Programme (Vorrunde und Final) bestätigt. Es wird nun zu evaluieren sein, ob bereits dieses Jahr das neue Programm geflogen werden soll. Die Programme haben im Schwierigkeitsgrad und auch im Raumbedarf deutlich zugenommen. Damit wird es fraglich, ob die Piloten



auf das neue Programm einsteigen werden und wir über die Infrastruktur.

Damit die junge Sparte zukünftig überleben kann, braucht es nicht nur aktive Piloten und Pilotinnen, es braucht auch dringend für F3P ausgebildete Punktrichter. Bitte meldet euch bei euren regionalen Punktrichterchefs. Diese werden euch über die weiteren Schritte informieren.

*Felix Zünd*



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