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Die Modellflugobmänner der Region 5 tagten in Bubikon – zu Gast bei der MG Hinwil
Am Samstag, den 12. Januar, trafen sich in Bubikon (ZH) die Vertreter von 34 Modellfluggruppen zur ordentlichen Obmännerkonferenz der Modellflug-Region 5.
Die Modellflug-Region 5 ist seit Ende November letzten Jahres als eigenständige Sektion direktes Bindeglied zwischen den Modellfluggruppen und dem Aero-Club der Schweiz (AeCS). Durch diese Neuordnung wurde der Instanzenweg um ein Glied verkürzt, indem die Modellflieger nicht mehr via die ursprüngliche Sektion, welche auch die übrigen aviatischen Sparten vertritt, sondern direkt dem AeCS angeschlossen sind (vgl. auch die Statuten in mfs 6/79).
Der Vormittag galt einem Gespräch über das Thema «Modellflugplätze – heute und morgen». Dazu konnten auch der AeCS-Zentralsekretär Hanns-Adalbert Wirz und der Modellflug-Kommissionspräsident Werner Koelliker begrüsst werden. Mehr und mehr Fluggelände wurden in den letzten Jahren durch die veränderte Siedlungsstruktur und die Sensibilisierung der Bevölkerung gegen Umweltgeräusche unbenutzbar. In der Lösung dieses Problems sieht die Modellflug-Region eine ihrer Hauptaufgaben. Einerseits werden gezielte Lärmmessungen vorgenommen und darauf basierend Konstruktionsvorschläge und Betriebsrichtlinien erlassen. Andererseits sollen die Zusammenarbeit mit den Behörden und die Information der Öffentlichkeit gefördert werden. Es soll der Bevölkerung bewusst gemacht werden, dass die Modellfliegerei als Sport- und Freizeitbetätigung eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt. Oft wird Modellflug mit lärmigem Motorflug gleichgesetzt; vermehrt soll deshalb über die leisen (z. B. Elektroflug) und lautlosen (Segelflug) Modellflugkategorien informiert werden.
Die Konferenz am Nachmittag, zu der die Modellflugvertreter von Gemeinderat Alfred Spring begrüsst wurden, diente vor allem administrativen Belangen der Region. Alle Traktanden passierten ohne grosse Diskussion. Regionalobmann Emil Giezendanner (Pfäffikon ZH) konnte fünf Ehrenurkunden für hervorragende sportliche Leistungen oder für langjährige administrative Tätigkeit verteilen und drei Veteranen als erste Ehrenmitglieder in die Region aufnehmen (siehe Kasten).

Ehrenmitglieder wurden:
- Arnold Degen, Zürich: alt Modellflug-Oberexperte des AeCS
- Emil Glünkin, Küsnacht: Konstrukteur bekannter Flugmodelle
- Werner Schramme, Küsnacht, MG Rapperswil: Gründer der Modellfluggruppe Zürich (1926)
Ehrenurkunden erhielten:
- Walter Burger, MG Affoltern: langjähriger internationaler Punktrichter
- Bruno Giezendanner, MG Pfäffikon: 6. Rang an den letzten Kunstflugweltmeisterschaften
- René Pfister, MG Glattal: Hangflug-Europameister (F1E) 1979
- Roland Pfister, MG Glattal: 2. Rang F1E-Europameisterschaft
- Jakob Zimmermann, MG Hinwil (vormals Wetzikon): 13 Jahre Tätigkeit im Vorstand

Flugtag der Modellfluggruppe Wehntal
Hält der Föhn oder hält er nicht, das war die Frage der meisten Wehntaler Modellflieger am Wochenende des 13./14. Oktober 1979. Auf ihrem Programm stand der Modellflugtag in Schöflisdorf.
Obwohl im Laufe des Sonntagvormittags etwas Regen fiel, waren wir in Sachen Wetter immer noch optimistisch und trafen die letzten Vorbereitungen für die Modellvorführungen. Schon vormittags erschienen einige Piloten, um ihre Modelle nochmals eingehend testen zu können. Trotz der unsicheren Wetterlage hofften wir, dass alle Piloten erscheinen würden, damit unser geplantes Flugprogramm in ungekürzter Länge abgewickelt werden könnte. Gegen Mittag hatte der Föhn das Schlechtwetter soweit aufgeräumt, dass mit Vorführungen bei idealen Bedingungen aufgewartet werden konnte.

