Wakefield-Gummimotormodell F1B
Der beiliegende Bauplan zeigt das Gummimotormodell von Dieter Siebenmann. Dieses Modell wurde von der internationalen Jury an der Weltmeisterschaft 1969 in Prag zum «Modell des Jahres» erkoren.
| Totale Flügel- und Höhensteuerfläche | 17—19 dm2 |
| Minimales Gewicht | 230 g |
| Maximales Gewicht des eingeschmierten Gummistranges | 40 g |
Seit 7 Jahren führen wir keinen regionalen Wettbewerb in den Kat. VM—GM (F1B, F1C) durch, schade für diese interessanten Kategorien. Wir hoffen, dass sich einige Modellflieger entschliessen, ein solches Modell zu bauen.
Der Bau eines Gummimotor-Modells erfordert viel Geschick und Ausdauer. Dies gilt auch später für das Einfliegen. Ich empfehle diese Sparte daher nur geübten Modellbauern. Im Weiteren sieht man aus den abgebildeten Plänen, dass viele mechanische Teile herzustellen sind. Wenn Du selber nicht drehen kannst, kennst Du eventuell einen Feinmechaniker. Das Rumpfrohr Ø30 x 0,3 kann, solange Vorrat, von Dieter Siebenmann bezogen werden und ist weltbekannt.

Für den Flügelaufbau verwenden wir als Grundbrett eine Tischlerplatte 2 cm dick. Der Flügel wird in 4 Teilen angefertigt. In der Grösse der jeweiligen Flügelform kleben wir nun auf die Tischlerplatte 6 mm dickes, weiches Balsaholz. Auf den beiden Stirnseiten wird eine Profilnegativform aufgeschraubt. Mit einem langen Schleifklotz ca. 1,5/6 x 60 cm können wir nun die komplette Negativform herausarbeiten. Jetzt fangen wir an die Schalenform aufzubauen. Das untere Balsabrett wird nach Plan geschliffen, darauf kleben wir den Front- und Endholm. Das Ganze wird mit kleinen Leimtropfen auf die Negativform angeleimt und zwar so, dass wir die Leimtropfen mit einer Rasierklinge gut wieder lösen können. Als nächste Arbeit werden mit einem Kurvenlineal die Rippenunterseiten geschnitten und auf die Flügelform aufgeleimt. Sind alle Rippen aufgepasst, wird ein zweiter Profilsatz mit der Flügeloberseite stirnseitig angeschraubt. Mit dem langen Schleifklotz kann man jetzt die Oberseite vorsichtig herausarbeiten. Um die obere Beplankung aufzusetzen nehmen wir Kontaktkleber, setzen das Brettchen beim Frontholm an und streichen dasselbe regelmässig nach hinten aus.
Auch das Höhen- und Seitensteuer werden auf die gleiche Weise hergestellt.
Für den Rumpfkonus benötigen wir einen Dorn als Helling. Rund um den Dorn wird ein vorgeschchnittenes Balsabrettchen (0,8 mm) nass mit Verbandsgaze aufgewickelt. Erst im trockenen Zustand stumpf zusammenleimen. Bei der Seitensteuerachse und den Höhensteuerauflagen müssen Verstärkungs-Ringe aus Balsaholz eingeleimt werden. Als Konusabschluss wird das Aluminiumteil nach Zeichnung mit Araldit eingeleimt. Achtung, vorgängig alle Fäden einziehen für Seitensteuer, Differenzsteuerung und Thermiksicherung.
Im Pylon (Flügelaufgabe) wird ein 3-Funktionen-Zeitschalter Marke Seeling (D) eingebaut. Die Flügelbefestigung besteht aus Stahldraht (1,5 mm) — an den Flügelmittelseiten die entsprechenden MS-Röhrchen (besser Alu-verstärkt). Aluteile sollten eloxiert werden, sie sind dadurch haltbarer und besonders für den Rumpf ist dies eine zusätzliche Verstärkung. Alle Schalenteile werden mit Zweikomponenten Klarlack zweimal gestrichen. Möglichst dünnflüssig (erhältlich bei J. Maeder, Zürich).
In einer der nächsten Nummern folgt die Herstellung der Propellblätter und Einfliegen. W. Heise

| FLÜGEL | 57 p |
| HÖHENST. | 7 p |
| RUMPF | 74 p |
| KONUS | 16 p |
| PROPELL | 38 p |
| GUMMI | 40 p |
| TOTAL | 232 p |


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