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Warbird-Treffen in Oberhausen bei Weissenhorn 2019

von Godi Hirschi
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Zum 10. Mal fand dieses Jahr das traditionelle internationale Warbird-Treffen auf dem Modellflugplatz des MFC Oberhausen bei Weissenhorn statt. Über 60 Piloten aus Deutschland, Österreich, Italien, Schweden und der Schweiz haben über 100 detailgetreue Modelle gezeigt.

Einige Piloten sind schon am Freitag angereist, um den Platz und die Umgebung kennenzulernen. Herrliches Hochsommerwetter mit dementsprechenden Temperaturen waren die besten Voraussetzungen für eines der Highlights der Modellflugsaison 2019.

Am Abend gab's eine Nacht-Show mit Feuerwerk. Dabei stand auch die Sicherheit der Zuschauer in Oberhausen nicht hinten an: Doppelte Fangzäune sicherten die Start- und Landebahn. Dazu lobte Flugleiter Hans Zschippig die Disziplin der Flieger. Spektakuläre oder waghalsige Manöver fanden nur über dem freien Feld statt und Überflüge über die Zuschauerränge waren sowieso verboten.

Jagdflugzeuge aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, bullige Flugzeuge aus den 40ern, von den Anfängen der Turbinenfliegerei bis hin zu neuzeitlichen Jets, alles konnte am Himmel über Oberhausen bestaunt werden. Völlig egal, ob Focke Wulf, North American, Messerschmidt, Grumman, Heinkel, Lavochkin u.v.m., elektrisch, Verbrennungsmotor oder Turbine, alles wurde dem begeisterten Publikum auf höchstem Niveau



vorgeführt. Und selbst am Boden wurde den Warbirds gehuldigt, neben verschiedenen Dioramen war z.B. ein Willys Jeep mit Browning Cal. 50 auf Tripod zu bestaunen. Der kleine Allradler wurde ferngesteuert und zog ein Kind im Anhänger mit.

Jeder Pilot reihte sich mit seinem Modell in die Warteschlange ein, und so kam jeder Pilot völlig entspannt an die Reihe, egal ob Solodisplay, spontane Formation oder ein mit vielen Flugstunden eingespieltes Team – chapeau!

Vormittags hatten wir leichten Wind parallel zum Runway, nachmittags teils heftige Böen von vorne über dem Gelände des MFC-Oberhausen mit dem Brummen der Sternmotoren, dem Fauchen der Turbinen oder dem Rauschen der Elektroantriebe erfüllt. Drei Lavochkin LA-7 von ScaleWings, Spannweite 2,8 m mit Moki 250, wurden vorgeführt.

Neben dem Vereinsheim des MFC Oberhausen installierten die Mitglieder für diese Zeit das Hangarzelt, gedeckte Verpflegungsstände, inklusiv Grillplatz, Tische und Bänke mit Sonnenschutz, das Kaffeezelt, ein riesiges Aggregat für die Stromversorgung und vieles mehr.

Andy Nusser führte seine selbst gebaute Ju88 mit Spannweite 3,5 m, Länge 2,46 m, Gewicht 24,8 kg, angetrieben mit 2× ZG62, vor. Die Ju88 hat eine



grosse Geschichte (fast 15000 Maschinen wurden gebaut, und keine einzige fliegt mehr). Nun die Ju88 als Modell zu bestaunen und fliegen zu sehen entschädigt doch ein wenig. Die Modellfluggruppe MFC Oberhausen baute gleich drei von diesen Super-Modellen, die eine in Grün, eine in Wüsten- und eine ins Winter-Anstrich.

Mehr Fotos auf:
[www.mfc-oberhausen.eu/galerie/aktuelles-projekt-ju-88](http://www.mfc-oberhausen.eu/galerie/aktuelles-projekt-ju-88)

Speziell ist die von Mario Bühler gebaute P-51 Red Baron, mit 2× Hacker Q80 L6 und 2 gegenläufigen 3-Blatt-Propellern, welche 15 PS 2×5,5 kW leisten.



Verbaut wurde 2 Jeti-Mezon-Lite-130-Regler. Das Modell hat ein Abfluggewicht von 23 kg.

Das Original wurde 1979 beim Reno Race von Steve Hinton geflogen. Nach einem Motor-



ausfall crashte Steve die P51. Er zog sich einige Brüche zu. Aus den Resten hat er die P-51 «Wee Willy 2» gebaut. In der Zwischenzeit ist er Präsident des Museums «Planes of Fame» in Chino. Siehe [www.planesoffame.org](http://www.planesoffame.org), welches in den USA die meisten Warbirds wieder in flugfähigen Zustand bringen.

Immer in Oberhausen dabei ist die Modellfluggruppe St. Margarethen [www.mfc-margarethen.at](http://www.mfc-margarethen.at) aus der Steiermark, z. B. Franz Obenauf mit seiner P47 und einem 400-Moki-Sternmotor. Standard mässig hat jedes Modell einen Moki-Sternmotor. Ich hatte mich schon zu sehr gefreut, die von Peter Pfeffer bebaute B17 zu bestaunen. Gemäss dem Piloten gibt es leider die mit Spannweite von 5,70 m und Abfluggewicht 92 kg nicht mehr.

Die P61 Black Widow wurde von Karlheinz Wender genannt «Charly» gebaut mit 3,6 m Spannweite. Das Grossmodell wird angetrieben von 2 Sato FG84 und hat ein Gewicht von 24,6 kg. Auch dabei hat Charly seine ½ Fokker DR.I mit 3,60 m Spannweite. Um seine Flotte



zu transportieren, hat Charly einen alten Wohnwagen als Modeltransporter umfunktioniert. Das Schweizer Team wurde vertreten durch die zwei Brüder Erich und Kurt Wächter, welche einen perfekten Staffelflug mit ihren AT6 zeigten. CARF-Models erschien mit P-47 «Tarheel Hal», P-47 Razorback, Harvard AT-6 «Texan» und F4U-



1D Corsair, alle im Massstab 1:4,5 mit Moki 250cc 5 cyl. Radial. Die vier Werkpiloten performten mit einer super Show im Staffelflug und im Tiefflug.

Erwähnenswert ist die von Thomas «Mister Kolm» Bogner selbst 1:4 gebaute und vorgeführte P51 Strega, Spannweite und Länge 247 cm, Gewicht 24,8 kg mit einem 3-Zylinder-Viertakt-230-ccm-Motor (Fiala 34*18 Zoll). Der Sound ist wie beim Original, welches man am traditionellen Reno Race jeweils im September in Reno bestaunen kann. ■

Siehe [www.mfc-oberhausen.eu/flugtag-warbird-treffen](http://www.mfc-oberhausen.eu/flugtag-warbird-treffen)



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