Punkt 13.30 Uhr konnte unser Speaker die in grosser Zahl anmarschierten Zuschauer willkommen heissen und das Programm freigeben. Man war allgemein gespannt, was mit den recht schönen und zum Teil vorbildgetreuen Modellen geflogen werden kann. Die Palette der vorzuführenden Modelle war gross und bunt gemischt.
Bei den Segelmodellen wurde ein Windspiel-Akrobat, ein Akro-Delta, eine ASW 17, zwei B 4 und eine fünfmetrige ASW 19 geflogen. Die Ausgangshöhe erreichten die Segelmodelle durch Windenstart, mittels Huckepack auf einem Motorflugmodell oder durch Schlepp mit einem Motorflugmodell. Eine noch junge Sparte, Elektromotormodellflug, wurde den Zuschauern ebenfalls präsentiert.
Der grösste Anteil der Vorführungen wurde mit Verbrennungsmotormodellen bestritten, obwohl in der Modellfliegerie der Segelflug überwiegt. Motormodellvorführungen sind attraktiver, und auf dem Gebiet naturgetreuer Modelle stehen fast unerschöpfliche Möglichkeiten zur Verfügung. Bei uns wurden wunderschöne Nachbauten gezeigt. Wir denken da an den Doppeldecker PT 7, an die zweimotorige Transall, an die DC 3, an die T 28 B, an den Turbotrainer PC 7, an den Doppeldecker Pitts-Spezial, an die Ju 52, an die schnellen Jäger F 16 und F 18, an die Robin JR 400, an die zweimotorige Lightning, an den Blériot usw.
Eine weitere Gruppe bildeten die Zweckmodelle, deren Aufgabe es war, Segelmodelle in die Luft zu tragen oder zu ziehen, Akrobatik vorzuführen oder Hochgeschwindigkeitsflüge zu demonstrieren. Mit einem Burda-Piper wurden den Kindern Bonbons abgeworfen und auch der Bannerschlepp wurde im Modellflug praktiziert.
Unsere Modellfluggruppe versuchte, dem Publikum auch unkonventionelle Flugobjekte und Raritäten zu zeigen. So trugen die beiden mit einer Tierfigur bestückten runden Deckel vor allem zur Belustigung der Kinder bei. Den Start einer Modellflugrakete hatten wohl die wenigsten vorher je einmal gesehen! Zwischendurch wurde auf der nahegelegenen Strasse ein Enten-Segelflugzeug mit Hilfe eines Autos hochgezogen. Dieses Enten-Segelflugzeug hat über 13 Meter Spannweite (ist also kein Modellflugzeug mehr) und ist mit einem Piloten belegt, welcher auf dem Bauch liegend sein Flugzeug steuert. Mit dem Autowindenstart und der präzisen Landung auf der Modellflugpiste wurden zwei Eigenschaften für das in Wald entwickelte Segelflugzeug demonstriert. Dank des fast windstillen Wetters konnte auch ein ca. 5 Meter langer, aus Alu-Folie hergestellter Zeppelin seinem Element anvertraut werden. Das mit Wasserstoff gefüllte und mit vier Elektromotoren ausgerüstete Luftschiff bewies sehr eindrücklich, dass auch ein Zeppelin gut manövrierbar ist.
Zwischendurch wurde ein Wettbewerb, bei welchem unter anderem zwei Alpenrundflüge gewonnen werden konnten, durchgeführt. Es galt, die Geschwindigkeit eines Segelmodells innerhalb einer Messstrecke zu schätzen. Die im Sturzflug geholte und im Horizontalflug gemessene Geschwindigkeit von 160 km/h wurde von den beiden Alpenrundflug-Gewinnern um nur 1 km/h unter- bzw. überschätzt. Da die Gewinnerin des einen Rundfluges anderweitig viele Möglichkeiten hat, zu fliegen, wurde dem Drittplazierten (einem kleinen Knaben) ein Bubentraum Wirklichkeit, er erhielt den Alpenrundflug. An dieser Stelle ein Bravo für beide.
