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Energiekosten für eine Akkuladung

von Michel Hauser
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Als ich nach einem erfolgreichen Flugtag nach Hause komme und das Netzgerät einschalte, um meine Lipo-Akku aufzuladen, fragte ich mich: Wie viel Strom kostet eigentlich eine Ladung aus der 230-Volt-Steckdose?


Sicher ist der Frankenbetrag des Stromverbrauchs bei unserem Hobby vernachlässigbar klein. Trotzdem wollte ich der Sache auf den Grund gehen. Also organisierte ich ein Energiemessgerät, um die verbrauchten Kilo-Watt-Stunden (kWh) aus der Steckdose zu ermitteln. Ich lade meine Akkus am Schulze-Lader isl6-636+. Die heute gängigen Ladegeräte werden mit 12 V DC betrieben. Das Ladegerät wird somit am Netzgerät, welches 230 Volt AC auf 12 V DC regelt, eingesteckt. Das Ladegerät kann natürlich auch an einer 12-V-Batterie betrieben werden, was aber bei grösseren Akkus nicht von Vorteil ist. Soweit so gut, und jetzt zum interessanten Teil. Den besagten Energiemesser schalte ich nun vor das Netzteil, also zwischen

230-V-Steckdose und Netzteil. Mich interessiert der effektive Stromverbrauch, den ich auch mit der Stromrechnung bezahle (siehe Anordnung unten). Mit den beiden Lipo-Akkus treibe ich einen Elektromotor in einem 2 Meter Modell mit 5000 g an. Nach 8 bis 10 Minuten Motorenlaufzeit sind durchschnittlich 4000 mAh verbraucht. Im Flugbetrieb sollten Lipo-Akkus auf maximal 80% der Kapazität entladen werden. Die bei mir eingesetzten 10S4P-Akkus von Thunder Power haben 5300 mAh Kapazität.

Um bei dieser Anordnung ein Akkupack wieder voll zu laden, werden durchschnittlich 0,24 kWh Strom aus der 230-Volt-Steckdose bezogen. Wenn mit einem Strompreis von 15 Rp./kWh gerechnet wird, kommt man auf 3,6 Rappen pro Akkuladung. Bei 100 Flügen sind es dann etwa 3 Franken und 60 Rappen.

Wie ich am Anfang vermutet habe, sind die Stromkosten sehr gering. Trotzdem ist der Elektroflug gerade bei grösseren Modellen eine kostspielige Angelegenheit.

Man sollte aber nicht nur die reinen Anschaffungskosten betrachten. Beim Elektroflug fällt die Gefahr, im Flug einen Motorenabsteller zu erleiden, gänzlich weg. Eine ungeplante Ausenlandung kann auch schön zu Buche schlagen. Zudem sind die Wartungskosten deutlich tiefer.

Schlussendlich muss der Antrieb auch den eigenen Vorlieben entsprechen.

Viel Erfolg mit euren Elektromodellen wünscht euch

Michel Hauser


1 Energiemessgerät
2 Netzgerät
3 Ladegerät
4 Balancer
5 Akkupack 10S4P




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