Sport

Meisterschaft Region Nordost

von Werni Erismann
4
RCS-Hangflug Hohe Buche

Musste der regionale RCS-Hang-Wettbewerb in den letzten beiden Jahren 2005/2006 infolge Schnees/Regens und wirklich schlechtem Wetter leider abgesagt werden, so freuten wir uns auf die Durchführung in diesem Jahr.

Das Datum wie immer auf den letzten Sonntag im Monat April festgesetzt, das prachtvolle Wetter, die Aussichten auf einen schönen Sonntag, alles schienen sich zum Besten zu entwickeln. Dann kam der Hammer vom Berg ... Die Kultur steht in voller Blüte, unmöglich, die saftigen Wiesen zu betreten ... so die Aussage der Landwirte von der Hohen Buche. Und dies 5 Tage vor der Durchführung. Das schöne Wetter hat alles um einige Wochen beschleunigt. An eine kurzfristige Verschiebung war nicht zu denken, alles was übrig blieb, gemeinsam mit den Landwirten eine mögliche Lösung zu finden. Keine einfache Sache, aber mit einigen wenigen Kompromissen bekamen wir die Möglichkeit zur Durchführung. Eine stattliche Teilnehmerzahl von insgesamt 25 Piloten traf sich am Sonntagmorgen bei schönstem Wetter zum Regionalen auf der Hohen Buche. Eifrig wurden die wunderschönen, schnittigen F3J- und F3B-Modelle zusammengebaut, daneben beschäftigten sich Teilnehmer mit der Montage von einfacheren Modellen von sehr klein bis hin zum traditionellen Holzbausatz.

Gerd Vollenweider «briefte» die Teilnehmer und wies darauf hin, dass bei Stecklandungen die Landung als Null gewertet wird. Steht der Rumpfschwanz in einem Winkel zwischen 30–45 Grad nach oben, bedeutet dies Stecklandung. Alles klar, auch die F3Y-Piloten, die sonst auf Stecklandungen trainiert sind, akzeptierten die Bedingung.

Unten beim Landeplatz stand das Gras sehr hoch, wir hatten zuerst wirklich Hemmungen, uns darin zu bewegen. Aber nun waren wir da und harrten den Dingen, die auf die Teilnehmer/Zeitnehmer und auf die Starter oben am Berg zukamen.

Prachtvolles Wetter mit dem absolut richtigen Wind, sodass von Beginn weg die Zeiten von 7 Minuten voll ausgeflogen werden konnten. Die ersten Landungen standen an, einer nach dem andern suchte sein «Lande Feld» und plumps, die Modelle standen wie von einer Geisterhand gestoppt, im hohen Gras. Keine einfache Sache, denn die hohen Grasbüschel zerrten jeden Rumpf bedingungslos in die Tiefe.

Es herrschte reger Betrieb am Landeplatz, erbarmungslos wurden die Modelle durch die Startermannschaft in kurzen Abständen dem immer stärker aufkommenden Biesewind übergeben. Manch ein Modell hatte Mühe, sich fortzubewegen, und schaukelte wie eine Nussschale am wunderschönen blauen Himmel bis zum Landeplatz. Dann kam wieder Hektik auf, alle zur gleichen Zeit landen, es wurde gefightet bis zur letzten Sekunde und dann ... der Rumpfschwanz ragte schon wieder aus dem Gras. Der Rest des Modells verschwand gänzlich im Gras. Was wäre wohl gewesen, wenn die Wiese abgemäht gewesen wäre, mit Bestimmtheit hätte sich manch einer Piloten mit der Landung schwer getan. Der Wind liess keinen Fehler zu, äusserst geübten Hangpiloten wurde die Landung zum Problem, und sie liessen das Modell ausserhalb und zum Teil eher unsanft zu Boden gehen.

Aber genau das ist der «Kick», denn Fliegen heisst Landen.

Das vom NOS vor vielen Jahren kreierte Hangflug-Programm, hat sich bestens bewährt und die Teilnehmer erfreuen sich an der relativen Einfachheit der Disziplin. Der Kampf beginnt bereits beim Start, wer sucht, der findet, und schon ist die ganze Meute beisammen, und jeder versucht, noch etwas höher zu fliegen.

Miteinander und zueinander, ein malerisches Bild am Himmel, lautloses Gleiten und dann fast hätte es gekracht, nochmal gut gegangen, noch 20–30 Sekunden Disziplinzeit ... Wer landet zuerst und vor allem wie nahe an der Centerline ... und dann ist es plötzlich vorbei ... alle Modelle gelandet ... akzeptabel...eher fraglich ob nun Stecklandung oder drückt das Gras den Rumpfschwanz nach oben. Messen ... Freude ... Enttäuschung, dass es nicht geklappt hat mit dem Tausender, aber alle sind froh, dass alles noch heil und weiter einsatzbereit ist.