Trotz der sehr guten Disziplin der Piloten konnte auch unser Flugtag nicht ohne Modellverluste abgewickelt werden. Trotzdem war es für uns eine Vorführung, die unsere Erwartungen in jeder Beziehung übertraf. Abschliessend möchten wir noch danken; den Landbesitzern für die spontane Zurverfügungstellung des Geländes, den Anwohnern und den Behörden der Gemeinden Schöflisdorf-Oberweningen für ihr Verständnis zu unserem Hobby, den vielen Zuschauern für ihren Besuch, allen Piloten und Helfern für das Gezeigte und last but not least unseren Frauen für die guten Kuchen und ihr Mitwirken auf dem Flugplatz.
Modellfluggruppe Wehntal

Aus dem Jahresbericht der MG Einsiedeln
Ich betrachte das Amt des Obmannes auf keinen Fall als Hobby. Für mich sind nach wie vor Fliegen und Kameradschaft Hobbies. Ich spreche auch im Namen meiner Vorstandskollegen, wenn ich sage, dass man als Obmann oder Vorstandsmitglied keine Lorbeeren ernten kann. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass man bei so vielen Mitgliedern, wie wir sie haben, es sowieso nicht allen recht machen kann. Meine Vorgänger haben grossen, persönlichen Einsatz geleistet, und trotzdem gab es in den letzten Jahren einige Male Unstimmigkeiten. Es war sicher nötig, dass an der ausserordentlichen Generalversammlung offen über alles gesprochen wurde. Die Mitglieder wurden aufgefordert, das Fliegen und die Kameradschaft in den Vordergrund zu stellen. Es wird nicht mehr über persönliche Dinge gesprochen, sondern ausschliesslich übers Fliegen. Die Kameradschaft wird wieder gross geschrieben, und alle ziehen am gleichen Seil. Wir sehen dies im Vorstand nicht als ein persönliches Verdienst, sondern Ihr, liebe Mitglieder, habt ausnahmslos dazu beigetragen. Im Namen des Vorstandes möchte ich Euch dafür herzlich danken. Nur so und nicht auf andere Art ist es möglich, dass wir unser Hobby mit Freude betreiben können, und nur so kann das gute Image der Gruppe nach aussen hin aufrecht erhalten oder noch verbessert werden. Ich halte daran fest, dass ich auch in Zukunft und solange ich Obmann bin, keinerlei Abweichungen von dieser Linie dulden werde.
Erich Himmler, Obmann
Aus dem Jahresbericht der RCSG-Swissair
Allgemein: Das Jahr 1979 war für unseren Club ein Jahr der Stabilisierung. Mit Genugtuung konnte ich feststellen, dass dem Teamgeist und der Kameradschaft viel Beachtung beigemessen wurde, was sich speziell auf dem Hochstartgelände in Brütten positiv auswirkte.
Wenn auch die Thermik und Aufwinde zeitweise fehlten, durften wir dank guter Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft trotzdem frohe Stunden miteinander verbringen. An dieser Stelle teile ich Euch allen mit, dass sich die Landbesitzer über unseren Club zufrieden äusserten, d.h. wir erhielten keine Reklamationen. Es liegt nun an uns, dieses gute Einvernehmen beizubehalten. Disziplin und Anstand sind die einzigen Mittel, dieses Ziel zu erreichen. In diesem Sinn überreichte ich im Namen des Clubs an Weihnachten den Landbesitzern je einen gut gefüllten Früchtekorb, welche mit grossem Dank entgegengenommen wurden.
Flugbetrieb: Die vergangene Saison bescherte uns sehr unterschiedliches Flugwetter. Ganz grosse Flugtage waren eher selten und auch von der viel gepriesenen Thermik war an den schönen Herbsttagen wenig zu verspüren. Trotz all diesen Umständen war der Flugbetrieb beachtlich. Mit grossem Einsatz konnte doch noch mancher einen schönen Flug absolvieren.
