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Swissair MD-81: ein Modell mit Geschichte, Wandel und Eleganz

von Hansjörg Ruegg-Duin und Simone Ruegg
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Die MD-81, ein Flugzeugmodell des amerikanischen Herstellers McDonnell Douglas, war eine Weiterentwicklung der DC-9-Serie, die bereits in den 1960er-Jahren bei vielen Fluggesellschaften beliebt war. Die Maschine bot Platz für 172 Passagiere und war für ihre Effizienz und hohe Leistung bekannt. Die MD-81 erwies sich als äusserst zuverlässig und wurde schnell zu einem der meistgenutzten Flugzeuge der Swissair, welche die Maschine erstmals 1980 einsetzte. Von da an wurde die MD-81 zum Arbeitstier im Europaverkehr.


Wohl kein Flugzeugtyp erfuhr so viele Änderungen und Weiterentwicklungen wie die ehemalige kleine DC-9. Auch die MD-81 wurde im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt, unter anderem durch eine Verlängerung des Rumpfes, den Einsatz von effizienteren Mantelstromtriebwerken und den Wechsel vom analogen «Uhrenladen» zum digitalen Glascockpit.


Beliebt bei Piloten, angenehm für Passagiere

Bei den Piloten war die Maschine beliebt, da im Gegensatz zum fliegenden Atari (Airbus) noch echtes Handwerk gefragt war. Die MD-81 hatte noch keine «Fly by wire»-Steuerung, der Pilot fühlte das Flugzeug noch richtig an der Steuersäule. Das war noch echtes Fliegen. Als Passagier genoss man die Ruhe während des Fluges, ganz im Gegensatz dazu, wenn man das Pech hatte, hinten zwischen den heulenden Triebwerken zu sitzen.


Ein Designjuwel der Luftfahrtindustrie

Das Design der MD-81 ist zeitlos, was dazu beitrug, dass die Maschine auch heute noch viele Fans hat. Trotz der vielen technischen Weiterentwicklungen der Luftfahrtindustrie bleibt die MD-81 ein Symbol für klassisches Design. Mich faszinierte die Eleganz des Flugzeuges. Vor allem in der Luft stellte sie die B-737 und den Airbus in den Schatten. Ich entschied mich daher, ein Modell der MD-81 mit Holz nachzubauen.


Eine Herausforderung aus Holz

Aufgrund der beiden Antriebe im Heck des Flugzeuges baute ich ein Modell im Massstab 1/35, was einer Rumpflänge von 1,20 m entspricht. Die Spannweite der Flügel bei diesem Typ ist eher klein, wodurch ich beim Bau des Modells Zweifel hatte, ob das Flugzeug überhaupt fliegen würde. Das gesamte Modell wurde konventionell aus Balsaholz aufgebaut. Das Fahrgestell habe ich auf einer Drehbank aus Metall angefertigt. Ein Freund von mir übernahm die Lackierung und das Dekor des Modells, wobei er die originalen Farben der Swissair wählte, um die Eleganz des Flugzeugs zu unterstreichen.


Eine lohnende Herausforderung

Die Entscheidung, alles aus Holz zu bauen, forderte eine gründliche Planung und viel handwerkliches Geschick. Trotz der Herausforderungen hat der Bau des Flugzeuges viel Freude bereitet.


Erstflug?

Auf den Erstflug des Modells habe ich nach langem Überlegen verzichtet, da ich aufgrund der grossen Flächenbelastung davon ausging, dass dies wahrscheinlich der letzte Flug meiner MD-81 gewesen wäre. Stattdessen hängt die MD-81 nun an der Decke eines schönen Modellflugladens in Winterthur und hat sich ihren «Platz am Himmel» ehrlich verdient.



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