Das vom NOS vor vielen Jahren kreierte Hangflug-Programm, hat sich bestens bewährt und die Teilnehmer erfreuen sich an der relativen Einfachheit der Disziplin. Der Kampf beginnt bereits beim Start, wer sucht, der findet, und schon ist die ganze Meute beisammen, und jeder versucht, noch etwas höher zu fliegen.

Miteinander und zueinander, ein malerisches Bild am Himmel, lautloses Gleiten und dann fast hätte es gekracht, nochmal gut gegangen, noch 20–30 Sekunden Disziplinzeit ... Wer landet zuerst und vor allem wie nahe an der Centerline ... und dann ist es plötzlich vorbei ... alle Modelle gelandet ... akzeptabel...eher fraglich ob nun Stecklandung oder drückt das Gras den Rumpfschwanz nach oben. Messen ... Freude ... Enttäuschung, dass es nicht geklappt hat mit dem Tausender, aber alle sind froh, dass alles noch heil und weiter einsatzbereit ist.



Dass ein Crash beim Landen mit einem anderen Teilnehmer dem Konkurrenten keine Punkte bringt, zudem das schöne Modell noch havariert ist, das ist wirklich Pech. Tut sicher weh, und schon wieder heisst es «Flicken» und viele Stunden Kellerarbeit. Armer Josef, wir wissen, es gibt viel Arbeit, aber trag es mit Fassung.

Wer nichts wagt, gewinnt nichts, und schon holte Josef seinen alten Hobby-Hawk aus dem Kofferraum. Mit neuen Eigenbau-Flügeln versehen sah ich dem Geschehen beim Start zu und wunderte mich, dass der Hobby-Hawk sich erst nach dem Hang «Touch and Go» in die Luft bewegte. Das sah wirklich eigenartig aus, denn zu allem Elend sprengte der alte Vogel auch noch seine Kabinenhaube ab. Nach einigen heftigen Ruderbewegungen brachte Josef seinen Hawk unter Kontrolle und erfreute sich mit uns am gelungenen Flug. Dass die Landung dem starken Rückenwind zum Opfer fiel, tut nichts zur Sache. Den Gerd so richtig laut und aufgeregt zu erleben, der Grund lag darin, dass Hannes von der MG Hinwil, bekannt als der Baumkletterer, anscheinend das Modell von Gerd nicht richtig in den Wind stellte. Aber Hannes vollbrachte eine Meisterleistung, und wir freuten uns über seinen 4. Schlussrang. Gut gemacht, Hannes, wir sind stolz auf Dich! Gerd Vollenweider figurierte wie die letzten 10 Jahre als Wettbewerbsleiter und konnte, ohne nennenswerte Zwischenfälle, den regionalen RCS-Hang in seiner gekonnten Art und Weise speditiv durchführen. Mit seinen aufgebotenen Helfern stand ihm ein starkes Team zur Verfügung, die meisten stammen aus den Modellflugvereinen (MG Hinwil) und der MG Wald. Alle haben sie ihr Bestes gegeben und dazu beigetragen, dass alles reibungslos ablief.

Was wäre der RCS-Hang auf der Hohen Buche ohne die ausgezeichnete Verpflegung durch den Küchenchef Emil mit seinem Personal. Einmal mehr wurden wir ausgiebig mit Hausmannskost versorgt und von den beiden Damen Lisbeth und Ilona liebevoll bedient. Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft. Schon das alleine ist die Reise wert. Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder und freuen uns schon heute darauf. Nach total 5 geflogenen Durchgängen rückte die Zeit vor, die Rangverkündung wurde auf halb sechs Uhr angesagt. Schon 20 Minuten nach der Abgabe des letzten Wertungsblattes, standen die Ranglisten. Peter Feurer hat wieder einmal mehr gezeigt, dass sein Programm den Anforderungen entspricht und eine fehlerfreie Auswertung kurzfristig möglich ist. Besten Dank an Dich, Peter.

Die Rangverkündung liess nochmals aufhorchen, denn es konnten nur Vermutungen über den Sieger aufkommen. Spannung kam auf, denn die Medaillenanwärter rückten immer weiter nach vorne. Doch wie schon erwähnt, auf dem 4. Rang figuriert Hannes Lüscher. Bravo Hannes! Allen Teilnehmern herzliche Gratulation zum erflogenen Rang. Ob Erster oder Letzter spielt keine Rolle. Dabei sein ist wichtig!!!

Allen Helfern gebührt ein herzlicher Dank. Wir hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr wieder sehen auf der Hohen Buche, wenn es heisst:

Der Berg ruft ... Auf zum regionalen RCS-Hang 2008.

Ich wünsche allen eine gute Zeit und danke im Namen des Regionalvorstandes NOS für die Mithilfe. Gerne nehmen wir diese schöne und gelungene Veranstaltung als Erinnerung mit in den Alltag. Einen speziellen Dank richte ich im Namen von uns allen an Dich, lieber Gerd Vollenweider.

Mit kameradschaftlichen Grüssen
Werni Erismann



Alle Kategorien anzeigen →

AKTUELL

Sortieren Nach:
Weitere Beiträge →



An error has occurred. This application may no longer respond until reloaded. Reload 🗙