Seit der Club-Gründung nahmen wir zum ersten Mal an Wettbewerben teil. In ansprechender Weise haben sich dafür unsere Junioren eingesetzt. Peter Maag, Urs Linder und Marc Morgenthaler erzielten recht gute Resultate und ich hoffe, dass dies für uns alle ein Ansporn ist, uns gelegentlich an einem Wettbewerb zu beteiligen.
Über das zur Tradition gewordene Herbstplauschfliegen gibt es eigentlich nicht mehr viel zu berichten. Dass alle einen Riesenplausch hatten, konnte aus den Swissair News entnommen werden.
E. Huber, Obmann
Seit 1972 betreibt die Modellbaugruppe Burgdorf auf dem Walkringen-Moos einen eigenen Modellflugplatz.
Mit dem Brief vom 10. August 1979 an das Eidg. Luftamt in Bern, verlangen die Anwohner des Walkringen-Moos: «... gestützt auf lästige Vorkommnisse die sofortige Einstellung des Flugbetriebes an Sonntagen.»
Unsere Gruppe lud deshalb sofort zu einer ausserordentlichen Hauptversammlung ein, welche schon am 31. August abgehalten werden konnte. An dieser ausserordentlichen Hauptversammlung musste zugegeben werden, dass das Lärmproblem wirklich existierte und wir auch nicht so ganz unschuldig dastanden, doch siehe, unsere Mitglieder waren vernünftig genug, das einzusehen, und somit wurde ein einmaliger Beschluss gefasst. Nachstehend unser Brief an die Kläger und an das Eidg. Luftamt in Bern:
Sehr geehrter Herr Wenger, ohne lange auf die gegenwärtige Gesetzeslage betreffend Modellflug einzugehen, haben wir beschlossen, das Lärmproblem selbst und freiwillig zu lösen.
In der Beilage finden Sie unseren neuen Betriebsplan betr. Modellflug auf dem Walkringen-Moos. Wie Sie sehen, haben wir beschlossen, an Sonntagen auf die Motormodelle mit 2-Takt-Motoren gänzlich zu verzichten. Diese Selbsteinschränkung ist hart, doch wir sind überzeugt, dem Modellflug damit einen guten Dienst erwiesen zu haben. Unsere Selbsteinschränkung mag Sie vielleicht erstaunen, doch Missgunst und Kampf bis aufs Blut ist keine Lösung; Verständnis u rede mit einand, das ist das, was wir suchen; an uns soll es nicht fehlen.
Modellbaugruppe Burgdorf
Unser Betriebsplan sieht vor:
- Modellsegelflugzeuge und Elektroflieger sind an keine Zeit gebunden.
- Flugzeiten für Modelle mit 4-Takt-Motoren:
Montag bis Samstag je 09.00–12.00 Uhr
14.00–19.00 Uhr
an Sonntagen: 14.00–18.00 Uhr - Restliche Modelle mit 2-Takt-Motoren, ausgerüstet:
Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag: 14.00–19.00 Uhr
Dienstag und Samstag: 09.00–12.00 Uhr und 14.00–19.00 Uhr
An Sonntagen: Flugverbot! - Motoren wie Quadra, Suevia etc., wenn sie min. 20 ccm und max. 9000 U./min besitzen, sind erlaubt, Flugzeiten gleich wie 4-Takt-Motoren.
- An hohen gesetzlichen Feiertagen ist das Fliegen mit Motormodellen verboten.
- Es dürfen maximal zwei Verbrennungsmotormodelle mit 2-Takt-Motoren gleichzeitig in der Luft sein.
Mit seinem Brief vom 22. Oktober 1979 schrieb das Eidg. Luftamt in Bern:
«... hat sich die Modellbaugruppe Burgdorf inzwischen mit Ihrem Anliegen befasst und in der Folge weitere Einschränkungen auf sich genommen. Besonders das Sonntagsflugverbot für die hochtourigen Zweitaktmotoren sollte unseres Erachtens eine spürbare Minderung der beanstandeten Störungen bewirken. Wir betrachten das Reglement als Entgegenkommen seitens der Modellflieger und bitten Sie, dieses zu anerkennen.»
Seither herrschen wieder gutnachbarliche Beziehungen.
Der Obmann P. Schüpbach

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