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Internationales Antik-Helitreffen

von Kurt Bär
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Die Modellfluggruppe Oberriet hat am 15./16. Juni 2019 zum Antik-Helitreffen geladen, und die Cracks kamen aus nah und fern. Jedoch wurde die russische Nationalmannschaft an der Grenze zurückgewiesen.

Was für ein Auflauf der Oldie-Helis aus der Anfangszeit! Das Flugwetter half mit leichtem bis mittlerem Wind und Sonne mit, um an beiden Tagen eine für alle gelungene Veranstaltung zu bieten. Auf dem landschaftlich schön gelegenen Flugplatz war sehr viel Sehenswertes am Boden und in der Luft. So gaben sich sieben Müller-Alouette ein Stelldichein, und es war eine Freude, den Erbauer und Konstrukteur dieses wunderschönen und einmaligen Modells, Paul Müller, persönlich seinen Heli gekonnt fliegen zu sehen. Er zeigte mit seiner Flugvorführung, dass auch heute seine Modelle noch flugtauglich sind. Ferner durften auch die Flüge von Uli Friedgen mit seinem Klassiker von Graupner, der Bell 212



Twin Jet aus den 70-er Jahren, bewundert werden. Dieses Modell war damals das

«Traummodell» vieler modellflugbegeisterter Jugendliche, jedoch zu damaligen Zeiten für

die meisten praktisch unerschwinglich.

Des Weiteren waren zahlreiche «Schlüter»-Modelle sowie auch solche der Firma Kavan vorhanden. Dass diese teilweise über 40-jährigen Modelle noch lange nicht zum alten Eisen gehören, wurde von den rund 25 angereisten Piloten in eindrücklicher Weise vorgeflogen. In den letzten Jahren wurden einige dieser Antik-Hubschrauber auf Elektroantrieb – aus Rücksicht auf die Umwelt – umgerüstet. Eines dieser Modelle wurde zusätzlich noch mit einem Soundmodul bestückt, und der eine oder andere fragte sich plötzlich, ob in diesem Hubschrauber nun eine Turbine seine Arbeit verrichtet. Aber auch die Freunde von Methanol und Rizinusöl kamen nicht zu kurz, und heimlich wurde hie und da ein tiefer Atemzug von der «abgasgeschwängerten» Luft genommen, und man fühlte sich wieder um Jahre jünger.



Am Sonntagnachmittag beehrte uns noch eine manntragende AT-6, welche in grösserer Höhe einige Rollen und Abschwünge zeigte. Einige haben sich sicherlich gewünscht, dass er noch einen tiefen Vorbeiflug machen würde. Leider drangen unsere Gedanken nicht hoch bis zum Piloten.

Wir wurden an beiden Tagen köstlich verpflegt, und die Mittagspausen wurden rege genutzt zum Gedankenaustausch und Fachsimpeln. Für die Ersatzteilnachfrage und Bedarf dieser alten Helis muss man Beziehungen haben, und darin liegt auch teilweise die Idee dieser Treffen – neben der Pflege von langjährigen Freundschaften und gemeinsamem Fliegen. Ein durchwegs positives Feedback gegen Ende der Veranstaltung zeigte, dass dies



nicht nur dem Können der Piloten geschuldet war, sondern auch der gelungenen Organisation vieler Freiwilliger.

Am frühen Sonntagnachmittag hiess es dann bereits von den ersten Abschied zu nehmen, welche teilweise eine Rückreise von über 400 Kilometern hatten. Somit: see you nächstes Jahr in Kitzingen und hoffentlich im Jahr 2021 wieder in Oberriet! An dieser Stelle nochmals besten Dank an die Organisatoren und die Helfer, welche dieses unvergessliche Wochenende ermöglicht haben; ebenso danken wir den angereisten Heli-Piloten. ■

*Text: Kurt Bär
Fotos: Klaus Schneider,
Kurt Bär*




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