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Hightech-Flugmodelle – zu schade für den Müll

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Wohin, was tun mit den F3A-Modellflugzeugen, die einen Defekt haben, beschädigt sind oder bei denen einfach Teile fehlen? Auf den Müll? Warum? Nicht immer muss eine Entsorgung die letzte Lösung sein. Denn eine Reparatur dieser Hightech-Flugmodelle – insbesondere bei den teuren, leichten F3A-Modellen – kann sich durchaus lohnen, vor allem, wenn es sich um ein besonderes Modell handelt, es ein Liebhaberstück ist oder viel Herzblut in diesem Modellflieger steckt.


Herausforderung Reparatur

Um ein gutes Reparaturergebnis zu erzielen und die modelltypischen Flugeigenschaften wieder herzustellen oder zu verbessern, ist nebst dem korrekten Einsatz des richtigen Materials und sauberer, genauer Arbeitstechnik auch viel Erfahrung auf diesem Gebiet die Grundvoraussetzung. Schliesslich soll ja das beschädigte oder defekte Flugzeug mit geringer Gewichtszunahme in einen neuen und/oder flugtauglichen Zustand gebracht werden. Eine professionelle Reparatur ist daher auch eine Vertrauenssache. Wie beim menschlichen Körper sind Verletzungen und Probleme der «Extremitäten» und der Motorik sehr ähnlich. Bein-, Arm- und Rippenbrüche oder Quetschungen und Schnittverletzungen hinterlassen Spuren, die den Menschen in seinen Bewegungen einschränken. Schäden am Rumpf oder an den Flügeln, Brüche und Risse beeinträchtigen das Flugzeug im Flugverhalten beziehungsweise lassen es gar nicht erst aufsteigen.


Wie sieht die Praxis aus?

Wichtigster Erfolgsfaktor ist nicht nur die genaue Diagnose



und die Feststellung der Art der Schäden, sondern auch die Kenntnis darüber, welche Teile direkt und indirekt betroffen sind. Gerade aus Gründen der Balance und Gewichtsoptimierung sollte man die Energie und die Ausdauer aufbringen, auch jene Teile zu ersetzen, die vordergründig keinen Schaden genommen haben, aber, bemessen am ganzen Flugzeugaufbau, keine optimale Flugeigenschaft mehr gewährleisten. Ganz wichtig ist es also, dass man sich die Zeit nimmt für die Diagnose des Flugzeugs. Diese kann am besten mittels heller Lampen (1000 Watt-Strahler o.ä.) in der Dunkelkammer durchgeführt werden. Das Licht strahlt durch das Material hindurch und es ist so möglich, den Schaden im Innern zu beurteilen und/oder Struktur- sowie Materialschwächen zu erkennen. Bei gut zugänglichen Stellen kann man sich von innen und aussen ein Schadensbild machen und beurteilen, wie dieser durch einen Eingriff behoben werden kann. Die Schlüsselloch-Methode (Endoskopie) wird bei unzugänglichen Stellen angewendet. Wie in der Medizin wird hier mit einem biegsamen Metallschlauch, mit Licht und einer Kamera das Innere nach Problemstellen abgesucht. Ein oft unterschätztes, aber wesentliches Kriterium für eine erfolgreiche Instandsetzung ist der konsequente Einsatz leichter Materialien mit maximaler Festigkeit sowie der Mut, neues Material auszuprobieren und Verbundstoffe wie Karbon, Glasfaser, Herex oder Depron testweise an neuen Stellen des Flugzeugs zu verwenden. Tipp: Eine professionelle Reparatur kann nur in mehreren Teiloperationen erfolgen. Ziel ist es, Erfolg zu haben, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen. Sorgenkinder gibt es bei mir in der Regel keine. Entweder sind die Flugzeuge verzogen, gestaucht oder gebrochen. Dann brauchen sie ein paar handwerkliche oder technische «Streicheleinheiten», um sie wieder auf eine gerade Flugbahn zu bringen.



kelkammer durchgeführt werden. Das Licht strahlt durch das Material hindurch und es ist so möglich, den Schaden im Innern zu beurteilen und/oder Struktur- sowie Materialschwächen zu erkennen. Bei gut zugänglichen Stellen kann man sich von innen und aussen ein Schadensbild machen und beurteilen, wie dieser durch einen Eingriff behoben werden kann. Die Schlüsselloch-Methode (Endoskopie) wird bei unzugänglichen Stellen angewendet. Wie in der Medizin wird hier mit einem biegsamen Metallschlauch, mit Licht und einer Kamera das Innere nach Problemstellen abgesucht. Ein oft unterschätztes, aber we-sentliches Kriterium für eine erfolgreiche Instandsetzung ist der konsequente Einsatz leichter Materialien mit maximaler Festigkeit sowie der Mut, neues Material auszuprobieren und Verbundstoffe wie Karbon, Glasfaser, Herex oder Depron testweise an neuen Stellen des Flugzeugs zu verwenden. Tipp: Eine professionelle Reparatur kann nur in mehreren Teiloperationen erfolgen. Ziel ist es, Erfolg zu haben, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen. Sorgenkinder gibt es bei mir in der Regel keine. Entweder sind die Flugzeuge verzogen, gestaucht oder gebrochen. Dann brauchen sie ein paar handwerkliche oder technische «Streicheleinheiten», um sie wieder auf eine gerade Flugbahn zu bringen.



Schönheitskorrekturen sind möglich

Andere wünschen sich auch nur ein Facelifting, eine «Nasenkorrektur» zum Beispiel oder eine angepasste Motorenhaube für ihr Modellflugzeug, weil vorher ein Benzin-, 2-Takter oder 4-Takter im Modell eingebaut war. Vorteilhaft und kühltechnisch sinnvoll wäre eine teilweise aerodynamische und optische Modifikation am Einlass und am Kinn. Ein weiteres, ästhetisches und funktionales Merkmal sind Winglets (Ansteckflügel) an den Flügelenden. Sie sorgen für besseren Auftrieb und geringeren induzierten Widerstand.


Fazit

Manch ein Modellflugzeug ist sicher irgendwo im Bastelkeller am Verstauben oder ist auf dem Estrich oder in der Scheune in Vergessenheit geraten. Wie schade eigentlich. Aber vergessen ist noch nicht verloren. Erwecken Sie diese aviatischen Fundstücke wieder zu neuem Leben, lassen Sie sich von den Flugkünsten der neuen «alten» Modelle am Himmel, von der Modellfliegerei wieder begeistern.

*Oxai-Professor H. Kistler/V. Kistler*

*www.mannifly.ch* Flügelbruch: Unerwarteter Windstoss verursachte defektes Flügelende und anschliessende Bruchlandung.




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