Editorial

... es geht auch laut, wenn es sein muss

von Emil Ch. Giezendanner
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Liebe Leserin, lieber Leser

Mit dem Modellfluglärm ist's wie mit der Politik: Es gibt die eher Leisen und es gibt auch die Lauten. Von Letzteren spricht man. Ein Gemeinderat hat mich einmal bei Problemen mit «seiner» Modellfluggruppe gefragt, was denn alles zur Reduktion der Geräusche möglich sei. Ich habe ihm unter anderem die Verwendung von Elektroantrieben erwähnt. «Die seien noch lauter!», meinte er daraufhin, «dies haben mir die Modellflieger erklärt.» Tatsächlich soll es einige Elektrofluggegner gegeben haben, die mit dem Argument der stärkeren Geräuschentwicklung versuchten, der Entwicklung des Elektroflugs zu schaden. Nun, die neueren und leichteren Energiespeicher haben

diese Kritiker hinweggefegt. Aber es ist schon so, wenn es sein muss, kann auch ein Elektromodell sehr unangenehme Geräusche von sich geben – diese verhalten sich sozusagen umgekehrt proportional zur Sachkenntnis des Anwenders. Jeder sich schnell drehende Gegenstand kann so vibrieren, dass die Erde bebt – so auch ein Propeller, bis die ganze fliegende Kiste wackelt. Modellflugkollegen, die noch immer nicht begriffen haben, dass wir in vielen dicht besiedelten Regionen unseres schönen Landes nicht allein sind, müssen ganz schnell umdenken. Es ist dabei unwesentlich, ob sie Elektro- oder andere Antriebe verwenden – dies wäre dann nicht allein eine Frage

unserer technischen Kompetenzen, sondern auch der sozialen. Womit ich nicht gesagt haben will, dass die lauten Politiker/-innen weniger kompetent seien ...

Mit freundlichen Grüssen
Emil Ch. Giezendanner




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