Geschichte

Pylon-Racing Club 20 in Amriswil

von Rolf Hess
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Organisation: MG Amriswil

Links: Die spannende Startphase in der Club-20-Kategorie.

Unten: Einmal mehr belegte der Langenthaler Bernhard Wächli den undankbaren 4. Rang im Club 20-Rennen!



Am 4. Oktober organisierte die MG Amriswil wiederum ein Pylon-Racing. Diesmal für die Klassen Club 20 (Modelle mit etwa 1 m Spannweite und max. 3,5 ccm Hubraum) und Elektro 714 (Elektromodelle mit der einzigen Bedingung 7 Akkuzellen à maximal 1,4 Ah). 32 Anmeldungen aus der ganzen Schweiz und 2 aus Frankreich liessen einen spannenden Wettbewerb erwarten und bedingten für die Organisatoren eine straffe Abwicklung der einzelnen Rennen, musste doch jeder Teilnehmer vier Vorläufe absolvieren! Was sich in den letzten Jahren abzeichnete, hat sich in Amriswil eindrücklich bestätigt: Die Modelle der Club 20-Klasse sind annähernd gleich schnell (etwa 180 km/h im Horizontalflug), so dass die Piloten gezwungen wurden, möglichst sauber den 250 m langen Dreieckskurs zu umfliegen – das heisst möglichst tief und möglichst nahe am Pylon vorbei! Jeweils vier Piloten starteten gleichzeitig zum 10 Runden langen Lauf. Wird ein Pylon nicht korrekt umflogen, so erhält der Pilot einen Zeitzuschlag von 10% auf seine Laufzeit. Zwei Fehler bedeuten Disqualifikation. Die zwei besten Zeiten aus den Vorläufen zählen für den Halbfinal, für den sich die acht schnellsten Piloten qualifizieren. Die vier Schnellsten aus den Halbfinals bestreiten das Finalrennen. Die kleinen Geschwindigkeitsdifferenzen der Modelle blieben nicht ohne Konsequenzen. Es kam zu Zusammenstössen in der Luft, Berührungen mit den Pylons und dem Boden ... 17 Modelle, darunter vier E-Modelle, wurden auf diese Weise Opfer im Kampf um Sekunden! Die Club 20-Klasse stellt höchste Anforderungen an den Modellflieger. Sie bietet ihm und den Zuschauern aber auch eine einmalige Rennatmosphäre und Spannung, wie er sie in kaum einer andern Modellflugsparte miterlebt!


Etwas ruhiger verlief der Wettbewerb in der Elektrokategorie. Ebenfalls vier Konkurrenten starteten gleichzeitig zu einem Lauf. Die schnellsten Modelle erreichten immerhin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 km/h. Die Beschränkung auf 7 Zellen gibt auch dem weniger versierten oder begüterten Modellbauer die Chance, ein gleich schnelles Modell wie seine «Profi»-Konkurrenten zu bauen und sich wirklich im fliegerischen Können zu messen. Das Fingerspitzengefühl im wahrsten Sinne des Wortes entscheidet über Sieg oder Niederlage. Die Elektroflieger demonstrierten eindrücklich, dass das lautlose Motorfliegen eine echte Alternative geworden ist.

Rolf Hess



Links: Die Sieger der Klasse Club 20. V.l.n.r.: Martin Michel, Glattal; Hansruedi Zwingli, Thal, und Patrice Garelli, Lyon/F.


Rangliste Club 20
1. Hansruedi ZwingliMG Thal
2. Patrice GarelliMG Lyon (F)
3. Martin MichelMG Glattal
4. Bernhard WächliMG Langenthal
5. Martin ForsterMG Amriswil
6. Jo SeibozMG Genf
7. Roger MercantonMG Genf
8. Andreas MettlerMG Grischei/ZH
9. Peter KlauserMG Grischei/ZH
10. Remo GerberMG Amriswil
11. Jean-Cl. RequetThonon (F)
12. Oskar LeuteneggerMG Weinfelden
13. Armin MüllerMG Grischei/ZH
14. Oskar LenzMG Amriswil
15. Jörg LenzMG Amriswil
16. Fredy MullerMG La Côte
17. Ernst WeissingerMG Rorschach
18. Heinz LattmannMG Grischei/ZH
19. Carlo RitterMG Grischei/ZH
20. Michel JeanneretMG La Côte
21. Urban SutterMG Amriswil
22. Kurt BächlerMG Weinfelden
23. Hasy MorfMG Grischei/ZH


Rangliste Elektro 714
1. Andreas MettlerMG Grischei
2. Roland HerspergerMG Meilen
3. Hansjakob SommerauerMG Zumikon
4. Hanspeter BieriMG Amriswil
5. Markus Weidmann
6. Daniel BosshartMG Pfäffikon
7. Ernst WeissingerMG Rorschach
8. Ruedi KäppeliMG Meilen
9. Walter CadonauMG Arbon
10. Marco Boholzer
11. Stefan CadonauMG Arbon


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